1929

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Textsammlung von Kurt Tucholsky mit Montagen von John Heartfield
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Textsammlung von Kurt Tucholsky mit Montagen von John Heartfield
Rückseite des Einbands
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Rückseite des Einbands
  • 19. März 1929 - Die Begründung - Vor mir liegt im Namen des Volkes die Begründung zu dem Urteilsspruch gegen George Grosz, angeklagt wegen Gotteslästerung im Jahre 1928 nach Christi Geburt. Landgerichtsdirektor Tölke als Vorsitzender, Landgerichtsrat Krüger als zweiter Richter, zwei Schöffen. Aus den Gründen: (Ignaz Wrobel - Kurt Tucholsky in der Weltbühne)
  • 1. - 4. August 1929 - Da wurde Leonardo Conti Mitbegründer des Nationalsozialistischen Deutscher Ärztebundes (NSDÄB) und Alleingründer des NSD-Ärztebundes im Gau Berlin. Der NSDÄB wurde beim Reichsparteitag 1929 auf Initiative des Ingolstädter Arztes und Verlegers Ludwig Liebl gegründet.
Selbstverständnis des NSDÄB war nicht das einer Standesvertretung, sondern einer Kampforganisation. Als solche entwickelte er die wesentlichen „wissenschaftlichen“ Grundlagen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik, die in der rassenhygienischen Euthanasie „unwerten Lebens“ gipfelte. Der NSDÄB folgte in seiner organisatorischen Gliederung der Struktur der NSDAP.
Gewalttätige Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten beim Reichsparteitag 1929 verschafften der NSDAP landesweit große Aufmerksamkeit.
  • 25. Oktober 1929 - „Schwarzer Freitag“, Zusammenbruch der durch hektische Aktienspekulation überhitzten Kurse an der New Yorker Börse, beginnt
  • Die Textsammlung von Kurt Tucholsky mit Montagen von John Heartfield erschien 1929. Vier Jahre vor Adolf Hitlers Ermächtigung veröffentlichte Tucholsky einen »politischen Baedeker« zu Deutschland, ein »Bilderbuch« zur Lage von Staat und Nation. "Deutschland, Deutschland über alles", das mit einem »törichten Vers eines großmäuligen Gedichts« überschriebene Buch, endete nach einer in ihrer Radikalität bis heute einzigartigen Kritik an Deutschland mit dem Bekenntnis: »Ja, wir lieben dieses Land.


Zitate

  • Zur Ausgestaltung der Reichsparteitagebediente sich die NSDAP vieler Traditionen. Christliche und mutmaßlich germanische Bräuche gehörten ebenso dazu wie militärische Rituale, Elemente der bürgerlichen Festkultur, politische Ausdrucksformen der Arbeiterbewegung oder Inszenierungen des italienischen Faschismus. Jeder Tag galt einer der großen NS-Organisationen (Tag der Politischen Leiter, Tag der Hitlerjugend, Tag der SA und SS usw.). Im Mittelpunkt standen jeweils die Appelle vor Adolf Hitler, pseudoreligiöse Totenkultfeiern sowie Aufmärsche auf dem Reichsparteitagsgelände und in der Altstadt. Die Veranstaltungen dauerten anfangs fünf, seit 1934 sieben und ab 1937 acht Tage. Ein auf größtmögliche Wirkung berechnetes Porträt der Reichsparteitage erstellte die Regisseurin Leni Riefenstahl (1902-2003). Ihr Film "Triumph des Willens" über den Reichsparteitag 1934 sollte der Partei propagandistisch als Abbild der Reichsparteitage schlechthin dienen.

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