1941

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Inhaltsverzeichnis

Chronik 1941

  • 12. Februar 1941 - German Generalleutnant Rommel arrived at Libya to take over the command of the German Afrika Corps.
Eingang zum Ghetto in Warschau Mai 1941
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Eingang zum Ghetto in Warschau Mai 1941
  • 14. Februar 1941 - First units of the German "Afrika Korps" arrived in North Africa.
  • 10. März 1941 - Kurt Gerstein tritt in die SS ein: Als ich von der beginnenden Umbringung der Geisteskranken in Grafeneck und Hadamar und andernorts hörte, beschloß ich, auf jeden Fall den Versuch zu machen, in diese Öfen und Kammern hineinzuschauen, um zu wissen, was dort geschieht. Dies um so mehr, als eine angeheiratete Schwägerin - Bertha Ebeling - in Hadamar zwangsgetötet wurde. Mit zwei Referenzen der Gestapobeamten, die meine Sache bearbeiteten, gelang es mir unschwer, in die SS einzutreten. Die Herren waren der Ansicht, daß mein Idealismus, den sie wohl bewunderten, der Nazisache zugute kommen müßte. - Am 10. März 1941 trat ich in die SS ein.
  • 06. April 1941 - Nur elf Tage liegen zwischen Hitlers Befehl an die Wehrmacht, einen Angriff auf das Königreich Jugoslawien vorzubereiten, und dem Einmarsch im Morgengrauen des 6. April - es beginnt damit eine blutige Besatzungsherrschaft, die teilweise bis 1945 währt.
Auftrag Göring
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Auftrag Göring
German troops enter Greece and Yugoslavia
  • 10. Mai 1941 - Rudolf Hess, Hitler's deputy in the NSDAP, flew to Scotland where he tried to negotiate about peace but was interned. Hitler dismissed him from all functions.
Der Deutsche Kaiser, König Wilhelm II. v. Preußen (1859-1941)
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Der Deutsche Kaiser, König Wilhelm II. v. Preußen (1859-1941)
  • 04. Juni 1941 - The German ex-emperor Wilhelm II. died in Dutch exile.
"Ich versinke, ich versinke." Wilhelm II. am 4. Juni 1941, seinem Todestag. Es waren die letzten Worte des Kaisers. Zur Bestattung paradierten Wehrmachtssoldaten aller Teilstreitkräfte, Adolf Hitler schickte einen monströsen Kranz - und untersagte alle Trauerfeiern im Reich.
  • 22. Juni 1941 - Unternehmen Barbarossa, deutscher Überfall auf die Sowjetunion startet
  • 01.07.1941 - Erste Lohnabzugsverordnung gefolgt von der zweiten am 24.04.1942 und damit an Stelle des getrennten Einzugs der Beiträge für Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung der gemeinsame Beitragseinzug durch die Krankenversicherungsträger für versicherungspflichtig Beschäftigte.
  • 31. Juli 1941 - Der deutsche Reichsmarschall Hermann Göring beauftragt Reinhard Heydrich, den Chef der Sicherheitspolizei und des SD, ihm einen Gesamtentwurf über die Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.
  • 03. August 1941 - In Münster the German Bishop v. Galen accused the Nazi euthanasia as "killing of innocent people".
  • 27. August 1941 - The German submarine U 570 was captured. The important Enigma gear was found. That probably decided the war.
Judenstern
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Judenstern
  • 1. September 1941 - Die nationalsozialistische Führung erlässt eine Polizeiverordnung, die das Tragen des „Judensterns“ ab dem 19. September für alle Juden im Deutschen Reich ab dem sechsten Lebensjahr verbindlich macht. Das Abzeichen besteht aus zwei gelben Stoffdreiecken, die in Form eines sechszackigen Davidsterns übereinander genäht werden, und trägt in schwarzen Buchstaben die Aufschrift „Jude“. Der Stern muss „deutlich sichtbar“ und „fest an der linken Brustseite des Kleidungsstücks angenäht“ getragen werden. Auch zu Hause müssen Juden den „Judenstern“ tragen, wenn sie jemandem die Haustür öffnen. - Polizeistreifen kontrollieren willkürlich auf der Straße, ob das Abzeichen auch fest genug angenäht ist. Zuwiderhandlungen können eine Einweisung in ein Konzentrationslager (so genannte „Schutzhaft“) nach sich ziehen. In der Folgezeit werden weitere diskriminierende Verordnungen gegen die Juden erlassen, so z. B. das Verbot, das Weichbild des Heimatortes zu verlassen. - In den besetzten polnischen Gebieten (so genanntes „Generalgouvernement“) wurde die Kennzeichnungspflicht für Juden durch die deutsche Besatzungsmacht schon 1939 eingeführt und bestand in einer weißen Armbinde mit blauem Stern.
  • 03. September 1941 - First use of Zyklon B gas at Auschwitz.
  • August und November 1941 - Rentenreform: Obligatorische Krankenversicherung der Sozialrentner mit monatlichem Pflichtbeitrag 1.- Reichsmark, Witwen und Waisen bleiben beitragsfrei, somit sind alle Rentner in der Krankenversicherung und seitdem automatisch krankenversichert.
Beginning of general deportations of German Jews to "the East" (Poland).
  • 19. September 1941 - Durch eine Polizeiverordnung, die heute am 19.09.1941 in Kraft tritt, wird das Tragen des Sterns für alle Juden über sechs Jahren verpflichtend
  • 30. September 1941 - Die Kunsthandwerkerin Irina Chorosunowa notiert, als das Morden in Babyn Jar in vollem Gange war: „Wir wissen noch immer nicht, was sie mit den Juden gemacht haben. Von Leuten, die auf dem Lukjanowske-Friedhof waren, werden grausame Gerüchte verbreitet.“
  • 28. November 1941 - ein ganz normaler Freitag im Kriegsjahr 1941. Jedoch nicht für alle. Denn an diesem Freitag wurden morgens um 7.45 Uhr der 53-jährige Kaufmann Fritz Gollowitsch und seine 52-jährige Frau Lilly mit dem Zug von Leutkirch über Memmingen und Ulm nach Stuttgart ins Sammellager Killesberg deportiert. In den frühen Morgenstunden des 1. Dezember 1941 brachten Ordnungspolizisten etwa 1000 Deportierte an den Inneren Nordbahnhof. Von dort aus fuhr der Deportationszug in die lettische Hauptstadt Riga. Die Fahrt dauerte drei Tage. Die Deportierten kamen in das Lager Jungfernhof nahe der Stadt Riga. Ein Großteil der am 1. Dezember 1941 deportierten württembergischen Juden wurde Ende März 1942 bei einem Massaker erschossen. Über das weitere Schicksal von Fritz und Lilly Gollowitsch ist nichts bekannt, sie gelten als in Riga verschollen. 1949 wurden sie vom Amtsgericht Leutkirch für tot erklärt.
  • 05. Dezember 1941 - Die Panzergruppe 2 des Generalobersten Heinz Guderian bricht ihre Offensive ab, die zur Eroberung Moskaus führen sollte. Die Rote Armee startet eine großangelegte Gegenoffensive, die zum Rückzugsbefehl von Hitler am 15. Januar 1942 führt. Das eigentliche Ziel, die geplante Vernichtung der Heeresgruppe Mitte, wurde nicht erreicht.
  • 7. Dezember 1941 - Japanischer Angriff auf Pearl Harbor, Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg; Beginn des Pazifikkriegs
  • 11. Dezember 1941 - Kriegserklärung Adolf Hitler für Deutschland an die USA.

Zitate

"Blitzmädel" werden gesucht
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"Blitzmädel" Konditionen
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"Blitzmädel" Konditionen
"Dienende Herzen"
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"Dienende Herzen"
Seite aus dem Fotoalbum eines deutschen Wachsoldaten im Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) Senne, 1941
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Seite aus dem Fotoalbum eines deutschen Wachsoldaten im Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) Senne, 1941
  • Berlin, den 31. Juli 1941
Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches; Beauftragter für den Vierjahresplan; Vorsitzender des Ministerrats für die Reichsverteidigung
An den Chef der Sicherheitspolizei und des SD SS-Gruppenführer Heydrich, Berlin.
In Ergänzung der Ihnen bereits mit Erlass vom 24.1.1939 übertragenen Aufgabe, die Judenfrage in Form der Auswanderung oder Evakuierung einer den Zeitverhältnissen entsprechend möglichst günstigsten Lösung zuzuführen, beauftrage ich Sie hiermit, alle erforderlichen Vorbereitungen in organisatorischer, sachlicher und materieller Hinsicht zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflussgebiet in Europa.
Soferne hierbei die Zuständigkeiten anderer Zentralinstanzen berührt werden, sind diese zu beteiligen.
Ich beauftrage Sie weiter, mir in Bälde einen Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Vorausmaßnahmen zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.
[Unterschrift] Göring.
  • Martin Sandberger (* 17. August 1911 in Charlottenburg b. Berlin, † 30. März 2010 Stuttgart) war SS-Standartenführer. Er war als Befehlshaber des Einsatzkommandos 1a sowie Kommandeur der Sicherheitspolizei (SiPo) und des SD in Estland einer der Protagonisten des Massenmordes an den Juden des Baltikums - Im SPIEGEL 14/2010 erscheint zu Ostern ein Bericht über einen Besuch bei ihm im Altenheim in Stuttgart wenige Wochen vor seinem Tod. Er spricht, während in der Dämmerung vor seinem Fenster Stiftsgenossen mit dem Rollator letzte Runden im Park drehen, über seine Jahre im Dienst der SS. Über die Jahre von Rassenwahn und Völkermord. Sandberger sagt, ohne zu zögern: "Ich war da nicht stark engagiert."
Die Protokolle aus dem Maschinenraum des Holocaust widerlegen ihn. Ereignismeldungen und Berichte des Sonderkommandos 1a der Einsatzgruppe A unter Sandbergers Kommando lesen sich so: "sämtliche Voraussetzungen zu einem aktiven Einsatz an der endgültigen Lösung des Judenproblemes" gegeben (September 1941); alle jüdischen Männer Estlands außer Ärzten und Vertrauensleuten "unter Kontrolle des Sonderkommandos exekutiert" (Oktober 1941); 243 Zigeuner erschossen (Sommer 1942); Schluss mit "Objektivitäts- und Humanitätsduselei" gegenüber Kommunisten (Mai 1943).
  • Im Herbst 1941 wurden nicht nur unterschiedlichste Mordtechniken entwickelt und erprobt, sondern auch die Deportationen aus Deutschland, Österreich und der besetzten Tschechoslowakei vorbereitet. Im Zusammenhang damit stand auch die Ernennung Heydrichs zum „Stellvertretenden Reichsprotektor für Böhmen und Mähren“ im September 1941.

Arbeit - Zwangsarbeit

Arbeitsbuch für Ausländer
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Arbeitsbuch für Ausländer
Notfalldienst als "Ehrensache der deutschen Ärzteschaft"? - Plakat in der Zeit 1933 - 1945 RAD
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Notfalldienst als "Ehrensache der deutschen Ärzteschaft"? - Plakat in der Zeit 1933 - 1945 RAD
"Arbeit adelt"
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"Arbeit adelt"
  • Wirtschaften und Krieg führen - wie war das damals? - Dazu Materialien aus einer Ausstellung im Jüdischen Museum BERLIN 28. September 2010 bis 30. Januar 2011 "Zwangsarbeit".
Welches Gesetz wurde 1935 wg. Arbeit verabschiedet?
§1 Reichsarbeitsdienstgesetz vom 26. Juni 1935:
„Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst am deutschen Volke. Alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind verpflichtet, ihrem Volke im Reichsarbeitsdienst zu dienen. Der Reichsarbeitsdienst soll die deutsche Jugend im Geiste des Nationalsozialismus zur Volksgemeinschaft und zur wahren Arbeitsauffassung, vor allem zur gebührenden Achtung der Handarbeit erziehen. Der Reichsarbeitsdienst ist zur Durchführung gemeinnütziger Arbeiten bestimmt.“
  • Eine Zigarette, das war für Philipp Fürchtegott Reemtsma "Papier, ein Gramm Tabak und viele Werbemillionen". Das mit der Werbung verstand der Hamburger Tabakunternehmer so gut wie kaum ein zweiter. Schon früh legte er in seine Schachteln Schecks für Sammelbilder - stets das, was gerade gut lief: Märchen, Olympische Spiele, in den dreißiger Jahren dann Porträts von Nazi-Größen. Die Nähe zu ihnen zahlte sich bald aus, Reemtsma verdankte Hitler und Co. einen großen Teil seines Rohstoffnachschubs. Die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer wurde nach ihrer Eroberung durch die Wehrmacht Ende 1941 zum wichtigen Revier für Reemtsma: Mehr als 28.000 Arbeiter, darunter viele Kinder, schufteten dort im Dienste der deutschen Tabakwirtschaft. Das Gros der Ernte bekam Reemtsma.

Links

  • Während des raschen Vormarsches der deutschen Truppen im Süden der Ukraine traten 1941 "Ereignisse ein, die uns aus unserer Faulheit des Tuns und des Denkens herausreißen und uns nie wieder zur Ruhe kommen lassen sollten". Mit diesen Worten leitet der Kriegschirurg und spätere Bestsellerautor Peter Bamm 1952 den Bericht über die Ermordung der jüdischen Bevölkerung Nikolajews ein.
  • Die Deutschen rund um Moskau. Die Deutschen in uralten russischen Städten wie Nowgorod, Pskow und Smolensk. Die Deutschen in den Vorstädten Leningrads. Die Deutschen in Tolstois Jasnaja Poljana. Die Deutschen in Orel, in Lgow, in Schtschigri, im Land Turgenjews, dem russischsten aller Landstriche.
Sie raubten, plünderten und mordeten. Wo sie sich zurückziehen mußten, brannten sie alles nieder und ließen die Zivilbevölkerung in der Eiseskälte ohne Dach über dem Kopf zurück. Ähnliches war Rußland außer zu den Zeiten des Tatarenüberfalls niemals widerfahren.
Der Haß gegen die Deutschen, gemischt mit einem Gefühl unendlichen Mitleids für das russische Volk, für das geschändete Land, führte zu einer gewaltigen Welle des Nationalbewußtseins, das die Literatur und Musik jener Monate deutlich widerspiegelt.
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