Chirotherapie

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Der Hauptgriff an der HWS im Sitzen
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Der Hauptgriff an der HWS im Sitzen
Buchtitel
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Buchtitel
Aus dem Vorwort des 1953 datierten Buches
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Aus dem Vorwort des 1953 datierten Buches

Chirotherapie oder Manuelle Medizin (von griech. χειρ~ = Hand~) ist eine medizinische Schule, die sich mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken befasst, die in Form und Zusammensetzung intakt sind, deren Funktion jedoch gestört ist. Die Behauptung, mit der manipulativen Behebung von „Fehlstellungen“ der Wirbelgelenke verschiedenste von diesen „Fehlstellungen“ verursachte Krankheiten heilen zu können, widerspricht allen im 20. und 21. Jahrhundert erkannten Fakten über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Organismus.

Prof.Zukschwerdt im Geleitwort zum Buch
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Prof.Zukschwerdt im Geleitwort zum Buch
  • Der ursprünglichen Entwicklung der Osteopathie liegt eine spezielle Philosophie zugrunde, insbesondere, was die Aktivierung der Selbstheilungskräfte betrifft. Lässt man diese Philosophie außer Acht und befasst sich mit den Untersuchungs- und Behandlungstechniken der Osteopathie, so können allopathische Verfahren sinnvoll und wirksam mit denen der Osteopathie verbunden werden.
Das trifft vor allem für die muskulären und fascialen Behandlungsmethoden zu, aber auch für die viscerale Osteopathie, während bei der cranio-sacralen Osteopathie unsererseits Bedenken bezüglich der Wirkungstheorie und der wissenschaftlichen Evidenz bestehen.

Die „Chiropraktik“ ist die durch Heilpraktiker ausgeübte Form der Chirotherapie, wobei leider in den Gebührenordnungen für Ärzte der Begriff „chiropraktischer Eingriff“ auftaucht. „Manualtherapie“ ist kein offizieller Begriff, sondern eine Umgangsform mit dem offiziellen Begriff Manuelle Medizin. Zu beachten ist allerdings, dass in den Empfehlungen der Spitzenverbände der GKV die sog. Zulassungserweiterungen für Physiotherapeuten u.a. eine spezielle Qualifikation für die Erbringung von Leistungen der „Manuellen Therapie“ fordern.


Inhaltsverzeichnis

Beispiel eines Lehrbüchleins, das 1953 erschienen ist

  • Technik der Chiropraktik - Werner Peper - Karl F.Haug Verlag, Saulgau Württemberg 1953 - mit einem Geleitwort von Prof.Dr-L.Zukschwerdt
  • Der Hauptgriff an der HWS im Sitzen
Indikation: Diese Behandlung wird außer zur Allgemeinberichtigung der HWS auch für besondere Wirbelkorrektionen verwendet
Reposition (= Reduktion, Adjustment): Sie wird mit beiden Händen zugleich ausgeführt. Die Kontakthand des Pr. zieht den Kopf herwärts (zum Pr.) und drückt ihn dabei aufwärts, während die andere Hand dem Kopf einen ganz kurzen Stoß nach rechts und unten gibt.
Schulter-Knie-Dornfortsatz-Technik
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Schulter-Knie-Dornfortsatz-Technik
  • Die Schulter-Knie-Dornfortsatz-Technik
Indikation: Eine Haupttechnik für R- und L-Subluxationen nach hinten und unten in der LWS vor allem bei einer gestreckten LWS (also bei aufgehobener Lordose)
Lage des Patienten: Bei Verlagerungen nach hinten oder nach hinten und unten kann der Pa. entweder auf der rechten oder der linken Seite liegen. Bei R-Subluxation liegt der Pa. in rechter, bei L-Subluxation in linker Seitenlage.
Reposition: Die Reposition erfolgt in allen Teilen wie unter Ziff. 6 der LWS. Die Treiblinie verläuft in entgegengesetzter Richtung der Subluxation.
Ziff.6: Der Repositionsstoß erfolgt auf den Querfortsatz; die Treiblinie ist auf den Pr. gerichtet.


Medizinische Gesellschaften

Bei der MWE verfolgen wir konsequent den interdisziplinären Ansatz und sind durch ständige Updates im Sinne der Orientierung an zeitgemäßen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer auf dem neuesten Stand. Ein wichtiger Schwerpunkt in unserer Ausbildung ist deshalb die Anwendung der Manuellen Medizin im Rahmen moderner ganzheitlicher schmerz-therapeutischer Behandlungskonzepte.
  • Praxisbezogene Ausbildung in 320 Stunden zum ManualMediziner
Von I - VI bauen die Kurse aufeinander auf. Die Ausbildung ist in ihrem Schwerpunkt praxisbezogen, jedoch nicht ohne das nötige Maß an Theorie zugrunde zu legen. Über 2/3 der gesamten Ausbildung besteht aus aktivem Teaching am Kollegen oder der Kollegin sowie an Patienten im Abschluss-/Prüfungskurs. Nur auf diese Weise kann ein systematisch dreidimensionales, funktionelles und pathogenetisch orientiertes Denken und Diagnostizieren vermittelt werden.
Ebenso wird auch das manualtherapeutische Handeln systematisch in der Praxis vermittelt. Als Arzt behandeln Sie bereits nach dem Erstkurs Patienten erfolgreich in Ihrer Praxis. Im Abschlusskurs vertiefen Sie Ihre Kenntnisse unter der Supervision erfahrener Instruktoren.

Chirotherapie wird als Manuelle Medizin zur anerkannten Zusatzbezeichnung

  • Durch das engagierte wissenschaftliche Arbeiten von Dr. Hans Peter Bischoff, langjähriger 1. Vorsitzender der MWE, u.a. engagierten Verantwortungsträgern gelingt es, die Manuelle Medizin in der wissenschaftlichen Medizin zu verankern. Ein strukturiertes Weiterbildungs- Kurrikulum ist Grundlage für die bundesweite Anerkennung der Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin durch die Ärztekammern. Heute werden die weiterentwickelten Inhalte der Lehren von Dr. Karl Sell und Dr. Hans Peter Bischoff- die Irritationspunktdiagnostik sowie die sanfte Manipulation in die freie Richtung - in Theorie und Praxis unterrichtet.
Das Dr. Karl-Sell-Ärzteseminar ist eines der drei tragenden Mitglieder der "Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin" DGMM.
Die neuen Untersuchungen der komplexen Nervenversorgung der Gelenke, Ligamente und Muskeln der Wirbelsäule haben lediglich Spekulationen über den bei einer Manipulation in Gang gesetzten neurophysiologischen Vorgang gebracht. Weder die Chiropraktik noch die sogenannte manuelle Medizin haben bis heute den Beweis geliefert, ernsthafte, nicht spontan remittierende Affektionen des Bewegungsapparates beheben zu können und mehr zu leisten als alle übrigen Scheinbehandlungen der Alternativ- und Komplementärmedizin.

Juristische Aspekte

  • Ich (F-Arzt für Orthopädie in einem Diskussionsforum für Ärzte) bin ehrlich erschrocken, dass Kollegen keine Aufklärung, wie z.B. auch bei i.a. Injektionen, durchführen. Diese Kollegen schaden auch mir, zumindest falls sie sich in der gleichen Versicherung befinden. Denn dieses Verhalten führt bei Anstieg der Schadensersatzansprüche (Beweislastumkehr) zu einer Erhöhung auch meiner Versicherungsprämie. Sollte ein Versicherungsfall eintreten, dann kann ich nur hoffen, dass dieser Kollege nicht wegen grober Pflichtverletzung des Versicherungsnehmers in Regress genommen wird. Ich kenne einen Fall einer 30-jährigen Frau mit Schlaganfall nach Chirotherapie und nachfolgender Pflegebedürftigkeit. Was dies finanziell bedeuten würde, mag sich jeder selbst ausrechnen, von der nervlichen Belastung ganz zu schweigen. Das wünsche ich keinem Kollegen.

Links

  • Ärzte fordern eine Qualifikation - Die Versorgungsstrukturen in der Schmerztherapie sind derzeit stark umstritten. So bieten zwei Vereinigungen in Deutschland, die "Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes" (DGSS) und das "Schmerztherapeutische Kolloquium", als Weiterbildungsveranstaltungen zum Schmerztherapeuten deklarierte Fortbildungen an und geben interne Schmerztherapeuten-Verzeichnisse heraus. Dadurch gerieten sie in das Kreuzfeuer der Kritik.
  • Endlich richtig krank: Das KiSS-Syndrom - Oder wie Ärzte aus gesunden Kindern zahlende Patienten machen.
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