1982

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Nachfolger Helmut Schmidt * 23. Dezember 1918 in Hamburg
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Nachfolger Helmut Schmidt * 23. Dezember 1918 in Hamburg
Dr. Helmut Kohl
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Dr. Helmut Kohl
  • 03. Februar 1982 - Bundeskanzler Helmut Schmidt stellt die Vertrauensfrage gemäß Artikel 68 GG. Sie findet am 5. Februar mit 269 gegen 224 Stimmen die Zustimmung des Bundestages.
  • 16. April 1982 - Das erste deutsche Retortenbaby wird in Erlangen geboren
  • 11. Juni 1982 - Der amerikanische Präsident Ronald Reagan besucht Berlin.
  • 09. September 1982 - Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) stellt in einem Schreiben an Bundeskanzler Helmut Schmidt ein Konzept zur Überwindung von Wachstumsschwäche und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf, das mit SPD-Positionen unvereinbar ist.
  • 17. September 1982 - Bruch der sozial-liberalen Koalition
  • 01. Oktober 1982 - Helmut Kohl (CDU) wird nach einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) zum neuen Regierungschef gewählt. Er erhält 256 von 279 möglichen Stimmen der neuen Koalition – sieben mehr als für seine Wahl erforderlich. Dieses Datum wird später als eigentlicher Tag der Wende betrachtet.
  • 17. Dezember 1982 - Helmut Kohl will die Wende möglichst bald vom Wähler bestätigen lassen. Um Neuwahlen zu erzwingen, stellt er im Bundestag die Vertrauensfrage. Durch Stimmenthaltung der meisten Abgeordneten der Regierungskoalition wird ein negatives Ergebnis erzielt.


Anmerkungen

  • Wendepapier wurde später das Schreiben von Otto Graf Lambsdorff vom 9. September genannt. Als Wendekanzler wurde Helmut Kohl bezeichnet – vorwiegend ironisch von seinen politischen Gegnern, als die versprochene „geistig-moralische Wende“ ausblieb, bzw. Formen wie die der Parteispendenaffären u. ä. annahm.


Zitate

Ihr erstes Opfer war denn auch die geistig-moralische Wende: Sie fand nicht statt. Im Gegenteil: In den achtziger Jahren entwickelte sich das, was wir heute als political correctness kennen - der Kanon einer im Zweifel linksliberal geprägten Konsensgesellschaft, die peinlich darauf achtet, dass möglichst niemand benachteiligt wird, sich benachteiligt fühlt oder auch nur glaubt, sich benachteiligt fühlen zu müssen. Das aktuelle Antidiskriminierungsgesetz ist eine logische Folge dieser Zeit, in der die Revolution zwar offiziell ad acta gelegt wurde, die Emanzipation aber erst ihren wahren Siegeszug antrat. Die Gleichstellungsbeauftragte tauchte bereits am Horizont auf.
Epoche des Privatfernsehens beginnt
Es war das letzte Jahrzehnt der sogenannten BRD, der guten alten westdeutschen Bundesrepublik. Außer dem Schriftsteller Martin Walser glaubte fast niemand mehr an jene ominöse "deutsche Wiedervereinigung", für die doch im Grundgesetz immer noch ein schönes warmes Plätzchen freigehalten wurde. Aber es blieb eine Leerstelle, über die eigentlich kein Mensch mehr reden wollte. Man fuhr schon damals lieber nach Mailand als nach Leipzig. Im Übrigen hatte man ganz andere Probleme: Waldsterben und Ozonloch, Algenpest und Robbensterben. Mit RTL und Sat.1 begann die Epoche des Privatfernsehens.
aus: Die Achtziger unter Kohl - Birne im Freizeitpark
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