Andreas Hellmann

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Dr. med. Andreas Hellmann geb. 18. 4. 1952 - Facharzt mit den Bezeichnungen Internist, Lungen- und Bronchialheilkinde, Allergologie, Sportmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin ist zudem ein ärztlicher Standesfunktionär.

Andreas Hellmann
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Andreas Hellmann

Während seines Studiums der Humanmedizin 1971 bis 1978 an der Julius Maximilian Universität in Würzburg widmete sich Dr. Hellmann dem Schwimmen - Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1972 in München. Er ist Mitglied in zahlreichen umweltmedizinischen Organisationen und Träger des Umweltschutzpreises des BUND. Dr. Hellmann ist Ehrenvorsitzender des Berufsverbandes der Pneumologen in Bayern. Er ist Mitglied im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Seit dem 1. Dezember 2006 ist er Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Er ist Nachfolger des Anfang Oktober 2006 verstorbenen Heinz-Michael Mörlein.

Exemplarisch Stationen aus seinem Lebenslauf nach der Homepage der Gemeinschaftspraxis:

  1. 1971 bis 1990 mehrfacher deutscher Meister im Schwimmen
  2. 1978/1979 Militärdienst als Stabsarzt der Sportkompanie Sonthofen
  3. 1980 bis 1984 Weiterbildung Pneumologie am Zentralkrankenhaus Gauting,Prof. Herbert Blaha
  4. 1984 Facharzt für Lungenheilkunde
  5. 1985 Weiterbildung innere Medizin, Zentralklinikum Augsburg, 1. Medizinische Klinik, Prof. Bolte
  6. 1985 Facharzt für innere Medizin, Teilgebiet Lungen und Bronchialheilkunde
  7. 1983 Zusatzbezeichnung Sportmedizin
  8. 1984 Zusatzbezeichnung Allergologie und Sozialmedizin
  9. 1993 Zusatzbezeichnung Umweltmedizin
  10. Seit 1986 niedergelassen zusammen mit Herrn Dr. Klaus Hellmann und Frau Dr. Helga Rottach
  • Vorsitzender der kassenärztlichen Vereinigung Bayern, Bezirksstelle Schwaben seit 1.1.2001
  • Mitglied des Vorstands der kassenärztlichen Vereinigung Bayern
  • Delegierter der Vertreterversammlung der kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • Vorsitzender des Umweltausschusses des ÄKV Augsburg seit 1990
  • Vorsitzender der Kommission Umwelt und Gesundheit der bayerischen LÄK und KVB seit 1995 bis 1999.
  • Mitglied des Umweltausschusses der Bundesärztekammer seit 1995
  • Fachberater Umweltmedizin der bayerischen Landesärztekammer
  • Vorsitzender des Berufsverbandes der Pneumologen in Bayern bis 2001
  • Vorsitzender des Bundesverbandes der Pneumologen in Deutschland
  • Vorsitzender des Umweltausschusses des Bundesverbandes der Pneumologen
  • Vorsitzender der Honorarkommission des BDP
  • Stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände Bayern
  • Leiter des Bayerischen Ausbildungsweges Umweltmedizin „Baum“ seit 1993
  • Sprecher der AG Umwelt und Gesundheit Augsburger Ärzte
  • Sprecher der Bürgerinitiative Stadtjäger-Nibelungenviertel
  • Preisträger des alternativen Umweltschutzpreises des BUND
  • Mitglied der Kommission Umwelt und Gesundheit des bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen
  • Vorstandsmitglied der deutschen Gesellschaft für Pneumologie
  • Sprecher Pneumologie im Berufsverband der Internisten Deutschlands



Zitate

  • Im Gegensatz zu den Hausärzten lehnen die Fachärzte ein pauschaliertes Honorarsystem ab. "Fachärzte wollen ihre Leistungen gegenüber Patienten, Kassen und der Politik nachvollziehbar erbringen. Und Fachärzte wollen nach Qualität bezahlt werden", erläuterte Dr. Andreas Hellmann vom Vorstand des DFV und Bundesvorsitzender der Pneumologen. Ein pauschaliertes Vergütungssystem könne das nicht leisten.
  • Hellmann sieht Arbeiten am EBM nicht gefährdet - Die Handlungsfähigkeit der KBV ist auch nach der Abwahl des Vorstandsmitglieds Ulrich Weigeldt sichergestellt. Davon zeigte sich der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Dr. Andreas Hellmann, überzeugt. "Zu Verzögerungen im operativen Geschäft wird es nicht kommen. Auch die Arbeiten zur Honorarreform laufen auf Hochtouren weiter".
  • Kommentar des Vorsitzenden der Vertreterversammlung: Aus dem Korb auf Augenhöhe - Liebstes Argument der Korbflechter ist, nach dem Ausstieg auf Augenhöhe mit den Krankenkassen verhandeln zu können. Diese Vorstellung scheint eine gewisse Attraktivität zu entfalten, ähnlich fernöstlichen Harakiri Ritualen. Ich stelle mir vor, wie eine Gruppe, abgeschnitten vom Finanzzustrom der monatlichen Abschlagszahlungen, ohne den Hauch einer Streikkasse, in Diskussionsgefechten mit ihren Patienten gefangen, geführt von ehrenamtlichen, idealistischen Präsidenten und Vorständen, unter dem Druck ihrer Hausbank darauf wartet, dass die Kassen mit einem besseren Angebot als bisher auf die Aussteiger zukommen. Ich stelle mir vor, wie die Kassen Einzelne mit Verträgen anfüttern, wie sie nur warten müssen, bis die ersten zusammenbrechen, wie die Krankenhäuser sich Anteile der Versorgung schnappen, wie überlappende Fachgruppen sich lukrative Leistungsteile herausschneiden und wie sich die Diskussion über Notwendigkeit und Überfluss von Leistungen ausweitet. Und dies, um dann zum Schluss mit den Kassen einen Selektivvertrag abzuschließen, der dann die Auseinzelung wahrmacht, die wir beim GMG 2003 gerade noch verhindern konnten. Augenhöhe stelle sich mir dann so dar: King Kong Spitzenverband hält in seiner Pranke den kleinen zappelnden Korbflechter so vor seine Nase, dass beide auf Augenhöhe verhandeln können. Ich wünsche gegebenenfalls einen schönen Urlaub. Ihr Dr. Andreas Hellmann (Sommer 2007, von der KV in Bayern verbreitet)
  • In Ihrer Rede bei der VV haben Sie von einem offenen, partizipativen und effektiven Vorschlag gesprochen. Was bedeuten diese Attribute? Hellmann: Wir wollen Transparenz für alle Vertragsärzte herstellen, ihnen zeigen, was wir hier tun, um die Abkoppelung der Institutionen von unseren Mitgliedern zu verhindern. Unter „offen“ verstehe ich auch, dass Vorschläge von der Basis relativ schnell in die Entscheidungsgremien gelangen. Das halte ich für ganz wichtig. „Partizipativ“ heißt, dass sich alle vertreten fühlen, damit niemand sagen kann: „Da bin ich nicht drin vertreten, darauf habe ich keinen Einfluss.“ „Effektiv“ bedeutet, dass wir nicht ausufern dürfen, was die personellen Anforderungen und die Sitzungsstrukturen angeht. Wir müssen Ergebnisse bringen und nicht Sitzungszeit.
  • Trotzdem mischt sich die legislative Regelungswut so detailliert in die Angelegenheiten der vertragsärztlichen Vergütung ein, dass so gut wie kein Handlungsspielraum für die Selbstverwaltung mehr bleibt. Der Kostendruck kann also das Argument nicht sein! Ein Grund ist, dass bald jeder Berufsverband über den Umweg der Politik versucht, seine Interessen durchzusetzen, und die Politik nimmt dieses Angebot zur Zerschlagung einer homogenen ärztlichen Vertretung gerne auf. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem wir uns als KV tatsächlich fragen müssen, ob wir noch genügend Gemeinsamkeiten haben, ob wir noch genügend gleiche Ziele haben, ob unsere Vorstellungen von Versorgung noch übereinstimmen, ob unsere Visionen von Qualität noch kompatibel sind, um in einer gemeinsamen Körperschaft zu arbeiten. Vielleicht sollte man Reisende nicht aufhalten. (aus seiner Rede beim Deutschen Ärztetag in Münster 2007)
  • Hellmann: 100Euro Mitgliedsbeitrag zusätzlich für neuen Facharztverband - Wohlgesonnene Politiker müssten einen Ansprechpartner finden, und man müsse verhindern, „dass jeder Berufsverband ins BMGS pilgert und über die anderen herfällt“
  • Mit dem neuen EBM habe die KBV das Fundament für eine bessere Vergütung gelegt. Und eine Aufstockung der Vergütung sei überfällig: „Schon jetzt liegen die Ausgaben für die ambulante Versorgung in Deutschland auf einem der letzten Plätze innerhalb der OECD-Staaten, nur Polen ist noch billiger“, betonte Hellmann. „Trotzdem versuchen die Kassen durch die Ausschreibung in Baden-Württemberg, uns weiter in den Budgets und in der Verantwortung der Morbidität zu belassen.“ (Rede in der VV der KBV Dezember 2007)
  • Ärzte werden nebenher Taxi fahren und froh sein, ihre erfolgreichen Kollegen fahren zu dürfen - Der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Hellmann, warnt vor einer Zersplitterung der Ärzteschaft durch Selektivverträge: „Solange es der Politik nicht gelingt, die steigenden Ansprüche der Patientinnen und Patienten mit einem Finanzierungskonzept in Übereinstimmung zu bekommen, solange wird es keinem Verband und keiner Managementgesellschaft gelingen, die eklatante Unterfinanzierung der ambulanten Versorgung zu beenden und damit eine hinreichende Vergütung zu erreichen“, sagte er auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin. (Dezember 2007)
  • An der Schwierigkeit, die Verbesserung der Vergütung im Jahr 2009 als Erfolg zu verkaufen, erkennt man die offenbar unüberbrückbare Distanz zwischen der Ebene der Gesamtvergütung und dem Honorarerleben des Einzelnen. Das führt zu gegenläufigen Wahrnehmungen. In der Kassenärztlichen Vereinigung bekommen die Ärzte insgesamt mehr Geld, die Wahrnehmung ist aber ein Honorarabsturz, im Selektivvertrag bekommen die Ärzte weniger Geld, das Erleben ist aber eine Honorarverbesserung. (Rede bei der VV der KBV in Mainz 18.5.2009 Rheingoldhalle]
  • Angebliche Missstände anzuprangern, von denen man selbst nicht frei ist, sich als Aufklärer zu stilisieren und anderen Verschleierung vorwerfen, ohne Ahnung zu haben, was tatsächlich gelaufen ist, Intransparenz zu rufen, wo man selbst nicht willens ist, sich Informationen zu beschaffen, die jeder bekommen kann - alles das ist Populismus pur.
Wir laden Sie ein, kommen Sie in die GFB-Bayern Sitzungen. Sie können mit Ihrem Verband auch Mitglied in der GFB Bayern werden. Dann erfahren Sie alle wichtigen Einzelheiten durch kontinuierliche Information aus der KVB, KBV, dem gBA, den Ausschüssen und Kommissionen und aus den Berufsverbänden. Dabei wesentlich detaillierter und ausführlicher, als dies in einer Vertreterversammlung möglich ist. Sie bekommen Hintergrundinformationen und Stellungnahmen – und Sie dürfen trotzdem weiter Ihre eigene Meinung vertreten, aber dann auf dem Boden von Tatsachen und sich anderen fachärztlichen Meinungen stellen. Das ist aber wesentlich anspruchsvoller, als im Internet Beiträge und Kommentare mit Unterstellungen und Falschbehauptungen zu posten. (Offener Brief an Frau Dr. Ilka Enger, Vorsitzende des BFAV, 26.10.2010 zu deren INFO-Fax)
  • Doch daran hapert es bereits am ersten Tag. Immer wieder unterbrechen Buhrufe die Veranstaltung, da die Delegierten des Hausärzteverbandes mit den Befürwortern von Enger und Schmelz alle Anträge auf eine Befragung der Kandidaten niederschmettern. Der Augsburger Lungenfacharzt Andreas Hellmann nutzt dann allerdings seine Bewerbungsrede als Gegenkandidat von Schmelz dazu, um doch noch die Frage zu stellen, die der Hausärzteverband als stärkste Fraktion zu unterbinden versucht hatte: Ihr Spitzenkandidat Wolfgang Krombholz war vor etlichen Jahren wegen fehlerhafter Abrechnungen von der KVB mit einer Geldbuße belegt worden. In diese alte Wunde sticht Hellmann hinein. ( Wolfgang Hoppenthaller: Der heimliche Sieger - SZ:24.1.2011)
  • Andreas Hellmann bedankt sich beim KBV-Vorstand für die geleistete Arbeit und zieht ein kritisches Fazit (11.März 2011 in BERLIN). Einige Ziele seien erreicht worden. Manche – zum Teil vielleicht zu hohe Erwartungen – seien enttäuscht worden. Es gelte nun die Frage zu klären, wie sich die Körperschaften in Zukunft positionieren werden. Eine Körperschaft sei inzwischen „von einer Protestbewegung übernommen“ worden, spielte er auf Bayern an. Diese Bewegung sei zwar offenbar von der Basis getragen. Eine KV könne „aber keine reine Interessensvertretung sein“, gab Hellmann zu bedenken. Sie verantworte die gesamte ambulante Versorgung und erst in dieser Aufgabe komme dann die Interessenvertretung. „Die KV ist nicht autonom handlungsfähig sondern an Kompromissfähigkeit gebunden“, verwies Hellmann auf Gesprächspartner wie Krankenkassen und Politk. (js vom änd im Nachrichtenticker)

Quellen

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