Andreas Köhler

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Dr. med. Andreas Köhler
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Dr. med. Andreas Köhler
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Dr. med. Andreas Köhler

Dr. Andreas Köhler * 20. 11. 1960 in Hambrücken/Baden, Arzt, Betriebswirt und ärztlicher Standesfunktionär an der Spitze der Körperschaft KBV seit 2005 als Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Inhaltsverzeichnis

Vita

19811987 Studium der Humanmedizin über die Bundeswehr als Sanitätsoffizier (s.link)

1987 – 1989 Chirurgische Weiterbildung bei der Bundeswehr, damit kein Facharztabschluß

19891994 Studium der Betriebswirtschaft

1993 - 1994 Geschäftsführer einer Klinik/eines Hotels

19951997 Tätigkeit als Referent bei der KBV

1998 Referent für Grundsatzfragen der KV Südwürttemberg für 6 Monate

06.1998 – 2002 Leiter des Dezernates "Gebührenordnung und Vergütung" der KBV

19992003 Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der KBV

2004 Hauptgeschäftsführer der KBV

seit 01.2005 Vorstandsvorsitzender der KBV

2011 - 11. März - Wiederwahl für eine zweite Amtsperiode als Vorstandsvorsitzender bei der VV in BERLIN im Maritim

16.01.2014 Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 01.03.2014

Publikationen

  • Kölner Kommentar zum EBM. Kommentierung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes für ärztliche Leistungen einschließlich BMÄ und E-GO, 69.95 Euro
  • Kölner Kommentar zum EBM auf CD-ROM. Programm mit graphischer Benutzeroberfläche. Für Windows ab 3.1, 69,95 Euro
  • Kölner Kommentar zum EBM. Kommentierung des einheitlichen BewertungsmaßstabesUnter Mitarbeit von P. Abraham, D. Best, U. Casser, B. Rochell, J.-A. Rüggeberg, G. W. Zimmermann, 79,95 Euro


Kontaktdaten

Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Herbert-Lewin-Platz 2

10623 Berlin

Telefon: (0 30) 40 05 - 0 Telefax: (0 30) 40 05 - 10 90

Email: akoehler@kbv.de

Zitate

Zur Körperschaft KBV

Mindestens 100 Jahre. Und ich wage nicht die Prognose, ob wir dann noch in Berlin sind oder schon in Brüssel.
Die Regierung hat ja schon sehr laut überlegt, den so genannten Sicherstellungsauftrag für die ärztliche Versorgung den Krankenkassen zu übertragen.
Welchen Krankenkassen denn? Den 300? Jede Kasse hätte dann für sich einen Sicherstellungsauftrag. Haben Sie sich das als Patient mal vorgestellt? Dann müssen Sie dort erst mal anrufen und fragen: Liebe Kasse, hast du mit diesem Arzt einen Vertrag? Und wie will denn die BKK XY mit zehn Versicherten irgendwo in der Uckermark die ärztliche Versorgung sicherstellen? Es wird immer Institutionen wie die Kassenärztlichen Vereinigungen geben müssen, die den Sicherstellungsauftrag in einer Region für alle Kassenarten wahrnehmen.
Wie sichergestellt ist denn die Versorgung – im Osten, in den Kliniken? Da hört man doch immer häufiger von Ärztemangel.
Das Problem der nächsten zehn Jahre ist tatsächlich der Ärztemangel. Sicherstellung hat plötzlich eine andere Qualität, es geht nicht mehr um die Überversorgung mit Ärzten. Wir werden völlig neue Anreizstrukturen entwickeln müssen, dafür, dass man sich in einer ländlichen Region als Hausarzt niederlässt. Das Gespräch führte Rainer Woratschka. (Tagesspiegel, 23. Dezember 2004)
Veranstaltung zum Systemausstieg BERLIN
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Veranstaltung zum Systemausstieg BERLIN
  • 06. März 2008 - Ausstieg aus dem KV System? - „Das Schiff ist marode, müssen wir aussteigen, um nicht zu ertrinken“ - ist der Zulassungsverzicht eine sinnvolle Option für Kassenärzte? - Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern: Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV, Dr. Martin Grauduszus, Freie Ärzteschaft e.V. - Moderation: Hanno Kautz, Journalist Einführung: Dr. Wolfgang Mitlehner, Ärzteinitiative Berlin e.V. - DER KOMMENTAR VON DR. SVEA KELLER

Ärzte-Demonstrationen

Kassenärzte in Ketten - DEMO 28.9.2007 in BERLIN
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Kassenärzte in Ketten - DEMO 28.9.2007 in BERLIN
"Schwächelnder" Vorsitzender?
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"Schwächelnder" Vorsitzender?
  • Protest vor der KBV: Selbst KBV-Chef Dr. Andreas Köhler stieß zu den protestierenden Kollegen – als Marionette, die Kassenärzte in Ketten legt. Die Aufmerksamkeit der KBV-Delegierten war den demonstrierenden Ärzten damit sicher: Neugierig blickten Sie aus den Fenstern und unterhielten sich noch kurz vor der Vertreterversammlung angeregt untereinander über das ungewöhnliche Treiben auf dem kleinen Platz vor KBV und Bundesärztekammer.
  • Der Spagat zwischen den gesetzlich zu erfüllenden hoheitlichen Aufgaben und der Interessenvertretung ihrer Mitglieder wurde für die Körperschaften immer schmerzhafter. Deshalb entschloss sich die KBV-Führungsspitze, die nationalen Ärzteproteste zu unterstützen. „Unsere Forderungen heißen: angemessene Vergütung medizinischer Leistungen, Abbau von Bürokratie, keine Staatsmedizin, kein weiteres Degradieren der Vertragsärzte als Erfüllungsgehilfen der Kassen-Sparpolitik“, fasste KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zusammen.
(im Geschäftsbericht der KBV für das Jahr 2006)

Ärztemangel und Bürokratie

  • Das Schlimme ist: viele protestieren zwar, aber andere haben schon längst aufgegeben. Viele sind nicht mehr in der Patientenversorgung tätig, viele ziehen einem unterbezahlten Beruf mit enorm langen Arbeitszeiten, der zudem immer weniger frei ist, eine lukrative Anstellung in der Pharmaindustrie oder anderen verwandten Bereichen vor. Diejenigen, die ihren Beruf im Sinne ihrer Patienten ausüben und gleichzeitig sich und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard gönnen wollen, gehen ins Ausland. Ärztemangel in Deutschland ist längst kein Fremdwort mehr. Unterversorgung in einigen Regionen und Fachgebieten existiert bereits und sie wird weiter zunehmen. (Pressekonferenz am 23. März 2006 in Berlin) Es sei denn, es gelingt, die Arbeitsbedingungen der Ärzte spürbar zu verbessern. Dazu brauchen wir Kalkulations- und Investitionssicherheit für die Praxen. Wir brauchen vor allem die Vergütung ambulanter ärztlicher Leistungen in Euro und Cent, nicht in einer Punktwert-Muschelwährung. Wir brauchen zwingend einen Abbau der lähmenden Bürokratie.

Presseberichte zur Person

  • Chirurg in politischer Mission - Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bekommt einen neuen Gegenspieler: Andreas Köhler wird neuer Chef der Kassenärzte - und rührt an Tabus - Mit Verwaltungen kennt er sich aus. Im Februar 2005 tritt der Chirurg sein Amt als neuer Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin an - und wird damit einer der wichtigsten Lobbyisten im Gesundheitssystem. Sein Vorgänger gab entnervt auf. Nach vier Jahren hatte Manfred Richter-Reichhelm sein Amt im Dezember 2004 abgegeben. Einst galt er als ruhig und ausgeglichen. Doch am Ende ließ ihn die Gesundheitsreform, die am Honorarmonopol seiner Vereinigung rüttelte, toben, beim Gedanken daran laufe ihm "die Galle über". ( nach WamS)
  • Dabei findet Köhler in der Politik durchaus Zuspruch. "Das ist ein Reformer", heißt es in Regierungskreisen. Andere sagen: "Köhler kennt sich aus und ist verlässlich." Selbst der Regierungsberater Karl Lauterbach, den viele Ärzte kritisieren, meint: "An Schlammschlachten gegen mich hat er sich nie beteiligt." So könnte ihn vielleicht nur eine Charaktereigenschaft in Bedrängnis bringen: sein Hang zu klaren Worten. Manche Ärzte empfinden sein Vorgehen in den eigenen Reihen zuweilen als vorschnell und undiplomatisch, was er indirekt bestätigt: "Ich bin keiner, der stundenlang sitzen kann."
(Andreas Hoffmann) - Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.295, 20. Dezember 2004
  • Er hat die Wahl: rückwärtsgewandte Polemik oder Mut zur Veränderung. Die KV als Dienstleister, als Konzern, das war seine Vision zu Beginn seiner Amtszeit. "Wir wollen die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten" - diesen Anspruch, sein Selbstverständnis von KV-Arbeit, stellt Köhler. Die Demonstration der Niedergelassenen erwähnt er dagegen fast nebensächlich. "Diese Proteste sind richtig und wichtig", sagt er, die Protestinhalte läßt er fast unerwähnt. Das Referendum ist ihm wichtig. "Wir müssen wissen, wo die Grenzen der Belastbarkeit liegen". Das könne als Argument gegenüber Politikern gebraucht werden. Den Körperschaftsstatus der KV will Köhler nicht verlieren. Ärzte Zeitung, 23.05.2006 Von Hanno Kautz
  • KBV-Hauptgeschäftsführer Köhler begründet seine Absage an die AOK und lässt Zweifel am EBM nicht gelten - „Zunächst einmal hat mich die tiefe Betroffenheit sehr verwundert“, erklärte Köhler, ebenfalls sichtlich mitgenommen nach den Ereignissen der zurückliegenden Tage. Nachdem ihn die Indiskretion seines anvisierten neuen Arbeitgebers zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt – kurz vor der KBV-Vorstandssitzung und dem anschließenden Parlamentarischen Abend der Ärzteschaft – unter Druck gesetzt hatte, machte er seine „Frust“-Entscheidung rückgängig. „Es ist mir sehr schwer gefallen, etwas zu verlassen, das durch den Weggang eventuell hätte Schaden nehmen können“, versuchte Köhler seine Entscheidung zu begründen. Nicht etwa Geld habe ihn zum Bleiben bewogen. Vielmehr sei es die Hoffnung gewesen, dass der neu zu wählende Vorstand nicht in alten Grabenkämpfen verhaftet sein wird, sondern „konstruktiv den Kollektivvertrag vorantreibt“. Sollte diese Hoffnung sich nicht erfüllen, wird sich der Honorarfachmann wohl doch noch anderweitig orientieren, wie er zu verstehen gab. Köhlers abschließendes Bekenntnis: „Ich glaube an dieses KV-System.“ für KBV-Chef Manfred Richter-Reichhelm das „beste Pferd im Stall“. (nach einem Artikel in "Ärztliche Praxis" Oktober 2004)
  • Artikel im "Stern" 32/2009: Ein angenehmer Typ sei der 48-Jährige ehemalige Ringer aber nicht. Der Stern zitiert Abgeordnete, Krankenkassenchefs und BMG-Mitarbeiter: Köhler sei „ein Soziopath“, „brutal und gefährlich“, „ein Dschungelkämpfer, der sich mit bloßen Händen durch die Wildnis schlägt“. Der Autor schildert eine Podiumsdiskussion: „Ganz ruhig, wie ein großer Hund, hat Köhler sich den Streit der kleinen Kläffer angeschaut. Dann räuspert sich das Alphatier. Sofort herrscht Ruhe. Köhler verliert kein Wort über die Beiträge der anderen. Er spricht über die Schwierigkeiten im eigenen Laden, über mangelnde Reformbereitschaft unter den rund 150.000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten.“
  • Teilerfolg der Lobbyisten - ÄRZTE Buhmann der eigenen Leute: So unbeliebt wie Andreas Köhler ist vermutlich kein einziger Lobbyist bei den eigenen Leuten. Der 49-jährige ... muss sich regelmäßig Kritik aus den eigenen Reihen anhören, weil immer eine Arztgruppe unzufrieden ist. Trotzdem scheint der bullige Humanmediziner die Freude an seinem Job nicht zu verlieren. Auch wenn Köhler als Chef einer öffentlichen Körperschaft offiziell gar kein Lobbyist ist, war er auch in diesem Jahr wieder höchst erfolgreich.

Statements zur Freiberuflichkeit

Mediale Präsenz in BERLIN - hier 25.10.2010
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Mediale Präsenz in BERLIN - hier 25.10.2010
  • Köhler betonte ausdrücklich den Stellenwert der Freiberuflichkeit. Darüber hinaus sei es völlig unabhängig davon, in welchem arbeitsrechtlichen Verhältnis Ärzte arbeiten. „Sie sind Angehörige eines freien Berufes“, sagte der KBV-Chef. Dessen zentrale Charakteristika seien die persönliche Leistungserbringung, die Eigenverantwortung und die fachliche Unabhängigkeit. Ein klares Bekenntnis legte Köhler auch für das KV-System und den Kollektivvertrag ab. „Einzig die Selbstverwaltung aller Vertragsärzte und -psychotherapeuten bildet einen wirksamen Schutzwall gegen die Staatsmedizin, erklärte der KBV-Chef. „Und zwar für Ärzte und Patienten.“ Sie sei Garant für eine wohnortnahe flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung. Das neue Leitbild der KBV stelle zudem Dienstleistungs- und Serviceorientierung in den Mittelpunkt. KBV-Vertreterversammlung: Eine KV – für alle - Juni 2006
  • Die Versichertenbefragung der KBV ist integraler Bestandteil der neuen strategischen Ausrichtung der KBV und der KVen. Wir wissen, dass wir uns verändern müssen, um den veränderten Bedürfnissen der Patienten, der Versicherten, der Vertragsärzte und des Systems gerecht zu werden. Wir wollen an der Lösung der bestehenden Probleme konstruktiv mitarbeiten und richten daher unsere Organisationen konsequent auf mehr Dienstleistung und Patientenorientierung aus. Bei dieser Neuausrichtung stehen für uns als Interessenvertreter der Vertragsärzte und -psychotherapeuten diese naturgemäß im Vordergrund. Deren Interesse liegt darin, ihre Patienten bestmöglich zu versorgen und gleichzeitig eine tragfähige wirtschaftliche Basis für ihre Arbeit zu haben. (aus dem Statement von Dr. Köhler zur Versichertenbefragung 2006)
  • Für mich war als junger Arzt die Zielvorstellung wichtig, wirtschaftlich selbstständig arbeiten zu können. Meine Vorstellung hat damals davon gelebt, dass man selbstständig handeln kann und nicht in starre Hierarchien eingebunden ist. (Streitgespräch mit Martin Grauduszus und Dr. med. Andreas Köhler: Sind Vertragsärzte noch Freiberufler?)

Politische Positionierung

Second-Hand-Kittel für Afrika! Mein letzter hängt jetzt ... 14.12.2006
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Second-Hand-Kittel für Afrika! Mein letzter hängt jetzt ... 14.12.2006
  • Es ist ein gigantisches Arztvernichtungsprogramm. (Außerordentlicher Deutscher Ärztetag 2006 in Berlin) Es wird am Ende von einer guten Versorgung nicht mehr viel übrig bleiben. Das dürfen wir nicht zulassen. Jeder Arzt muss sich jetzt wehren, genauso wie es die Organisationen tun, sonst wird es zu spät sein. 24. Oktober 2006, Vormittagssitzung Ich weiß heute nicht, wie viele Arztpraxen Pleite gehen werden, aber es werden viele sein. Diejenigen, die überleben, müssen Kosten sparen. Was bedeutet das für die Versorgung? Wir werden keine Investitionen mehr in medizinische Geräte machen können. Wir werden massenweise Praxispersonal entlassen müssen und es wird eine Altersarmut für Ärzte geben. Vor allem aber wird es Leistungskürzungen bei den Patienten geben.
Andreas Köhler
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Andreas Köhler
  • Ärztefunktionäre wollen Karl Lauterbach das Handwerk legen - Netzwerk von Wissenschaftlern soll in den Sachverständigenrat geschleust werden - KBV-Chef Köhler plant, dafür Finanzmittel freizumachen - Ärztefunktionäre wollen Lauterbachs Wirken in der Medienwelt nicht mehr tatenlos zusehen und planen den Gegenschlag. Das geht aus einem vertraulichen Protokoll der Vertreterversammlung der KBV hervor. Andreas Köhler "möchte eine Gegenoffensive gegen Lauterbach und Konsorten haben" heißt es in der Vorlage, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Das Geld für seinen Lauterbach-Gegenschlag will Köhler auf spezielle Weise zusammenbekommen. Er möchte einer traditionellen Einrichtung der KBV den Geldhahn zudrehen. Es geht um das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Noch ist unklar, ob sich Köhler mit seinem Geheimplan gegen Lauterbach durchsetzen kann. Vielleicht hat auch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt etwas dagegen, beaufsichtigt sie doch die KBV. Dabei wollte Köhler die SPD-Politikerin eigentlich austricksen, wie er in dem Protokoll einräumt. (Quelle: Süddeutsche Zeitung 01. Dezember 2006)
  • Köhler: Diese Veränderung der Strukturen ist richtig. Wir werden in den nächsten Jahren immer mehr angestellte Ärzte in der integrierten Versorgung haben und in sogenannten Medizinischen Versorgungszentren. Das liegt daran, dass viele junge Ärzte das Investitionsrisiko für eine Praxis nicht mehr übernehmen wollen. Sie haben auch andere Vorstellungen von Lebensqualität und Arbeitszeit als frühere Arztgenerationen. Medizin-TÜV : Ärzte sollen Qualitätssiegel bekommen 5. August 2007 Interview in der "WELT"
  • Liebe Kolleginnen und Kollegen, bevor ich heute vor Sie getreten bin, da habe ich in meinem stillen Kämmerlein überlegt: Was wäre, wenn ich heute die Revolution ausrufen würde? Was wäre, wenn die Forderungen hier und heute statt auf eine evolutionäre Entwicklung dieses Systems auf einen vermeintlichen Befreiungsschlag hinausliefen? Ich habe davon ganz bewusst Abstand genommen, denn die Ursache dafür wäre eher in den durch die politisch und innerärztlich induzierten Frustrationen, die mich manchmal überkommen, zu sehen gewesen als in einem verantwortlichen Handeln im Interesse einer guten Versorgung und im Interesse unserer Mitglieder. Ich setze aus dieser Verantwortung heraus auf Fortschritt, Weiterentwicklung und Verbesserung eines im Kern guten Systems. Diese Verantwortung teilen wir alle und deswegen bitte ich Sie, den skizzierten Weg mitzugehen.
Bericht an die Vertreterversammlung – Berlin, 4. Dezember 2009 - Dr. Andreas Köhler, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • Wir müssen selbst Vorschläge machen und uns einmischen! Ich lade die Ärzteschaft ausdrücklich dazu ein, mitzudiskutieren und sich zu politisieren. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Herr Montgomery, hat diesen Anspruch für seine Institution bereits reklamiert. Wollen wir den politischen Schulterschluss mit der BÄK suchen und uns gemeinsam positionieren? Oder wollen wir als KV-System getrennt marschieren? Ich will heute dafür werben, mit dieser Diskussion im nächsten Jahr (2012) zu beginnen.

Zu Kollektiv- und Selektivvertrag

  • „Wir müssen den Kollektivvertrag sexy gestalten“ - Fast zwei Drittel seines Berichts an die Delegierten verwandte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, darauf, den Anwesenden die Auswirkungen des geplanten Hausarztvertrags der AOK Baden-Württemberg ohne Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vor Augen zu führen. „Das ist ein Frontalangriff auf die flächendeckende ambulante Versorgung!“, schimpfte der KBV-Chef.
  • Sitzung der Vertreterversammlung der KBV am 7. Dezember 2007 in Berlin: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir dürfen auch nicht immer darüber lamentieren, was alles so schlecht ist in unserem System. Wir haben doch ein gutes System! Zeigen Sie mir ein Land, in dem die ambulante ärztliche Versorgung besser ist als hier! Zeigen Sie mir ein Land, in dem der Zugang zum Arzt so einfach ist wie bei uns! Und dieses System wollen wir genau in dem Moment, indem sich das größte Problem, nämlich die miserabel schlechte Vergütung ärztlicher Leistungen, durch die Honorarreform lösen lässt gefährden? Nein, meine Damen und Herren, das lassen wir nicht zu!
Ich weiß, dass viele unserer Mitglieder skeptisch sind, was das Versprechen einer besseren Vergütung angeht. Zu oft sind sie bereits enttäuscht worden. Dieses Mal, das weiß ich, schaffen wir es. Vorausgesetzt wir glauben selbst daran und tun alles, um die engen Zeitpläne zur weiteren Umsetzung einzuhalten. Dafür stehen wir, Herr Müller und ich, als Vorstand gemeinsam ein!
Dr. Köhler Dezember 2008
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Dr. Köhler Dezember 2008
  • "Ich bin es leid zu hören, die KBV habe versagt" - Am Ende bescheinigte ihm der Vorsitzende, sich "hervorragend geschlagen zu haben". Den Applaus der Abgeordnetenversammlung in Schleswig-Holstein aber musste sich KBV-Chef Dr. Andreas Köhler hart erkämpfen. Das Ziel, den drei KVen Nordrhein, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz durch einen Korrekturfaktor ein besseres Ergebnis zu bescheren, räumte Köhler ein, sei in den Verhandlungen nicht durchzusetzen gewesen. (Ärzte Zeitung, 11.09.2008)
  • Ich (Dr. med. Birgit Clever) zitiere Dr. Andreas Köhler, am Vortag des DÄT. Das Ringen zwischen KBV und Hausärzteverband über das Sagen in der hausärztlichen Versorgung ist bekannt. Es geht in der Passage um die „gute Versorgung“, ihre Definition, Voraussetzungen und Behinderungen. Dr. Köhler sagte:
„So, wie die gesetzliche Grundlage derzeit ausgestaltet ist, bin ich mir sicher: Der daraus resultierende unkoordinierte, in Teilbereichen systemwidrige Wettbewerb fördert weder die Qualität, noch stärkt er die Wirtschaftlichkeit. Im Gegenteil: Er zerstört die Grundlagen für eine flächendeckende Versorgung, hebelt die freie Arztwahl aus und macht die Versorgung spürbar ungerechter. Er wirkt wie eine Abrissbirne, die das Fundament der ambulanten Versorgung mit jedem Schlag weiter beschädigt. Die Politik muss deswegen sehr schnell entscheiden, was sie wirklich will. (…) Abriss oder Sanierung des Altbaus, das ist die Entscheidung, die wir jetzt von der Politik einfordern.
Es ist eine Illusion, dass die Abrissbirne des derzeit herrschenden Wettbewerbs nur die Sanierung einläutet! Sie ist schon längst am Fundament angelangt und beschädigt dieses zunehmend. Wenn die Entscheidung für Abriss fällt, muss das klar gesagt werden. Dann müssen sich die Mieter neue Wohnungen suchen. Wenn die Entscheidung pro Sanierung ausfällt, dann brauchen wir zügig eine neue Wettbewerbsordnung mit klaren ordnungspolitischen sinnvollen Regeln. Nur dann wissen die Mieter, ob sie im sanierten Gebäude bleiben können und wollen.“
Ärzte sind Individualisten und müssen als typische Freiberufler die bestmögliche Form des Praktizierens in ihrer Praxis als Existenzgrundlage im Blick haben. Um die Verhältnisse realistisch einzuschätzen, muss man sich dann doch fragen– dem Beispiel Köhlers folgend –, welcher vernünftige und praktisch denkende Mensch in einem Altbau, und sei er noch so schön, bei dem die Abrissbirne schon das Fundament angegriffen hätte, weiter als Mieter ausharren und auf eventuelle Unterstützung aus der Politik warten würde?
Jeder, ganz sicher jeder, der irgend könnte, würde doch dieses einsturzgefährdete Gebäude sofort verlassen zugunsten einer greifbaren, besseren Bleibe oder auch nur zugunsten der Hoffnung auf eine bessere Bleibe, denn er würde sogar eine gewisse Unsicherheit dem sicheren Zusammenbruch vorziehen. Und genauso läuft es doch, ob man das nun gut findet oder nicht: Die Hausärzte drängen in ihre 73b- Selektivverträge und entwickeln dabei eine ungeheure Kreativität und Energien, und alle anderen – behaupte ich – würden das ganz genauso machen, wenn sie vergleichbare historische Chancen und Angebote hätten. Deshalb wirkt auch das ganze Fordern und mit Konsequenzen Drohen seitens der KBV nicht wirklich überzeugend. Wer lässt sich davon wirklich beeinflussen oder gar erschrecken?

Selbstverwaltung

1989 tagte hier der Bundestag noch nicht, wo man 1911 die RVO verabschiedete ...
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1989 tagte hier der Bundestag noch nicht, wo man 1911 die RVO verabschiedete ...
Home of german "Gesetzgeber" - BERLIN, Germany
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Home of german "Gesetzgeber" - BERLIN, Germany
  • Es wird immer wieder behauptet, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise Herr Dr. Köhler als Vorstandsvorsitzender der KBV die Interessen der Vertragsärzte vertreten würden. Dem ist nicht so. Die KV hat keinen gesetzlichen Auftrag, Interessen der Vertragsärzte wahrzunehmen. Die KV hat nach § 75 SGB V in erster Linie den gesetzlichen (staatlichen) Auftrag, die ambulante ärztliche Versorgung für die Bevölkerung sicherzustellen. Es erscheint etwas bizarr, wenn gerade Vertragsärzten durch § 69 SGB V das Bürgerliche Gesetzbuch und damit das komplette Vertragsrecht vorenthalten wird. Die KVen haben nach § 75 SGB V die Erfüllung der den Vertrags(zahn)ärzten obliegenden Pflichten zu überwachen – eine Interessenvertretung sieht anders aus. Die KVen üben in Selbstverwaltung hoheitliche staatliche Funktionen aus. Solange sie entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag handeln, vertreten sie die Interessen des Gesetzgebers, also des Staates. Wenn die KVen tatsächlich Interessen der Ärzte vertreten würden, würden sie gegen ihren Auftraggeber, den Staat, handeln. Herr Dr. Köhler weiß das sehr genau: „Als Vertreter einer Körperschaft darf ich nicht demonstrieren.“ (Leserbrief zum Streitgespräch Grauduszus-Köhler im Deutschen Ärzteblatt)
  • Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, bejubelte die "höchste Steigerung der ärztlichen Gesamtvergütung seit Bestehen der ärztlichen Selbstverwaltung". Als manche Mediziner im Januar sahen, was ihnen die Kassenärztlichen Vereinigungen überwiesen, war der Schreck groß. Sie staunten über hohe Honorareinbrüche, Fachärzte in Baden-Württemberg und Bayern behaupten: von 25 bis 30 Prozent. Wie kann das sein? Die Bürger zahlen immer mehr, aber die Ärzte sollen immer weniger bekommen? (stern-Artikel aus Heft 14/2009)
  • Dr. med. Andreas Köhler, konstatierte eine „dramatische Einengung der Spielräume der gemeinsamen wie der ärztlichen Selbstverwaltung“. Längst mischen sich seiner Erfahrung nach der Gesetzgeber sowie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) tief in das Arzt-Patienten-Verhältnis ein.
Widerspruch erhob Franz Knieps, BMG-Hauptabteilungsleiter: „Ich kann nicht feststellen, dass wir in die Tiefe gehen, wenn die Akteure es nicht wollen.“ Knieps wies darüber hinaus Vorwürfe zurück, in Deutschland gebe es längst eine Staatsmedizin. Dies suggeriere, dass irgendwo oben irgendwelche Leute säßen und Entscheidungen fällten, und der Rest habe damit nichts zu tun. In Wahrheit gebe es im Gesundheitswesen zahlreiche öffentlich-rechtliche Institutionen, darunter die KVen mit Zwangsmitgliedern und Zwangsbeiträgen, mit entsprechendem Einfluss.
  • Ihren ersten „Tag der Niedergelassenen“ heute 29.5.2009 in Berlin verbucht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als vollen Erfolg. Weniger zufrieden ist KBV-Chef Dr. Andreas Köhler mit den politischen Rahmenbedingungen:
Er habe manchmal den Eindruck, die KBV könnte auch eine Abteilung des BMG sein, „so eng wie sie von der Politik gelenkt wird“, sagte er zum Auftakt der Diskussionsrunde mit Politikern vor etwa 400 Gästen.
  • Mit den Ständigen Änderungen am Honorarsystem können nach Meinung von KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zwar Fehler korrigiert werden - prinzipiell sei jedoch eine völlig neue Systematik erforderlich. „Ich glaube nicht an die Weiterentwicklung des heutigen Honorierungs- und Verteilungssystems. In der Zukunft werden wir neue, andere Instrumente zur Verteilung des Honorars brauchen“, erklärte Köhler im Interview mit der Zeitschrift „Standpunkt“ (Juli/August 2010) der KVWL. Durch zahlreiche Regelungen und Vorschriften sei das System immer komplexer geworden. „Wir haben meiner Ansicht nach jetzt einen Komplexitätsgrad erreicht, der in einem nächsten Schritt nur noch ins Chaos führen kann.“ „In Zukunft brauchen wir neue Instrumente
  • "Hausärzte sind nicht benachteiligt", sagte KBV-Vorstandschef Andreas Köhler der "Welt". Die Hausärzte protestieren besonders laut gegen die Kürzungspläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler - dabei haben die Allgemeinmediziner ihre Facharztkollegen bei den Honoraren längst überflügelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Ärzte verschiedener Fachrichtungen im Schnitt verdienen. 19.8.2010
  • ich (Andreas Köhler) möchte Ihnen heute zu Beginn eine kurze Geschichte erzählen: Ein Mann nutzt nach seinem Tod eine Audienz bei Petrus, um ihn zu fragen: „Mein Leben lang habe ich mich mit Militärgeschichte befasst, jetzt möchte ich gern einmal hören: Wer war denn nun wirklich der größte Feldherr aller Zeiten?“ „Sehen Sie den Mann dort drüben?“, sagt Petrus und zeigt auf einen älteren Herrn im Blaumann. „Der war es!“ „Der da?“, fragt der Militärhistoriker ungläubig. „Der sieht doch aus wie ein einfacher Arbeiter!“ „Das war er auch“, entgegnete Petrus, „aber er wäre der größte Feldherr aller Zeiten gewesen – wenn er Feldherr geworden wäre.“
Warum erzähle ich Ihnen das? Weil ich das Gefühl habe, die ärztliche Selbstverwaltung ist ein bisschen wie dieser Arbeiter. Sie hätte die Chance etwas Großes zu leisten, wirklich zu gestalten! Aber sie zaudert und zögert und verharrt im Lamentieren. Statt rauszugehen und etwas zu wagen, statt die Ärmel hochzukrempeln und zu sagen „Wir packen es an“, beschränken wir uns darauf, zu warnen und zu mahnen. Wir konzentrieren uns nur auf die Dinge, die noch nicht so sind, wie wir sie gerne hätten, statt dass wir anfangen, die Dinge zu gestalten, die wir gestalten können. Wir minimieren nur die Risiken und nutzen die Chancen nicht! Ich frage mich wirklich: Warum sehen wir das Glas immer nur halb leer und nie halb voll? Haben wir uns schon so sehr an diese Rolle gewöhnt? Trauen wir uns nichts mehr zu?
Rede auf der VV der KBV am 30.9.2011 in BERLIN

Forderungen anderer an Köhler

  • Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg fordert den Vorstand der KBV, Herrn Dr. Andreas Köhler und Herrn Dr. Müller auf, mit sofortiger Wirkung von Ihren Ämtern zurückzutreten. - Abstimmungsergebnis ⇒ Einstimmig angenommen - Beschluss: Antrag einstimmig angenommen (außerordentliche VV in Stuttgart am 31.1.2009)
  • Ihren ersten „Tag der Niedergelassenen“ heute 29.5.2009 in Berlin verbucht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als vollen Erfolg. Weniger zufrieden ist KBV-Chef Dr. Andreas Köhler mit den politischen Rahmenbedingungen: Er habe manchmal den Eindruck, die KBV könnte auch eine Abteilung des BMG sein, „so eng wie sie von der Politik gelenkt wird“, sagte er zum Auftakt der Diskussionsrunde mit Politikern vor etwa 400 Gästen.
  • Dr. med. Andreas Köhler, konstatierte eine „dramatische Einengung der Spielräume der gemeinsamen wie der ärztlichen Selbstverwaltung“. Längst mischen sich seiner Erfahrung nach der Gesetzgeber sowie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) tief in das Arzt-Patienten-Verhältnis ein.
Widerspruch erhob Franz Knieps, BMG-Hauptabteilungsleiter: „Ich kann nicht feststellen, dass wir in die Tiefe gehen, wenn die Akteure es nicht wollen.“ Knieps wies darüber hinaus Vorwürfe zurück, in Deutschland gebe es längst eine Staatsmedizin. Dies suggeriere, dass irgendwo oben irgendwelche Leute säßen und Entscheidungen fällten, und der Rest habe damit nichts zu tun. In Wahrheit gebe es im Gesundheitswesen zahlreiche öffentlich-rechtliche Institutionen, darunter die KVen mit Zwangsmitgliedern und Zwangsbeiträgen, mit entsprechendem Einfluss.
  • Ein Delegierter wies auf die Tatsache hin, dass Dr. Andreas Köhler nicht nur approbierter Arzt sondern auch Betriebswirtschaftler sei – er kritisierte anschließend, man müsse jedoch den Eindruck haben, dass Dr. Köhler beide Qualifikationen bei seiner täglichen Arbeit als KBV-Vorsitzender ignoriere. Darauf polterte der KBV-Grande am Ende: „Dass ich in einem budgetierten System nicht betriebswirtschaftlich handele, weiß ich selbst – dazu brauche ich Sie nicht!“ (Anfang Oktober 2008 Vertreterversammlung in Überlingen KV-BW)
  • Dr. Birgit Clever, Vorsitzende der Vertreterversammlung KVBW, ließ gleich zu Beginn der Sitzung im Rahmen ihres Berichtes vor allem im Hinblick auf die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung kritische Töne einfließen. Gerichtet an die Adresse der KBV und ihren Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler bemängelte sie, dieser trage immer wieder Entscheidungen der Politik und auch der Krankenkassen wegbereitend mit, die von vielen Ärzte und Psychotherapeuten so nicht gewollt seien. Dr. Clever kritisierte den Zickzackkurs der KBV-Spitze und plädierte für klare Entscheidungen: entweder solle die KBV konsequent für höhere Vergütungen eintreten und wenn es sein muss, sogar gegebenenfalls aus den Verhandlungen aussteigen - oder Köhler müsse sich klar bekennen ...
Die KBV kämpft mit einem über viele Jahre kumulierten Vertrauensverlust der Ärzte in die Belastbarkeit ihrer Versprechen (kalkulierbare Honorare auf der Basis von 5,11 Cent) und mit dem Vertrauensverlust der Politik in die Lösungsvorschläge der KBV. (Dr. med. Birgit Clever - Vorsitzende der Vertreterversammlung Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg)
  • Ist das System der Honorarverteilung nicht längst viel zu kompliziert? - Ein klares Ja. Wir haben für gesetzlich Versicherte den größten Leistungskatalog der ganzen Welt und geben ihnen ein unendliches Leistungsversprechen. Gleichzeitig steht dafür aber nur begrenzt Geld zur Verfügung. Je mehr diese beiden Pole auseinanderklaffen – und sie tun das immer stärker, weil die Menschen immer länger leben und immer kränker werden – desto mehr muss ich regeln. Seit zwölf Jahren bin ich jetzt an diesen Regelungen beteiligt, und mit jedem Jahr wird die Regelungstiefe dichter. Inzwischen hat das eine Komplexität erreicht, wo ich sagen muss: Das verstehen nur noch die Spezialisten. Wir haben einen Punkt erreicht, wo man nicht mehr von Transparenz oder Nachvollziehbarkeit sprechen kann. Es muss Grundlegendes passieren. (KBV-Chef Köhler spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über Ärzte-Unmut, verfrühten Protest – und eigene Fehler. 20.3.2009)
  • Er verwies zudem darauf, dass sich das KV-System auf einen internen Ausgleich zwischen Gewinner- und Verlierer-KVen geeinigt haben. Details wollte Köhler zu beiden Verhandlungen nicht nennen.
  • Angesichts tausender fehlender Ärzte in Deutschland fordern die Mediziner einen Kurswechsel. "Wir müssen den drohenden Ärztemangel als gesellschaftliche Herausforderung begreifen", sagte Andreas Köhler. Insgesamt fehlen laut KBV derzeit 3620 niedergelassene Ärzte - darunter 2026 Hausärzte, 1260 Psychotherapeuten und 334 Fach- und Kinderärzte.
  • Der KBV-Chef forderte schnelle Lösungen für den Ärztemangel in einigen Regionen. Hier müssten die Schnittstellen zwischen Haus- und Facharzt definiert werden. Der niedergelassene Arzt habe eine Art „Lieferantenfunktion“ für die Krankenhäuser. Auch unangenehme Fragen gehörten auf die Agenda – etwa die Frage nach der wirtschaftlichsten Versorgung für den Patienten. „Die Ärzteschaft muss ihre ‚Arroganzprivilegien‘ ablegen“, forderte der KBV-Vorsitzende. So müsse etwa auch der Chefarzt mit dem Hausarzt sprechen. Um eine bessere Vernetzung zwischen den Bereichen zu schaffen, ist laut Köhler auch eine Verbesserung der IT-Systeme nötig. Bis heute gebe es keine verbindlichen IT-Schnittstellen, die für eine Kompatibilität der unterschiedlichen IT-Systeme in Arztpraxen oder den Krankenhäusern gebe. Dies sei aber nötig, damit alle Beteiligten „über den Versorgungsalltag so gut wie möglich Bescheid wissen“. (auf der KBV-Messe Versorgungsinnovation in Berlin 29.- 31. März 2010).

Soziales Dilemma

  • Es geht darum, knappe Mittel möglichst sinnvoll so zu verteilen, dass die Patienten das medizinisch Notwendige in gebotener Qualität erhalten, aber nicht Notwendiges oder nicht Wirksames ausgeschlossen sind. Gleichzeitig sollen Leistungserbringer keine Anreize haben, medizinisch nicht begründete Leistungen zu erbringen.
Symposium der Deutschen Gesellschaft für Kassenarztrecht: Die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung - Berlin, 6. März 2008 - Bewertung der gesetzlichen Regelungen und ihrer Umsetzung aus Sicht der Vertragsärzte
  • Es ist das klassische soziale Dilemma: Weil jeder ausschließlich an seinen eigenen Nutzen denkt, schadet er der Gesamtheit und letztlich auch sich selbst. Und obwohl wir doch eigentlich rational denkende Vertreter unserer Mitglieder und Organisationen sind, gelingt es uns offensichtlich nicht, dieses Dilemma durch eine verbindliche Mehrheitsentscheidung zu überwinden. Wir wissen, wo das Pareto-Optimum liegt, sind aber nicht in der Lage, es zu erreichen. Das ist doch eine für uns alle völlig unbefriedigende Situation! Mich jedenfalls frustriert das enorm. Eine weitere negative Folge dieser Streitigkeiten ist, dass wir uns im Bewertungsausschuss mit unseren Forderungen den Kassen gegenüber gar nicht durchsetzen konnten. Die letzte Verhandlungsrunde im Erweiterten Bewertungsausschuss (EBA), die am 24. September 2010 stattgefunden hat, war entsprechend: Die Kassen wollen uns gerade einmal die Hälfte dessen zugestehen, was politisch voraussichtlich noch möglich ist. Auch den Unparteiischen Vorsitzenden des EBA konnten wir nicht von der Notwendigkeit überzeugen, eine ausreichende Höhe für die asymmetrische Verteilung festzulegen. Es ist uns nicht gelungen, ein tragfähiges Ergebnis zu erzielen, weder hinsichtlich der Höhe noch hinsichtlich des Verteilungsmodus. Vorerst haben wir uns auf den 19. Oktober 2010 vertagt.

Zum "Honorar" honoriges ...

  • Dr. Andreas Köhler, nutzte die Gelegenheit zu einem Resümee seiner sechsjährigen Amtzeit. Die KBV unter ihrem jetzigen Vorstand stehe für ein kassen- und versorgungsebenenübergreifendes System guter Kollektivverträge, ergänzt um sinnvolle, die Patientenbehandlung verbessernde Selektivverträge als Add-on-Verträge: „Wir setzen uns für ein geordnetes Verhältnis von Kollektiv- und Selektivvertrag ein. Das kann und darf allerdings nicht bedeuten, dass die KVen und die KBV nur noch die Aufgaben einer Regulierungsbehörde haben und die Organisation der Versorgung komplett in die Hände einzelner Kassen und Verbände gelegt wird“, betonte Köhler. Gute Versorgung dürfe kein Spielball von Einzelinteressen einiger Kassen oder einiger Berufsverbände sein, betonte der KBV-Chef. Dies bedeute jedoch keine Absage an den Wettbewerb, so Köhler weiter. Wettbewerb sei ein Motor für Versorgungsverbesserungen und mehr Wirtschaftlichkeit. Als besonderen Erfolg hob Köhler die jüngste Entwicklung der Vergütung hervor: „Unter den extrem schwierigen Bedingungen der Wirtschaftskrise haben wir es geschafft, dass das für die ambulante ärztliche Versorgung bundesweit zur Verfügung stehende Honorar von unter 26 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf über 31 Milliarden Euro in diesem Jahr gestiegen ist.“
Am 3. Dezember 2010 beendete die Vertreterversammlung (VV) der KBV mit einer letzten öffentlichen Sitzung ihre 13. Amtsperiode. Mitte März 2011 wird das Parlament der niedergelassenen Ärzte erstmals in neu gewählter Besetzung zusammentreten.
  • Die KBV sagt, dass Köhler seit 2005 keine Gehaltssteigerung erhalten habe und keine Extraleistungen wie einen Dienstwagen bekomme – man bekommt fast schon Mitleid. Auch beschäftige die KBV keinen Geschäftsführer, sondern bescheide sich mit zwei Vorstandsposten. Der zweite ist mit Carl-Heinz Müller besetzt. Auch er verdient mehr als die Kanzlerin: Sein Einkommen wurde von 260 000 auf 300 000 Euro erhöht.
  • Andreas Köhler, dessen Arbeit umstritten ist, wurde Anfang März 2011 in einer Kampfabstimmung für sechs weitere Jahre an die Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gewählt. Die Einrichtung ist vor allem für die Verteilung der Honorare an die niedergelassenen Ärzte zuständig. 33 Milliarden Euro wird sie 2011 auf die 150000 Ärzte verteilen. Das entspricht im Schnitt einem Honorar von 220000 Euro, von dem die Ärzte noch Kosten abziehen müssen. Im Schnitt ergibt sich ein Ertrag in Höhe von etwas mehr als 100000 Euro je Praxis. Köhler verdient ein Vielfaches dessen.
  • Er hat es geschafft, sein Lebensabend ist gesichert. Dr. Andreas Köhler, seines Zeichens oberster Standesvertreter der Kassenärzte Deutschlands: Er hat einen Pensionsanspruch von 318.500 Euro - jährlich - das sind 91Prozent seines letzten Jahresgehalts, das vor kurzem erst um ein nettes Sümmchen gestiegen ist – von 260.000 auf 350.000 Euro. Ganz schön. Über seine fürstliche Vergütung reden will Herr Dr. Köhler nicht mit uns, denn das sei eine Sache der „innerärztlichen Selbstverwaltung“. Basta.
08.03.2012 - 21:45 - Ärztefunktionäre sahnen ab - Selbstbedienung statt Selbstverwaltung? - Sendung "Kontraste" aus BERLIN
  • KBV-Vorstands­gehälter: Köhler kommt Ministerium entgegen - Er habe die Vorsitzen­den der KBV-Vertreter­versammlung gebeten, seinen Arbeitsvertrag ent­sprechend zu ändern, teilte Köhler am 27.3.2012 in einer Erklärung mit. Er begründete diesen Schritt damit, dass die Diskussion um die Höhe seines Vorstandsgehalts die notwendige Sacharbeit bei der Umsetzung des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes in erheblichem Maße belastet habe.

Bilanzierung nach 6 Jahren Vorsitz

Berlin, am Tag der Wiederwahl, strahlende Miene nach dem Sieg 11. März 2011
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Berlin, am Tag der Wiederwahl, strahlende Miene nach dem Sieg 11. März 2011
  • Nach 2.793 Sitzungen, die ich absolviert habe und sechs Jahren intensiver Arbeit geht die 13. Amtsperiode der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nun zu Ende. Heute 3.12.2010 ist die letzte offizielle Sitzung der Vertreterversammlung dieser Amtsperiode. Wenn Sie jetzt einen ausführlichen und umfassenden Rückblick auf die Arbeit dieser sechs Jahre erwarten, werde ich Sie enttäuschen. Ich möchte Sie damit nämlich nicht über Gebühr strapazieren. Verzichten müssen Sie auf einen umfassenden Rückblick aber trotzdem nicht: Wir haben für Sie die Arbeitsschwerpunkte dieser Amtsperiode in einem Bericht zusammengetragen. Keine Sorge: Auch dieser Bericht umfasst keine tausend Seiten, sondern er beschränkt sich auf die wichtigsten Themen, die knapp ausgeführt werden. Schauen Sie rein, blättern Sie darin und staunen Sie, welche Themenfülle wir als Organe und Gremien in diesen sechs Jahren bearbeitet haben!
Ja, ich wurde in Berlin wieder gewählt ... Juni 2011 in Düsseldorf
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Ja, ich wurde in Berlin wieder gewählt ... Juni 2011 in Düsseldorf
Für die Kritik an seiner Person bemühte Köhler das Bild eines Ackergauls, der unverdrossen seine Furchen ziehe. Er fühle sich in der Rolle des Ackergauls wohler als in der Rolle des schillernden neurotischen Zirkuspferds. (nach Ärzte-Zeitung)


"Heißer Sommer" des Jahres 2012

Sonder-VV der KBV am 1.9.2012 - Links Dr. A. Köhler am Rednerpult
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Sonder-VV der KBV am 1.9.2012 - Links Dr. A. Köhler am Rednerpult
  • Verheddert im Regelwerk - Die Grundsatzfragen sind weiterhin ungeklärt: Warum die neuen Honorarsätze die Ärzteschaft so empören
Andreas Köhler ist einer der wenigen, die auch die Feinheiten in diesem bürokratischen Dschungel von Orientierungswert, Kodier-Richtlinien, Fallzahlen, Regelleistungsvolumen und Abschlagszahlungen kennt. Ja, viele dieser Bestimmungen hat der Vorsitzende der KBV sich sogar selbst ausgedacht.
(G. Bohsem in der Süddeutschen Zeitung am Montag 3.9.2012 nach der Sondersitzung der Vertreterversammlung der KBV am 1.9.2012 in Berlin.)
Die Erosion des Sicherstellungsauftrages verlief über lange Zeit, sagen wir: 20 Jahre, und dadurch in kleinen, teils fast unmerklichen Schritten. Alle, jedenfalls fast alle politischen Parteien, waren abschnittsweise an der Demontage beteiligt, teils mit ideologischen und langfristigen Motiven, teils den Einflüsterungen momentaner Nöte aufsitzend. Und nicht selten haben wir Ärzte – und später auch Psychotherapeuten – dazu noch die Hand gereicht. Immer in dem dummen und naiven Glauben an das prinzipielle Fortbestehen des Konsenses.
Darum, und nur darum, konnte es überhaupt so lange funktionieren, das System aufrecht zu erhalten.
Aber damit ist jetzt Schluss!
Bericht an die KBV-Vertreterversammlung - 28. September 2012 - Rede des Vorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. Andreas Köhler


A. Köhler skandalös

  • "Alle sind sich einig, dass sich nur ein einziger roter Faden durch die Geschichte Europas zieht: die Vorliebe der Bewohner für kleine, selbstständige Nationen; die Vorliebe ihrer Politiker, diese zu einigen", sagte Köhler zu Beginn der Feier im Dezember 2012 in der Universal Hall, einem ehemaligen Pumpwerk im Berliner Stadtteil Moabit. "Julius Cäsar, Karl der Große, Napoleon, Adolf Hitler, Angela Merkel – die Liste der Staatsleute, die versuchten, Europa zu einigen, ist sehr lang. Und stets scheiterten die Bemühungen an folgendem: Niemand kann sich vorstellen, zusammen in ein und demselben Haus Europa zu wohnen." Auch der Vorstand der KBV bemühe sich immer wieder, die Dezernate, Abteilungen und Referate zu einigen. Das sei nicht immer leicht, aber man wolle es im kommenden Jahr noch einmal probieren und strebe eine Organisationsreform an.
"Dieser Vergleich hat viele von uns geschockt", sagt ein Mitarbeiter, "als der Name Adolf Hitler in einem Atemzug mit Angela Merkel fiel, ging ein Raunen durch den Saal."


Andere über Köhler

  • Wo es ums Geld geht, geht es auch immer um Macht. Durch die mehr oder weniger asymmetrische Verteilung der Gelder haben sich KV-Fürsten schon immer ihre Machtpositionen im Verteilungskampf gesichert – die KBV Führung spielt dieses Spiel seit Jahren virtuos. Andreas Köhler hat alle weggebissen – er duldet neben sich nur „Lehrlinge“. Wenn der Druck im System zu groß wird, die Fronten in der KBV- Vertreterversammlung aufbrechen, wird Köhler plötzlich kritisch, stellt die Systemfrage u.s.w. Alle sind dann verwundert über seine analytischen Fähigkeiten – die dann bis zum nächsten Mal wieder abgeschaltet werden. Die nächste Etappe ist gewonnen.
EBM 2013Affentheater und Machtspiel - ein Kommentar von DIPL.-POL. EKKEHARD RUEBSAM-SIMON (Juni 2013)

Links

  • KBV-Delegierte wollen Köhler und Weigeldt abwählen - "Wir sind schon so weit, dass sich hausärztliche Delegierten fragen, warum Weigeldt einen so stark pauschalierten hausärztlichen EBM haben will", sagt ein Insider. "Vielleicht nur, damit diese Pauschalen dann möglichst einfach über die Vertragsgemeinschaft abgerechnet werden können? Das Vertrauen ist einfach weg." Auch die Bonus-Malus-Regelung, die vor allem den Hausärzten Schwierigkeiten bereitet, lasten die hausärztlichen Delegierten Ulrich Weigeldt an. Dies sei keine Politik für, sondern gegen Hausärzte. 19.06.2007
  • Bestätigung von Vorstandschef Köhler – Rücktritt von Vorstand Weigeldt - Berlin, 6. Juli 2007 – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat in den Abendstunden des gestrigen Donnerstags in Berlin eine personelle Weichenstellung vorgenommen.
  • „KBV und KV können für ihre Mitglieder viel tun, aber nicht alles, denn als Körperschaften sind sie in ihrem Handeln eingeschränkt“, hatte KBV-Chef Andreas Köhler seiner Vertreterversammlung im Mai zugerufen. Auch unterläge man Beschränkungen durch das Wettbewerbs- und Kartellrecht. Das zum April vergangenen Jahres reformierte Sozialgesetzbuch V erlaubt den Kassenärztlichen Vereinigungen zwar die Gründung von Dienstleistungsgesellschaften, schreibt aber auch vor, dass deren Finanzierung aus Mitteln der KBV oder KV ausgeschlossen sei. Deshalb hatte die KBV „mit den potentiellen Partnern Deutscher Ärzte-Verlag und Apobank“ Berater der Prognos AG nach einem Lösungsweg suchen lassen, um, in Worten Köhlers, „ein von der KBV und den KVen unabhängiges Unternehmen zu gründen, das Dienstleistungen und Unterstützung für Vertragsärzte und -psychotherapeuten anbieten kann. Und zwar in allen Feldern des Wettbewerbs.“ 02. Januar 2008
  • Herr Köhler wählt schon mal auch die Zeitschrift ‚Der Urologe‘, um zu fragen: Sollen die KVen eine reine Regulierungsbehörde werden, oder sollen sie sich zukünftig aktiv auf dem neuen Wettbewerbsmarkt für gute Verträge für die Vertragsärzte einbringen?“

Interviews mit Köhler

Der Chef der kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Köhler, über die tatsächlichen Einkommen niedergelassener Ärzte, ein "irres" Honorarsystem, Eigenbeteiligungen für Patienten und neue Budgetforderungen. - Wir haben eine enorm große Bandbreite. Wenn wir eine vollausgelastete Praxis, in der ein Arzt 51 Stunden pro Woche arbeitet, voraussetzen, dann erzielt ein Arzt nach Abzug der Praxiskosten, der Versorgungsleistungen und der Steuern netto einen Monatsertrag zwischen 800 und 20000 Euro.
Wie bitte? - Das mag jetzt unwahrscheinlich klingen, dass ein Arzt netto nur 800 Euro erzielt. Aber wir wissen, dass das so ist. Natürlich sind das nur die Erträge aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzu kommen noch Erträge aus dem Bereich der privaten Krankenversicherung oder durch individuelle Gesundheitsleistungen. Interview mit Frankfurter Rundschau 3.9.2010
  • A. Köhler: Grundsätzlich haben wir eine Beschlusslage, die eindeutig eine komplette Regionalisierung präferiert. Wir werden das gemeinsam mit den KVen im Sinne einer sinnvollen Arbeitsteilung diskutieren müssen. Dass wir Vorgaben machen sollen, heißt ja nicht, dass wir alles bis ins letzte Detail regeln müssen. Uns hat diese Formulierung sehr überrascht, aber wir sehen durchaus die Chance, den Willen der KVen zu einer stärkeren Berücksichtigung der Versorgungslage vor Ort realisieren zu können. (Interview mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. med. Andreas Köhler und Dr. med. Carl-Heinz Müller „Grundsätzlich auf dem richtigen Weg“(29.7.2011)

Reden im Video-Mitschnitt

Quellen

Persönliche Werkzeuge