1986
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- 25. Februar 1986 - Generalsekretär Michail Gorbatschow fordert auf dem 27. Parteitag der KPdSU „Glasnost“ und zielt auf mehr Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit im Lande ab.
- 17. März 1986 - Heinz Nixdorf erliegt den Folgen eines Herzinfarktes auf der Computermesse CeBIT in Hannover.
- 26. April 1986 - Reaktorkatastrophe in Tschornobyl (Tschernobyl)
- Oktober 1986 - In einem Interview mit der amerikanischen "Newsweek" sagte Kohl im Oktober 1986 laut Tonbandmitschnitt über den damaligen KPdSU-Generalsekretär Gorbatschow: "Das ist ein moderner kommunistischer Führer, der war nie in Kalifornien, nie in Hollywood, aber der versteht etwas von PR. Der Goebbels verstand auch etwas von PR. Man muss doch die Dinge auf den Punkt bringen." Eine Entschuldigung lehnte Kohl ab, erst 1989 versöhnten sich die beiden.
- 1986 - Gerade was die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin als Zulassungsvoraussetzung für die kassenärztliche Tätigkeit angeht, ist die Kassenärzteschaft jedoch ein „gebranntes Kind". Ich muß in diesem Zusammenhang an den großen Vertrauensvorschuß erinnern, den unter Führung meines verstorbenen Amtsvorgängers, Professor Dr. Siegfried Häußler, die Kassenärzte 1986 dem damals zuständigen Minister Dr. Norbert Blüm geleistet haben. Zwischen Professor Häußler und dem Bundesarbeitsminister gab es damals eine politische Absprache. Auf seiten der Kassenärzteschaft war man zu einem Honorarstillhalteabkommen bereit, um eine Neustrukturierung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes zu ermöglichen. Der Minister versprach dagegen, die Qualifikation des Kassenarztes auf der Grundlage einer abgeschlossenen Weiterbildung sicherzustellen. Diese Zusage ist bis heute nicht eingelöst worden.
- Dr. Ulrich Oesingmann: Der einseitigen Politik des Kaputtsparens kündigen wir die Gefolgschaft (Deutsches Ärzteblatt 9. Mai1991)
- Bei der EBM-Reform stimmten wir trotzdem einer auf zwei Jahre befristeten Pauschalierung der Gesamtvergütung zu, um gemeinsam mit den Kassen die von beiden Seiten für notwendig erachtete grundlegende Überarbeitung der ärztlichen Gebührenordnungen mit verteiltem Risiko vorzunehmen. Für beide Seiten stand aber unumstößlich fest:
- Danach kehren wir zur Einzelleistungsvergütung zurück — ein Versprechen, das die Kassen in der Zwischenzeit mehrfach bekräftigt, aber nicht eingelöst haben. Die Deckelung der Gesamtvergütung besteht trotz der Zusagen bis heute, also nunmehr fast über fünf Jahre, fort, ohne daß in den zwischenzeitlichen Empfehlungsvereinbarungen mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen deutliche Fortschritte erreicht werden konnten. Diesen Zustand kann die Kassenärzteschaft nicht länger hinnehmen.
- Er führt dazu, daß der Kassenarzt Leistungen erbringt, ohne zu wissen, was er dafür bekommen wird. Der sinkende Punktwert hat dazu geführt, daß der Kassenarzt notwendige Investitionen nicht mehr vorzunehmen wagt, weil die Gefahr besteht, daß er trotz mehr Arbeit weniger verdient.
Zitate
- Die Nachfolge von Nixdorf trat noch im April 1986 Klaus Luft an, der im ersten Jahr nach dem Tod von Nixdorf nochmals Rekorde vermelden konnte. Der Umsatz stieg auf über 5 Milliarden D-Mark und das Unternehmen beschäftigte über 30.000 Mitarbeiter weltweit. Jedoch konnte die NCAG dem grundlegenden Wandel in der Computer- und Elektronikbranche nicht folgen. Wichtige Markttrends wie der Siegeszug der Personal Computer wurden verpasst und ein rascher Preisverfall kennzeichnete den mittlerweile hart umkämpften Massenmarkt der Mittleren Datentechnik. Darüber hinaus geriet das Unternehmen durch den plötzlichen Tod Nixdorfs in eine Nachfolgekrise. Seitens des Managements wurde massiv investiert, obwohl auf der Einnahmenseite keine entsprechenden Mittel vorhanden waren. Ende des Jahres 1989 musste der Vorstandsvorsitzende Klaus Luft auf Druck des Aufsichtsrat nach dreieinhalb Jahren seine Position mit sofortiger Wirkung räumen. Die Eigentümer waren aufgrund der riesigen Verluste im operativen Geschäft gezwungen das Unternehmen zu veräußern.
Ohne Datum
- Auf Vorschlag der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss die Bezirksvertretung des Kölner Stadtteils Lindenthal 1986 einstimmig die Umbenennung der dortigen Haedenkampstraße, Sitz der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, in Herbert-Lewin-Straße.
