1979

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SPIEGEL-Titel 1979
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SPIEGEL-Titel 1979
  • 19. Januar 1979 - Aufgrund der Hinweise des in den Westen übergelaufenen DDR-Geheimdienstleutnants Werner Stiller werden in der Bundesrepublik fünf mutmaßliche DDR-Spione festgenommen. Bis zum Monatsende gelingt es der Spionageabwehr, insgesamt 14 Spione zu enttarnen.
  • 22. Januar 1979 - Die Dritten Programme des Deutschen Fernsehens ARD beginnen mit der Ausstrahlung der vierteiligen US-Fernsehserie "Holocaust" über die Verfolgung und den Mord an den Juden in der NS-Zeit. Die Reihe löst bundesweit Betroffenheit und eine neue Debatte über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus.
  • 17. März 1979 - In Frankfurt/Main beginnt ein zweitägiges Treffen von Parteien, Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen, bei dem die politische Vereinigung Die Grünen gegründet wird.
  • 1. April 1979 - Ayatollah Khomeini ruft die Islamische Republik Iran aus.
  • 3. Juli 1979 - Franz Josef Strauß wird Kanzlerkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 1980. Er setzt sich in einer Fraktionsabstimmung gegen Ernst Albrecht mit 135 zu 102 Stimmen durch
Der Bundestag hebt die Verjährungsfrist für Mord auf, so dass auch neu entdeckte NS-Verbrechen verfolgt werden können.
  • 13. August 1979 - Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden
  • 16. September 1979 - Zwei Familien gelingt in einem selbstgebastelten Heißluftballon die Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik. Die abenteuerliche Fahrt der beiden Familien sorgt weltweit für Schlagzeilen.
  • 11. Oktober 1979 - Anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung der DDR gewährt die DDR-Regierung dem Regimekritiker Rudolf Bahro Amnestie. Am 17. Oktober reist Bahro in die Bundesrepublik aus.
  • 12. Dezember 1979 - Der Doppelbeschluss der NATO besteht aus zwei Teilen:
Er bietet dem Warschauer Pakt Verhandlungen über eine beidseitige Begrenzung sowjetischer und US-amerikanischer atomarer Mittelstreckenraketen an. Dabei wurden die französischen und ein Teil der britischen Atomraketen aus dem Verhandlungsangebot ausgeschlossen.
Für den Fall, dass die Verhandlungen zu keiner Einigung führen würden, kündigt er die Aufstellung einer neuen Generation US-amerikanischer Raketen und Marschflugkörper − der Pershing II und BGM-109 Tomahawk − in Westeuropa an.
  • 25. Dezember 1979 - In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 1979 landeten die ersten Teile der für den Einsatz gebildeten sowjetischen 40. Armee in Kabul. 7.000 Elitesoldaten der 103. 'Witebsker' Luftlandedivision besetzten neben dem Flughafen auch zentrale Punkte in der Hauptstadt. Am 27. Dezember 1979 marschierten sowjetische Truppen der 5. und 108. Motorisierten Schützendivision über die Landesgrenze in Afghanistan ein. Mit der Operation Storm-333 erreichten Teile einer insgesamt 650 Mann starken Sondereinheit des KGB (darunter auch Speznas) am 27. Dezember 1979 den Regierungspalast. Der afghanische Ministerpräsident Hafizullah Amin wurde von Soldaten in afghanischen Uniformen getötet. Die Regierungsgeschäfte übernahm Babrak Karmal, der versuchte, einerseits den Bürgerkrieg zu deeskalieren und andererseits die Anbindung an die Sowjetunion, unter anderem durch ein Abkommen über eine Truppenstationierung, zu stärken.
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