1961

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Mauer und Brandenburger Tor
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Mauer und Brandenburger Tor
  • 11. April 1961 - Der Spiegel berichtet jetzt (2011) - 50 Jahre später - auf der Basis von bisher nicht freigegebenen "Unterlagen des BND", welche Panik bei der Bonner Regierung unter Adenauer ausbrach, als der verschwundene Schreibtischmörder plötzlich wieder auftauchte. Es sei möglich, so wird ein Staatssekretär zitiert, "dass belastendes Material gegen Bedienstete der Verwaltung des Bundes und der Länder bekannt werden wird". Belastendes Material gab es bis dahin nicht und wenn doch, war es leicht als "Ost-Propaganda" zu denunzieren. Das größte Problem stellte der Bedienstete Hans Globke dar. Der zum Staatssekretär im Kanzleramt avancierte Verwaltungsjurist hatte 1936 einen Kommentar zu den "Nürnberger Gesetzen" verfasst und war damit der sichtbare Beweis, dass in der jungen Bundesrepublik weiter die alten Kräfte regierten.
  • 12. April 1961 - Erster Mensch im Weltraum - Juri Alexejewitsch Gagarin
  • 21. Juni 1961 - FUNKTIONÄRE: Sold und Silber - Sorgfältig hüten die Spitzenfunktionäre der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ein Dokument, dessen Veröffentlichung eine Revolte unter den rund 6000 niedersächsischen Kassenärzten auslösen könnte: den 127 Seiten langen vertraulichen Prüfbericht des hannoverschen Sozialministeriums über die Geschäfts- und Rechnungsführung der KV.
  • 29. Juni 1961 - Der Diebstahl erfolgte am Abend in Kauls Zimmer im King David Hotel in Jerusalem. Vogels Begleiter war Frank Lynder, Reporter bei der "Bild"-Zeitung und nach Angaben des Auswärtigen Amtes während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes. Grund für den Diebstahl im Jahr 1961 im King David Hotel in Jerusalem: Adenauer fürchtete, während des Verfahrens gegen Adolf Eichmann könnten westdeutsche Politiker oder Beamte aufgrund ihrer Vergangenheit im "Dritten Reich" belastet werden und dass auf diese Weise das Ansehen der jungen Bundesrepublik leide. Der bestohlene DDR-Anwalt Friedrich Karl Kaul beobachtete nämlich im Auftrag Ost-Berlins das Verfahren und beschuldigte immer wieder öffentlich die Bundesregierung, Alt-Nazis zu decken.
August 1961 BERLIN
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August 1961 BERLIN
Sektorenaufteilung BERLIN
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Sektorenaufteilung BERLIN
  • 13. August 1961 - Mauerbau in BERLIN
  • 23. August 1961 - "Kammer-Spiele": Dazu Dr. Siegfried Häussler, Vorsitzender des Hartmannbundes, in dem rund 11 000 bundesdeutsche Ärzte vereint sind: "Wo bleibt die Relation zu den Kollegen in der Praxis?" Vergeblich versuchte die KBV, die Aufbesserung der Entschädigungen vor den Kassenärzten geheimzuhalten, die kraft Gesetzes der Kassenärztlichen Vereinigung angehören müssen und aus deren Beiträgen die Funktionäre bezahlt werden: Der Düsseldorfer Mediziner Brose informierte seine nordrheinischen Kollegen in einem Flugblatt darüber, "wie mit unserem Geld umgegangen wird". Dem "Herrn Kollegen Roos" sollte bei der Wahl der Delegierten für die nordrheinische Ärztekammer-Versammlung bewiesen werden, daß die Ärzte eine derartige Großzügigkeit nicht länger dulden werden.
  • 24. August 1961 - Günter Litfin, geboren am 19. Januar 1937 - erschossen am 24. August 1961 elf Tage nach Abriegelung der Grenze, versucht Günter Litfin in der Nähe der Charité durch den Osthafen nach West-Berlin zu schwimmen. Dabei wird er von Angehörigen der Transportpolizei entdeckt und beschossen. Günter Litfin ist der erste Flüchtling, der an der Grenze durch Schüsse getötet wird.
  • 06. September 1961 - Als Eu-Med-Fabrikant Klaus Pflüger, der sein Präparat in Berlin-Halensee herstellt, vom Versand der "diskriminierenden" Tabletten-Tabellen erfuhr, verklagte er die AOK, "vertreten durch ihren Vorstand", dem Fritz Melke, Funktionär der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), präsidiert. In einem Monsterprozeß, für den 127 Ärzte als Zeugen benannt wurden, muß das Landgericht Berlin nunmehr darüber befinden, ob die Allgemeine Ortskrankenkasse des ÖTV-Meike ihr Ziel, eine allgemeine Arzneikostensenkung, mit ungesetzlichen Mitteln zu erreichen versuchte. Laut Klageschrift hat die Ortskrankenkasse ihre Machtstellung mißbraucht, um die "Ausschaltung des Eu-Med aus der kassenarztlichen Praxis" zu erzwingen. Die AOK habe damit vor allem gegen die einschlägigen Paragraphen der Reichsversicherungsordnung (RVO) verstoßen, die das freie ärztliche Verordnungsrecht garantierten.
  • 11. September 1961 - Dr. Hans-Wolf Muschallik aus Köln hieß der alte und der neue 1. Vorstands-Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein nach einer außerordentlichen Vertreterversammlung am 11. November 1961 in Köln. Muschallik kündigte im September seinen Rücktritt an und setzte damit die KV unter Druck, ihm bei der Umsetzung seiner honorarpolitischen Linie für mehr Transparenz und einer Organisationsreform der KV Nordrhein zu folgen. Auch reagierte er auf „Flüsterpropaganda“ aus Teilen der Kassenärzteschaft, Muschallik wolle für sein Ehrenamt mehr Geld. Die Vertreterversammlung folgte dem Vorschlag, die Entschädigungen für die Ausübung von Ehrenämtern in eine Aufwands- und eine Praxisausfall-Entschädigung aufzugliedern und damit transparenter zu gestalten. Nachdem die Delegierten entsprechende Anträge annahmen, stellte sich Muschallik als einziger Kandidat zur Wiederwahl. 63 Prozent der Delegierten stimmten für ihn.
  • 26. September 1961 - Heute trat in West-Berlin ein entsprechendes Kammergesetz in Kraft. Und es dauerte danach noch ein weiteres Jahr bis die Ärztekammer Berlin sich gegründet hatte und mit der Arbeit beginnen konnte. Facharztanerkennungen erfolgten deshalb bis 1962 durch Amtshilfe der Ärztekammer Hamburg. Am 12. Dezember 1962 wurde die erste Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin gewählt. Und am 7. Februar 1963 fand schließlich die konstituierende Sitzung mit den Vorstandswahlen statt. Damit ging die Ärztekammer Berlin als letzte Landesärztekammer der jungen Bundesrepublik an den Start.


Links

  • „antifaschistischer Schutzwall“ Teil der innerdeutschen Grenze und trennte vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 West-Berlin vom Ostteil der Stadt und dem sie umgebenden Gebiet der DDR. Sie war eines der bekanntesten Symbole für den Kalten Krieg und die Teilung Deutschlands.
  • Weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen brachte 1961 der BAT (Bundesangestelltentarif), den der Marburger Bund maßgeblich mitgestaltet hatte. Erstmals gab es nun eine tariflich festgelegte Arbeitszeit für Ärzte von 48 Stunden; bis 1956 waren noch 60 Wochenarbeitsstunden gefordert worden; Überstunden und zusätzliche Dienste mußten oft unbezahlt geleistet werden. Seither aber gibt es eine bis heute in der Struktur unveränderte Regelung für die Abgeltung von Überstunden, Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaften. Sie wurde in den 80er Jahren durch weitere Tarifverträge und ab 1996 durch das Arbeitszeitgesetz ausgebaut – im Sinne des Gesundheitsschutzes für den Arzt und vor allem, um Patienten vor einer möglichen Fehlbehandlung durch zu stark beanspruchte, unausgeruhte Ärzte zu bewahren.
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