1914

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Der Deutsche Kaiser, König Wilhelm II. v. Preußen (1859-1941)
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Der Deutsche Kaiser, König Wilhelm II. v. Preußen (1859-1941)
Zeitungsaufruf zur "Mobilmachung"
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Zeitungsaufruf zur "Mobilmachung"
Kaiserliche Anordnung dazu
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Kaiserliche Anordnung dazu
Zwei Soldaten 1914
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Zwei Soldaten 1914
Rosa Luxemburg 5.3.1871 - 15.1.1919
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Rosa Luxemburg 5.3.1871 - 15.1.1919
  • 28. Juli 1914 - Der Erste Weltkrieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Am 30. Juli befahl Russland die Generalmobilmachung zur Unterstützung Serbiens. Daraufhin erklärte das Deutsche Reich als Bündnispartner Österreich-Ungarns Russland am 1. August den Krieg. Am Abend des selben Tages überschritten russische Kavallerie-Abteilungen die ostpreußische Grenze.
  • 4. August 1914 - SPD-Fraktion stimmt geschlossen für die Kriegskredite, die dem Kaiserreich nach dessen Kriegserklärung an Russland vom 2. August die totale Mobilmachung ermöglichten. Karl Liebknecht blieb der Abstimmung fern, um nicht gegen die eigene Partei stimmen zu müssen. Aber am 2. Dezember 1914 stimmte er als zunächst einziger Reichstagsabgeordneter gegen die erste Verlängerung der Kriegskredite. Am 20. März 1915 schloss sich ihm Otto Rühle an, der ebenfalls bereits öffentlich gegen die Kriegskredite aufgetreten war.
  • 05. August 1914 - Am 5. August gründete Rosa Luxemburg mit sechs anderen Parteilinken, darunter Franz Mehring und Clara Zetkin, die „Gruppe Internationale“, der sich wenig später auch Karl Liebknecht anschloss. Daraus ging 1916 die reichsweite „Spartakusgruppe“ hervor, deren Spartakusbriefe Rosa Luxemburg mit Liebknecht zusammen herausgab. Der Name bezog sich bewusst auf den Sklavenanführer Spartacus im antiken römischen Reich. Darin sammelten sich die entschiedensten Kriegsgegner der SPD, die deren Stillhaltepolitik vehement ablehnten. Sie versuchten, die Partei zur Rückkehr zu ihren Vorkriegsbeschlüssen zu bewegen und mit dem Generalstreik für Frieden auch dem Ziel der internationalen proletarischen Revolution näherzukommen.
Musterungskommission
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Musterungskommission
  • 16. August 1914 - Adolf Hitler tritt als Kriegsfreiwilliger in das Bayerische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 (später Regiment "List") ein. Dezember 1914: Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse.
  • 08. September 1914 - Die Schlacht tobte auf 400 Kilometern Länge, mit Taxis wurden Truppen an die Front gekarrt: Paris stand Anfang September 1914 vor dem Fall - als den angreifenden Deutschen der Rückzug befohlen wurde. Selbst eine Untersuchung, die noch während des Krieges durchgeführt wurde, konnte nicht klären, was genau sich ereignet hatte. Auch noch lange nach Kriegsende andauernde, zum Teil erbittert geführte Diskussionen konnten daran nichts ändern. Bis heute steht nicht einmal fest, wann genau und von wem der Befehl an die deutschen Armeen gefasst wurde, die erreichten Positionen zu räumen. Moltke ist 1916, Hentsch 1918 gestorben. Darüber hinaus verwickelten sich die Beteiligten in schwere Widersprüche.
Es ist sicher, dass der Generalstabsoffizier im Lauf des 8. September mehrere Armeen besuchte. Bei der 2. stellte er fest, dass zur benachbarten 1. Armee eine etwa 30 bis 40 Kilometer breite Lücke entstanden war. Entweder am Abend jenes Tages oder am darauf folgenden Morgen muss die Entscheidung gefallen sein. Sowohl die Rolle Hentschs als auch die des Chefs der 2. Armee Karl von Bülow bleibt dabei im Dunkel. Es gibt keine Protokolle der entscheidenden Besprechungen. Gewiss ist nur, dass Hentsch am späten Vormittag des 9. September auch den Rückzug der vor Paris stehenden 1. Armee durchsetzte, da deren Nachbararmee bereits begonnen habe, ihre Stellungen aufzugeben. Der Befehl bedeutete, dass die deutsche Seite genau in jenem Moment die Schlacht abbrach, als sie ihrer Entscheidung zustrebte. Dabei bleibt ungewiss, ob der Befehl die Deutschen vor einem Desaster bewahrte oder einen Triumph verhinderte.
  • 30. Oktober 1914 - Furchtbare Nachricht: Peter Kollwitz ist bei Dixmuiden in Flandern gefallen. Tagelang ist seine Mutter Käthe Kollwitz vor Schmerz wie gelähmt. Nachts träumt sie von Peter, sieht ihn wieder als kleines Kind oder als blinden Invaliden, sogar als ihren Liebhaber, und die Träume kommen immer wieder. Aus Peters Zimmer macht sie eine Kultstätte: nichts darf verändert werden, sie stellt Blumen hinein, zu Weihnachten einen geschmückten Tannenbaum. Dort sitzt sie, in Peters Sessel, liest in seinen Büchern, denkt an ihn. Schließlich kommt ihr die Idee, Peter ein Denkmal zu errichten. Sie fängt an, seinen Kopf zu meißeln, sucht schon im Grunewald nach einem Platz, aber erst 1932 wird es fertig und schließlich auf einem Soldatenfriedhof bei Dixmuiden aufgestellt.
Das Ehepaar Kollwitz hat zwei Söhne, Hans und Peter. Hans studiert, sein Bruder ist auf einer Kunstgewerbeschule. Im August 1914 melden sich beide freiwillig. Peter wird nach einer Kurzausbildung am 12. Oktober an die Front geschickt. Schon vorher hat die Mutter schlimme Vorahnungen. Am 5. Oktober notiert sie in ihrem Tagebuch: "Abschiedsbrief an Peter. Als ob das Kind noch einmal vom Nabel abgeschnitten wird. Das erste Mal zum Leben, jetzt zum Tode." Jetzt ängstigt sie sich noch mehr, denn gerade da, wo Peter eingesetzt wird, in Flandern, ist es am gefährlichsten.
  • 24. Dezember 1914 - Am frühen Abend des Heiligabend 1914 war der britische Gefreite Frederick W. Heath so traurig wie an keinem anderen Tag. Nur das Quietschen der feuchten Stiefel war zu hören, ab und zu ein geflüsterter Befehl und der Wind, der über das fremde Land fegte. Die Hände taten ihm weh von der feuchten Kälte.


Zitate

Mobilmachung 1914, Aufbruch der Soldaten aus einer Garnisonsstadt
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Mobilmachung 1914, Aufbruch der Soldaten aus einer Garnisonsstadt
  • Bei Kriegsausbruch 1914 waren Sozialdemokraten und Gewerkschaften fast Säulen des Systems, jedenfalls verglichen mit Großbritannien und Frankreich, von Italien nicht zu reden. Der Krieg stellte alles auf Entscheidung. Die Arbeiterbewegung spaltete sich im Für und Wider. Während die Gewerkschaften im „Vaterländischen Hilfsdienstgesetz“ der Obersten Heeresleitung Betriebsräte abtrotzten, verweigerte die Linke – sie formierte sich zur Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei USPD – der Regierung die Kriegskredite. Die spätere Weimarer Koalition gruppierte sich seit 1916 im „Interfraktionellen Ausschuss“ mit den Sozialdemokraten der Mehrheit, ohne die Minderheit. Gegen den staatstragenden Kurs der Gewerkschaften formierten sich die „Revolutionären Obleute“.
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