1930

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Bus um 1930 in BERLIN
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Bus um 1930 in BERLIN
  • 26. Juli 1930 - Die Wirtschaftliche Rezession verhindert, dass Rechtsverordnungen die Situation der Ärzte im Verhältnis zu den Krankenkassen verbessern. Die Notverordnung vom 26.07.1930 berechtigt die Krankenkassen wieder, Einzelverträge mit Ärzten ihrer Wahl abzuschließen.
  • 24. August 1930 - Programmerklärung des ZK der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes:
Die Kollektivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft gehört zu den Grundideen des Sozialismus: „Wir werden die Herrschaft der Großgrundbesitzer brechen, werden ihren Grund und Boden entschädigungslos enteignen und den landarmen Bauern übergeben, werden Sowjetgüter mit modernstem Maschinenbetrieb schaffen, die Arbeitsbedingungen des Landproletariats denjenigen der städtischen Arbeiterschaft gleichsetzen und viele Millionen werktätiger Bauern in den Aufbau des Sozialismus einbeziehen.“
  • November 1930 - Die hohe Affinität der badischen Ärzteschaft zum Nationalsozialismus dürfte überraschen und auch zum Nachdenken anregen. In Baden werden die ersten Ortsgruppen des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes gegründet. 1935 stellte der Gau Baden die zweitstärkste Ortsgruppe. 1936 waren rund 40 Prozent der badischen Ärzte Mitglied der NSDAP oder einer ihrer Unterorganisationen. Damit lag Baden weit über dem Reichsdurchschnitt.
  • In seinem Buch "Der Arzt und seine Sendung", das 1929 mit einer Auflage von 31.000 ein Bestseller war, forderte des Danziger Arzt Erwin Liek offen, Minderwertige, Soziale und Kriminelle zu sterilisieren, um - Zitat - "der Verpöbelung des deutschen Volkes" entgegenzutreten.


Ende einer epochalen Blütezeit?

  • Die wesentlichen Fortschritte in der Chirurgie sind bisher nicht durch die Anwendung der Methoden der evidenzbasierten Medizin (EbM) erreicht worden. Der Chirurg mit seinen handwerklichen Fähigkeiten gilt häufig als Garant für eine hochwertige Krankenversorgung, da ihm die entscheidende Bedeutung für den Erfolg oder das Scheitern einer operativen Therapie zukommt. Bis heute werden Vorbilder wie Theodor Billroth und Theodor Kocher sowie verschiedene operative Schulen, die sich bis in die Blütezeit der deutschen Chirurgie zwischen 1880 und 1930 zurückverfolgen lassen, in Deutschland als Meinungsbildner akzeptiert. Neue operative Verfahren werden oft nicht über einen transparenten und wissenschaftlich reproduzierbaren Weg in die Krankenversorgung implementiert.
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