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- 27. Februar 1953 - Londoner Schuldenabkommen (auch: Abkommen über deutsche Auslandsschulden)nach langwierigen Verhandlungen und am 24. August 1953 ratifiziert. Bereits mit der Wertberechnung der ausstehenden Schuldsumme durch die Gläubigerstaaten wurde der Bundesrepublik eine günstige Verhandlungsposition geschaffen. Erlassen wurden alle seit 1934 aufgelaufenen Zins- und Zinseszinsforderungen, deren Wert sich auf mehr als 14 Milliarden DM belief. Die gesamten Vorkriegsschulden wurden von den Schuldnern mit 13,5 Milliarden DM veranschlagt.
- 06. März 1953 - Erster Staatsbesuch des Kanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 09. März 1953 - In Moskau wird der verstorbene Staatschef Josef Stalin an der Seite von Staatsgründer Lenin im Beisein von etwa 1,5 Millionen Menschen beigesetzt
- 18. März 1953 - Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen.
- 14. Mai 1953 - Das Zentralkomitee (ZK) der SED beschließt eine Erhöhung der Arbeitsnormen um zehn Prozent. Der daraus entstehende Unmut in der Arbeiterschaft bildet einen Keim für den Volksaufstand am 17. Juni.
- 29. Mai 1953 - Erstbesteigung des 8848 m hohen Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay
Briefmarke zur Erinnerung 50 Jahre 2003
- Der Schriftsteller Günter Grass verwies auf die Anfänge der am Ende viele Orte der DDR erfassenden Aufstände. Es sei um verschärfte Arbeitsnormen, um Lohn und um Preiserhöhungen gegangen, "erst dann kam die Forderung nach freien Wahlen, aber es war keine Revolution". Gegen die Bezeichnung als "Tag der Einheit" (im Westen) wäre nichts zu sagen gewesen, "denn eine der Forderungen war die nach gesamtdeutschen Wahlen". Grass selbst war Augenzeuge. Zusammen mit seiner ersten Frau Anna sah er von der sicheren Westseite der Sektorengrenze aus hinüber auf die Proteste am Potsdamer Platz: "Mich hat das sehr beeindruckt, vor allem diese Ohnmachtsgeste - das Werfen von Steinen gegen Panzer." Grass' Erlebnisse sind auch in seinem Buch "Mein Jahrhundert" dokumentiert.
- 03. Juli 1953 - Erstbesteigung des Nanga Parbat, den neunthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl
- SGG § 1
- Die Sozialgerichtsbarkeit wird durch unabhängige, von den Verwaltungsbehörden getrennte, besondere Verwaltungsgerichte ausgeübt. Sie kann nach Maßgabe des Fünften Abschnitts auch durch besondere Spruchkörper der Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgerichte ausgeübt werden.
- SGG § 2
- Als Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit werden in den Ländern Sozialgerichte und Landessozialgerichte, im Bund das Bundessozialgericht errichtet.
- SGG § 3
- Die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit werden mit Berufsrichtern und ehrenamtlichen Richtern besetzt.
Winston Spencer Churchill 1943 vor Downing Street Nr.10
- 10. Dezember 1953 - Lord Randolph Churchill hätte die Welt für verrückt erklärt, wenn er die feierliche Preisverleihung am 10. Dezember in Stockholm noch erlebt hätte. Sein Sohn, ein Nobelpreisträger? Ausgerechnet sein Sohn, der ihn jahrelang in die Verzweiflung getrieben hatte, weil er an einer britischen Eliteschule nach der anderen grandios scheiterte? Sein Sohn, den er zeitlebens für einen talentfreien Versager hielt, der es allerhöchstens beim Militär schaffen könnte? Doch 1953 gewann in Stockholm tatsächlich ein Mann den Nobelpreis für Literatur, der als Kind ein notorischer Sitzenbleiber war. Die Schulzeit beschrieb er als "finsteren Fleck" in seinem Leben, "eine Zeit voller Missbehagen, Zwang und trostloser Eintönigkeit". Bei Prüfungen gab er leere Blätter ab, auf die er nur seinen Namen kritzelte, der Jahrzehnte später weltberühmt sein sollte: Winston Spencer Churchill.
Zitate
- Ein für viele Rentner bemerkenswertes Urteil hat inzwischen das Sozialgericht Bayreuth gefällt. Dort hatte die Berufsgenossenschaft einem Rentenempfänger den Entzug der Rente angedroht, wenn er sich nicht operieren lasse. Das frühere Reichsversicherungsamt hatte zwischen zumutbarer und unzumutbarer Operationsduldungspflicht unterschieden. Dabei war freilich unbestritten, daß alte Leute vor dem Messer des Chirurgen regelmäßig große Angst haben.
- Das Sozialgericht Bayreuth ging mit seinem Spruch weiter. Es bemühte das Verfassungsrecht: Artikel 2 des Grundgesetzes garantiere die körperliche Unversehrtheit, der Rentner dürfe also nicht gezwungen werden, sich operieren zu lassen. Die Rente sei weiterhin zu zahlen. Unter den Versicherten und Versorgungsberechtigten hat sich derweil schon herumgesprochen, daß man jetzt, bei den neuen Gerichten und den neuen Richtern, günstiger gestellt sei als früher bei den Oberversicherungsämtern.
- 1953 wird das Dr. Karl-Sell-Ärzteseminar als "Gesellschaft der Ärzte für Manuelle Wirbelsäulen- und Extremitätentherapie" an der Sportschule für Versehrte in Isny gegründet. Sells Ziel: Die Chirotherapie in der streng wissenschaftlichen Medizin zu verankern.