Birgit Fischer

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Birgit Fischer
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Birgit Fischer
Mai 2009 als Vortragende
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Mai 2009 als Vortragende

Birgit Fischer, * 04. Oktober 1953, in Bochum, verheiratet, ein Kind, ist eine deutsche Politikerin der SPD, die sich besonders in der Sozialpolitik an maßgeblicher Stelle einbringt.


Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

  • 1972 - Abitur Hildegardis-Schule Bochum
  • 1972 - 1977 Studium Erziehungswissenschaften Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Abschluss Dipl.-Pädagogin
  • seit 1973 Mitglied ÖTV/ver.di
  • 1977 - 1980 Pädagogische Leiterin Ev. Bildungswerk Frankenforum
  • 1980 - 1986 Fachbereichsleiterin Volkshochschule Lennetal
  • 1981 - Eintritt in die SPD
  • 1986 - 1990 Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bochum
  • 1991 - 1998 Parlamentarische Geschäftsführerin SPD-Landtagsfraktion NRW
  • 1998 - 2002 Ministerin Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW
  • seit 2001 Mitglied Parteivorstand SPD
  • 2002 - 2005 Ministerin Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW
  • 2005 - 2006 Stellv. Fraktionsvorsitzende SPD-Landtagsfraktion NRW, und bis 2007 Präsidium Parteivorstand SPD
  • ab 2010 - Vorstandsvorsitzende der BEK
  • ab Mai 2011 Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller in Nachfolge von Cornelia Yzer


Weitere Ämter/Mitgliedschaften

  • seit 2005 Präsidium Evangelischer Kirchentag
  • seit 2008 Mitglied Hochschulrat Deutsche Sporthochschule Köln, Mitglied Hochschulrat Ruhr-Universität Bochum


Zitate

  • 26. März 2002 - Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) hat die gemeinsame Plakataktion von Hartmannbund und Freiem Verband Deutscher Zahnärzte gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und empfiehlt Patienten, "ihre Konsequenzen aus einer Kampagne zu ziehen, die selbst innerhalb der Ärzteschaft umstritten ist". In einer Mitteilung ihres Ministeriums heißt es: "Wer einen Arzt aufsucht, möchte von diesem gut und fachkompetent medizinisch versorgt, nicht agitiert werden." Fischer, die zugleich Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz ist, erklärte, die "vordergründige Verunsicherungskampagne des Hartmannbundes gegen die seit kurzem geltende Aut idem-Regelung" bringe endgültig das Fass zum Überlaufen. Hier werde schnell deutlich, dass die Aktion, die als Einsatz für das Wohl dargestellt werde, "tatsächlich die wirtschaftlichen Belange und damit in erster Linie die Eigeninteressen der Ärzte- und Zahnärzteschaft im Blick hat". Fischers Fazit: "Ärzte, die kranke Menschen für politischen Eigennutz missbrauchen, verdienen kein Vertrauen."
Ärzte-DEMO-BERLIN "Maulkorb-Erlass"
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Ärzte-DEMO-BERLIN "Maulkorb-Erlass"
Der Hartmannbund-Vorsitzende Dr. Hans-Jürgen Thomas bezeichnete die Aufforderung Fischers als "unglaublichen Boykott-Aufruf". Auch Frau Fischer könne die freie Meinungsäußerung der Ärzte nicht aushebeln. Dieses Verhalten sei typisch für die "ungebremste Zensurmentalität gewisser Gesundheitspolitiker" erklärte Thomas und erinnerte daran, dass bereits zu Beginn der Plakataktion im Januar Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sich mit einem von ihr forcierten "Maulkorberlass für die Ärzteschaft" eine politische Bauchlandung eingehandelt habe.
  • Gesundheitsministerin Fischer beweist Mut – nur nicht bei der Forensik - Wie dicht Licht und Schatten im Verhalten von Politikern beieinander liegen, lässt sich derzeit an Gesundheitsministerin Birgit Fischer studieren. Sie gewinnt in den letzten Wochen im Kampf gegen die Ärztelobby deutlich an politischer Statur. Wie die SPD-Frau für die von ihr initiierten – und von den Ärztefunktionären leichtfertig torpedierten – Behandlungsprogramme für chronisch Kranke streitet, ist imponierend. Besonders ihre Anweisung an die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, sich nicht an der bundesweiten Anzeigenkampagne gegen die Chronikerprogramme zu beteiligen, ist ein mutiges Signal. Die Ärztevereinigungen waren es schon gewohnt, ihren Willen am Ende doch durchzusetzen. Nun werden sie, endlich einmal, in die Schranken gewiesen – und daran erinnert, dass auch ihnen zuerst das Wohl der Patienten am Herzen liegen sollte (Süddeutsche Zeitung September 2002)
  • Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) verurteilte erneut die Aktionen. "Die Ärzte sind für die Versorgung der Patienten da. Und einen Protest auf ihrem Rücken auszutragen, ist immer der falsche Weg", sagte Fischer im "Westdeutschen Rundfunk". 22.01.2003
  • Idee einer breiten Basis für GKV ist richtig - Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Professor Ingo Flenker begrüßt den Vorstoß der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD), das Krankenversicherungssystem zu einer Bürgerversicherung umzubauen - Fischer habe wesentliche Forderungen der Ärzteschaft in ihre Reformpläne aufgenommen, lobte Flenker, der auch Sozialdemokrat ist. (Ärztezeitung April 2003)
  • Gesundheitswesen ist die stärkste Branche in NRW - Ministerpräsident Peer Steinbrück und Landesgesundheitsministerin Birgit Fischer stellten in Düsseldorf den "Masterplan Gesundheitswirtschaft NRW" vor. Mit seiner Hilfe will sich das Land als moderne Modellregion in Sachen Gesundheit präsentieren. Mit rund einer Million Beschäftigten ist das Gesundheitswesen die größte Wirtschaftsbranche des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Nach Einschätzung von Fachleuten könnten in der Branche in den nächsten zehn Jahren weitere 200.000 Arbeitsplätze entstehen. (Rheinische Post September 2004)
  • Report vom Forum Gesundheit auf dem Kölner Kirchentag 2007 - Die Anwälte des Publikum, Barmer Vorstand Frau Birgit Fischer und Herr MdL Lang, stellten anschliessend Fragen wie „ob denn nicht mehr Gesundheitsvorsorge in Schulen gelehrt werden sollte“ oder „ob nicht viele andere gesellschaftliche Bereiche mit in die Gesundheitsversorgung Einfluß nehmen würden“.
  • Eine ehemalige SPD-Superministerin als Gegenspielerin des neuen, jungen Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler und seines ebenso neuen wie jungen Staatssekretärs Daniel Bahr (beide FDP). "Mitspielerin", sagt Fischer dem Abendblatt. "Nicht Gegenspielerin." Trotzdem ist die Neue - als Kassenchefin, nicht auf dem Schlachtfeld Gesundheit - die außerparlamentarische Oppositionsführerin. "Natürlich sehe ich die Pläne des Bundesgesundheitsministers kritisch, denn mit einer zunehmenden Privatisierung des Systems wird keine Kosteneinsparung und Qualitätsverbesserung erzielt. Im Gegenteil, letztlich wird der Großteil der Versicherten finanziell schlechter gestellt werden." Das sitzt.
B. Fischer: Es geht nicht darum, den Arztbesuch zu verbieten, dennoch sind viele Besuche unnötig. Meistens kommen Patienten mit chronischen oder mehreren Krankheiten, die unsicher sind und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Ihnen ist oft schon geholfen, wenn sie lernen, besser mit ihrer Krankheit zu leben. Alle anderen fahren oft besser, wenn sie erst zum Hausarzt gehen und der sie unterstützt, die richtige Hilfe zu finden.
Die WELT: Was tun Sie persönlich für Ihre Gesundheit?
Fischer: (lacht). Ich kämpfe mich von gutem Vorsatz zu gutem Vorsatz. Ich bemühe mich um regelmäßige und gute Ernährung und um genügend Bewegung. Manchmal schaffe ich es auch zu laufen, zu schwimmen oder Rad zu fahren. Aber ich sitze dann meistens doch zu viel am Schreibtisch und in Besprechungen.
  • Gehalt von rund 200 000 Euro im Jahr: „Wenn man den Umsatz der Barmer/GEK von 22 Milliarden Euro betrachtet, dann gehören wir zu den Top 30 Unternehmen in Deutschland, hinter der Lufthansa und vor der TUI. Vorstände in diesen Konzernen werden um ein Vielfaches besser bezahlt als bei Krankenkassen”, sagte Fischer dem Magazin FOCUS.
  • Unser Gesundheitswesen benötigt beide Systeme – sowohl das kollektivvertragliche als auch das selektivvertragliche. Es kommt auf ein ausgewogenes Verhältnis an, denn die auch von uns gewollte stärkere Vertragsfreiheit muss auf der Grundlage eines funktionierenden Kollektivvertragssystems ermöglicht werden. Unser Ziel ist, die Erfahrungen aus den Selektivverträgen als Optimierungsinstrument zu nutzen, um mittels einer entsprechenden Weiterentwicklung des Kollektivvertrages möglichst vielen Patienten bessere Versorgungsformen anbieten zu können.
  • Die Hüterin des Systems - von Ursula Weidenfeld - Die Barmer Ersatzkasse ist die größte Krankenkasse Deutschlands. Mit einem Umsatz von 22 Milliarden Euro, 20000 Beschäftigten und 8,5 Millionen Versicherten ist sie eine Großmacht auf dem Gesundheitsmarkt. An der Spitze steht die neue Chefin Birgit Fischer - Nach wie vor sitzt sie im Präsidium der SPD Nordrhein-Westfalens und im Parteivorstand der Bundes-SPD. Philipp Rösler bekommt das zu spüren. Zwei Drittel der gesetzlich Versicherten würden mit der Kopfpauschale abhängig von Transferzahlungen des Staates, sagt Fischer. 20 Milliarden Euro müssten jährlich aus der Steuerkasse ins Gesundheitssystem fließen, rechnet sie vor. Gesundheitsversorgung nach Kassenlage sei die Konsequenz, politisiert sie. Fischer, die sich selbst als uneitel und pragmatisch beschreibt, lässt es zu, dass sie zur außerparlamentarischen Oppositionsführerin stilisiert wird.
  • „Notwendig sind eine rechtzeitige Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes und ein Ausgabenmoratorium bei Kliniken und Ärzten.” Sonst müssten die Defizite der Kassen allein mit Zusatzbeiträgen ausgeglichen werden. Derzeit beträgt der Beitragssatz einheitlich 14,9 Prozent. (April 2010)
  • Die Diskussion über die Einführung der Kopfpauschale im Gesundheitswesen – ein auch in der schwarz-gelben Koalition umstrittenes Reformprojekt, bietet Fischer nun die Gelegenheit, ihre Krankenkasse stärker politisch in Stellung zu bringen. Passend dazu haben die beiden Kassen mit der Fusion ihren Hauptsitz von Wuppertal (Barmer) und Schwäbisch Gmünd (GEK) nach Berlin verlegt, hier will Fischer nun an Einfluss gewinnen.
  • Die Vorstandschefin der Krankenkasse Barmer-GEK Birgit Fischer wird neue Chef-Lobbyistin der Arzneimittelindustrie. Das teilten der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und Deutschlands größte Krankenkasse am 17.3.2011 in Berlin mit. Sie bestätigten damit Zeitungsmeldungen am Tag zuvor. Die Vorsitzende wechselt zum 1. Mai 2011 an die Spitze des vfa und tritt die Nachfolge der bisherigen Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer an, die nach 15 Jahren den vfa verlässt.
  • Die zur Pharmalobby gewechselte Barmer/GEK-Vorstandschefin Birgit Fischer lässt seit Anfang April 2011 ihr Amt im SPD-Bundesvorstand ruhen. Dies habe der früheren Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen allerdings erst aus der SPD-Spitze nahegelegt werden müssen, hieß es in Fraktionskreisen, wie der Tagesspiegel berichtet.

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