1848
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Chronik
- 21. Februar 1848 - Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar 1848 - Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Die zweite französische Republik wird ausgerufen.
- 27. Februar 1848 - Der Funke der französischen Februarrevolution springt auf das Großherzogtum Baden über und löst die Badische Revolution aus: Auf der Mannheimer Volksversammlung wird eine Petition mit vier Forderungen an die Regierung beschlossen.
- 28. Februar 1848 - Eine Mainzer Volksversammlung erhebt freiheitliche Forderungen gegenüber der großherzoglich hessischen Regierung in Darmstadt. Heinrich von Gagern stellt einen Antrag auf „Einberufung einer Nationalrepräsentation“ und auf „Erneuerung des Bundesoberhaupts“.
- März 1848: Märzrevolutionen in den meisten deutschen Staaten sowie anderen europäischen Ländern
- Die wichtigsten Zentren der Revolution nach Frankreich waren Baden, Preußen, Österreich, Oberitalien, Ungarn, Bayern und Sachsen. Aber auch in anderen Staaten und Fürstentümern kam es zu Aufständen und Volksversammlungen, bei denen die revolutionären Forderungen artikuliert wurden. Ausgehend von der Mannheimer Volksversammlung am 27. Februar 1848, auf der die „Märzforderungen“ erstmals formuliert wurden, lauteten die Kernforderungen der Revolution in Deutschland:
- 1. Volksbewaffnung mit freien Wahlen der Offiziere
- 2. unbedingte Preßfreiheit
- 3. Schwurgerichte nach dem Vorbild Englands
- 4. sofortige Herstellung eines deutschen Parlaments ----(nach Siemann 1985, S. 61)
- Die wichtigsten Zentren der Revolution nach Frankreich waren Baden, Preußen, Österreich, Oberitalien, Ungarn, Bayern und Sachsen. Aber auch in anderen Staaten und Fürstentümern kam es zu Aufständen und Volksversammlungen, bei denen die revolutionären Forderungen artikuliert wurden. Ausgehend von der Mannheimer Volksversammlung am 27. Februar 1848, auf der die „Märzforderungen“ erstmals formuliert wurden, lauteten die Kernforderungen der Revolution in Deutschland:
- 5. März 1848 - Die Heidelberger Versammlung beschließt die Einsetzung eines Siebenerausschusses, eine wichtige Vorentscheidung für das Entstehen der Frankfurter Nationalversammlung.
- 18. März 1848 - Ausbruch der Revolution in Berlin. Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März 1848 - Es beginnt der Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin.
- 19. März 1848 - Straßenschlachten in Berlin fordern 187 Tote.
- 21. März 1848 - König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März 1848 - Die Aufbahrung der Särge gefallener Berliner erfolgt auf den Stufen des Domes.
- 28. März 1848 - Die in der Frankfurter Paulskirche tagende Nationalversammlung proklamiert nach einer Phase mit langen Debatten und blutigen Kämpfen in vielen Ländern des Deutschen Bundes heute den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser, der das dank der kurz zuvor von der Firma Siemens&Halske fertiggestellten Telegraphenlinie zwischen Berlin und Frankfurt noch in
derselben Stunde Kenntnis davon erhält.
- 12. April 1848 - Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 13. April 1848 - Der Heckerzug beginnt. Badische Revolutionäre machen sich auf den Weg von Konstanz in die Hauptstadt Karlsruhe.
- 18. Mai 1848 - Das erste gesamtdeutsche Parlament, die Frankfurter Nationalversammlung, wird in der Paulskirche eröffnet.
- 01. Juni 1848 - Die von Karl Marx in Köln gegründete Neue Rheinische Zeitung erscheint mit ihrer ersten Ausgabe.
- 12. Juni 1848 - Beim zweiten Wartburgfest fordern Studenten, an die Frankfurter Nationalversammlung gerichtet, die Überführung der Universitäten in Nationaleigentum, akademische Selbstverwaltung und gesamtstaatliche Finanzierung.
- 14. Juni 1848 - Während der Deutschen Revolution kommt es zum Sturm auf das Berliner Zeughaus, wo sich die Menge mit Waffen versorgt.
- 14. Juni 1848 - Die deutsche Nationalversammlung beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 28. Juni 1848 - Die Frankfurter Nationalversammlung erklärt den Bundestag (Deutscher Bund) für aufgelöst.
- 02. September 1848 - Manifest des deutschen Arbeiterkongresses
- 18. September 1848 - Septemberunruhen in Frankfurt am Main: Die Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix Fürst Lichnowsky werden ermordet, bei Barrikadenkämpfen fallen 30 Aufständische und 12 Soldaten.
- 16. Oktober 1848 - Die Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter.
- 09. November 1848 - Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich: Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen.
- 10. November 1848 - Mit dem Einmarsch preußischer Truppen unter Generalfeldmarschall Friedrich von Wrangel beginnt das Ende der Revolution in Berlin.
- 12. November 1848 - Die Frankfurter Nationalversammlung verabschiedet das Gesetz betreffend einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge, das erstmals die Farben Schwarz-Rot-Gold als nationales Symbol vorschreibt.
- 15. November 1848 - In Preußen löst König Friedrich Wilhelm IV. die preußische Nationalversammlung auf, die sich gegen die angeordnete Sitzverlegung vom revolutionären Berlin in die Stadt Brandenburg sträubt. Er lehnt zudem – wie auch verschiedene konservative Abgeordnete – den Verfassungsentwurf, die Charte Waldeck, ab.
- 28. Dezember 1848 - Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
Zitate
- In Deutschland fand seit Ende der 1840-er Jahre neben dem Begriff „Soziale Medizin“ die „Soziale Hygiene“ in die medizinische Wissenschaften und öffentlichen Diskussionen Einlass. Auch der Demographie-Begriff trat ein: Er wurde in Deutschland zum wichtigen Eckstein in der frühen Debatte über den Status der Statistik als Wissenschaft, letztlich in diesen Reihen aber verworfen. In der Retrospektive erweist sich eine doppelte Leistung Alfred Grotjahns: Es war sein Verdienst, der Sozialen Hygiene in Deutschland ein eigenständiges Profil und eine selbständige „Stellung im System der Wissenschaft“ zu geben. Zudem gab er dem Begriff Demographie durch publizistische Projekte – den Jahresberichten über die Fortschritte und Leistungen auf dem Gebiete der Sozialen Hygiene und Demographie (1902-1914) und dem Archiv für Soziale Hygiene und Demographie – auch in Deutschland Raum.
- Medizinalreform in der Zeit der 1848-er Revolution - Die Medizin wurde als soziale Wissenschaft definiert. Rudolf Virchow gehört mit zu den Verfechtern einer staatlichen und kommunalen Gesundheitspflege. Er artikulierte ein Aktionsprogramm, das v.a. drei Prinzipien für ein effektives öffentliches Gesundheitswesen enthält:
- • Die Gesundheit der Bevölkerung ist eine öffentliche Angelegenheit und ihr Schutz die Pflicht des Staates
- • Einflüsse von sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten auf die Krankheitsentstehung sind anzuerkennen und zu erforschen
- • Krankheitsbekämpfung und Gesundheitsförderung erfordern sowohl medizinische als auch soziale Aktivitäten
- Virchow beteiligte sich an der Märzrevolution 1848. 1861 war er Gründungsmitglied und Vorsitzender der Deutschen Fortschrittspartei. Sein Ziel war die „Freiheit mit ihren Töchtern Bildung und Wohlstand“. Er plädierte für eine liberale Gesellschaft und eine soziale Medizin, die auf dem Boden naturwissenschaftlicher Aufklärung stehen sollte.
- Berliner Arbeiter gründen zusammen mit ihren Arbeitgebern im Revolutionsjahr 1849 die Kranken- und Sterbekasse der Maschinenbauarbeiter in Berlin. Einige Jahre später, am 22. März 1853, erließ Berlin ein Ortsstatut, welches für große Teile der Beschäftigten eine Versicherungspflicht vorschrieb. Ab diesem Zeitpunkt galt die Kasse als Pflichtversicherung auch für die Berliner Arbeiterschaft von Siemens. Geleitet wurde die Kasse von einem zehnköpfigen Verwaltungsrat, dem sechs Arbeitnehmer und vier Arbeitgeber angehörten.
Demographie
- Die Demografie besteht aus vier großen Fachgebieten, nämlich
- - der Theorie der Fertilität (Geburtenzahl),
- - der Theorie der Mortalität (Sterblichkeitsrate),
- - der Theorie der Migration (Aus-, Einwanderung)
- - sowie aus Theorien, die die Struktur des Bevölkerungsbestandes zum Gegenstand haben.
Quellenangaben
- Quelle: WIKIPEDIA
- Ursula Ferdinand: "Der „faustische Schulterschluss“ in der Sozialhygiene Alfred Grotjahns (1869-1931): Soziale Hygiene und ihre Beziehungen zur Eugenik und Demographie." Beitrag zur Tagung „Wie nationalsozialistisch ist die Eugenik?“, Basel, 2006
- Die SBK im Wandel der Zeit - 1908 - 2008: 100 bewegende Jahre SBK.
