1978

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Produktion des Käfers in Deutschland 1978 in Emden beendet!
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Produktion des Käfers in Deutschland 1978 in Emden beendet!
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  • 19. Januar 1978 - Die letzte Käfer-Limousine aus europäischer Fertigung lief heute in Emden vom Band, Farbe Dakotabeige mit der Fahrgestellnummer 1.182.034.030. Die für den deutschen Markt bestimmten Käfer kamen fortan aus Mexiko. Sie wurden in der altbewährten, aber besser ausgestatteten Version 1200 L (Luxus) mit 25 kW angeboten, die unter anderem wieder mehr Chromschmuck zierte. Die Mexiko-Käfer wiesen gegenüber dem letzten deutschen Modell nur einige kleine Unterschiede wie eine kleinere Heckscheibe und das Fehlen einer Innentasche in der Fahrertür auf.[24] Das letzte von 330.281 gebauten Käfer-Cabrios lief bei Karmann in Osnabrück am 10. Januar 1980 vom Band. Es war lange Zeit das erfolgreichste Cabrio aller Zeiten und wurde 1979 vom Golf-Cabrio abgelöst.
Bis 1985 gab es einige Käfer-Sondermodelle in limitierter Zahl. Die letzte offizielle Lieferung von Käfern aus Mexiko für Deutschland traf am 12. August 1985 in Emden ein. Danach endete der Verkauf des Käfers in Europa durch die Volkswagen AG, einige freie Importeure boten in den folgenden Jahren die Käfer aus Mexiko in Deutschland an.
  • 07. März 1978 - AFFÄREN: Angemessener Anteil - Ärzteführer Hans Joachim Sewering ist wieder in Bedrängnis. Ein 39-Seiten-Geheimpapier führt im einzelnen auf, wie der geschäftstüchtige Bundesärztekammer-Präsident seine Pflichten als Kassenarzt verletzt hat. Wieder einmal soll alles "völlig falsch", "glatte Lüge" sein, gemeine "Diffamierung" gar, erfunden von bösen "Linken", allein zum Zweck, "einen Vernichtungskampf gegen Professor Sewering zu führen" und "die Ärzteschaft führungslos zu machen". Doch mit solchen Donnerworten der ärztlichen Standesführung ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen, wie eigenwillig der erste Arzt im Staat seit Jahren Recht und Gesetz ausdeutet, um zu Lasten der Beitragszahler der Krankenkassen Quartal für Quartal Hunderttausende einzuheimsen.
  • 22. Mai 1978 - Der SPIEGEL dokumentiert im Artikel „Saubere Weste“ den beruflichen Werdegang des damaligen Bundesärztekammer-Präsidenten Hans J. Sewering. Die Autoren berichten, daß Sewering in die Kinder-„Euthanasie“ im Kinderheim Eglfing-Haar bei München verstrickt war. Am 26.1.1981 kann der SPIEGEL in „Befreiende Tat“ vermelden:
„Vier Jahre lang amtierte als Präsident dieser Bundesärztekammer der ehemalige Parteigenosse (Mitgliedsnummer 1 858 805) und Reiter-SS-Mann Hans Joachim Sewering. Erst 1978, als der SPIEGEL (21/1978) ihm die Verstrickung in nationalsozialistische Kinder-Euthanasie nachwies, gab er dieses Amt auf. Sewering wirkt seitdem als Präsident der Bayerischen Landesärztekammer.“
  • Der 81. Deutsche Ärztetag 1978 Thema "Öffentlichkeitsarbeit" . Eine Phalanx von Öffentlichkeitsarbeitsexperten trat an. Doch das Unternehmen stand unter keinem guten Stern. Denn just bei diesem Ärztetag wurde der Präsident der Bundesärztekammer, Hans Joachim Sewering, zum Rücktritt gezwungen, Folge nicht zuletzt von anhaltenden Angriffen auf seine Person in der Presse. Öffentlichkeits- und Pressearbeit sind, wie das Beispiel schlagend zeigt, eben nicht so einfach planbar. Plan- und organisierbar sind die Strukturen, seltener die Themen. Die werden allzu oft von außen vorgegeben. Doch manchmal gelingt es, durch eigene (Presse-)Aktivität selbst ein Thema öffentlich zu besetzen.


Zitate

  • Ab Ende der 70er Jahre zeigte die Berichterstattung über die NS-Ärzte in SPIEGEL und ZEIT direkte Medienwirkungen: Gerichte nahmen Ermittlungen auf, Ärzte wurden ihres Postens enthoben. Ob es davor keine dieser direkten Auswirkungen der Artikel gab, oder ob dies die Medien einfach nicht dokumentierten, bleibt unklar. Ab 1980 gibt es aber auch vereinzelt Medienschelte. Die Autoren kritisieren besonders das Schweigen in der Nachkriegszeit, die selektive Berichterstattung über das reißerische Thema „Massenmörder“ und die unbedachte Auswahl von belasteten Gesundheitsexperten. Indirekt schelten die Journalisten so die Berichterstattung ihrer Vorgänger.
Aus:
SADISTISCHE EINZELTÄTER ODER KOLLEKTIVSCHULD EINES GANZEN STANDES?
5O JAHRE BERICHTERSTATTUNG ÜBER NS-VERBRECHEN VON ÄRZTEN IN SPIEGEL UND ZEIT - Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines Diplom-Journalisten (Dipl.-Journ.)Eingereicht von Arnd Schweitzer, Hannover, den 15. August 1997
  • 1978 wurde mit dem Bayernvertrag die Honorarpolitik für die bayerischen Vertragsärzte auf eine völlig neue Basis gestellt. „Soviel ambulant wie möglich, sowenig stationär wie nötig“ hieß die neue Parole. Dieses Ziel wurde später auch als Maxime auf bundespolitischer Ebene übernommen.
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