Deutsches Ärzteblatt

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Das Deutsche Ärzteblatt besteht seit 1872. Herausgegeben wird es von der Bundesärztekammer und der KBV. Es ist das "offizielle Organ der Ärzteschaft". Es erscheint im Deutschen Ärzte-Verlag GmbH (Gründungsjahr 1949) in Köln und ist dessen auflagenstärkste Publikation (der Verlag publiziert u.a. die "Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift" und die "HNO Mitteilungen" sowie medizinische Fachbücher).

Das Deutsche Ärzteblatt beziehen alle Ärzte in Deutschland und ist damit die auflagenstärkste Medizinzeitschrift in Deutschland (2006: ca. 375.000 Exemplare wöchentlich).

Impressum "Das Deutsche Ärzteblatt"

Es wird an jeden in der Bundesärztekammer gemeldeten Arzt versandt. Der Arzt kann nicht - auch nicht auf ausdrücklichen Wunsch - darauf verzichten. Das deutsche Ärzteblatt finanziert sich über Einnahmen durch Anzeigen nicht über Kammerbeiträge der Ärzte.

Chefredakteur ist Heinz Stüwe.

Zitate

  • Fachzeitschrift des Jahres: Deutsches Ärzteblatt ausgezeichnet - Hervorgehoben wurden neben dem geschäftlichen Erfolg das „überzeugende redaktionelle Grundkonzept“ und der „saubere Journalismus“. 08.06.2007
  • das Deutsche Ärzteblatt ging nach einer über Jahrzehnte wechselhaften Verlagsanbindung zum Jahreswechsel 1932/33 in den Eigenverlag des Deutschen Ärztevereinsbundes über, „derart, daß Druck und Herstellung des Blattes in seinem Auftrag und auf seine Kosten geschieht, daß er das volle Verlagsrecht besitzt und auch die Anzeigenverwaltung durch eigne Angestellte besorgt“ – so Vollmann voller Stolz im ersten Heft des Jahres 1933. Wenige Monate später sorgte die NS-Ärzteführung für ein vorzeitiges Ende dieses Unternehmens, indem sie das Deutsche Ärzteblatt mit den Ärztlichen Mitteilungen des Hartmannbundes zwangsvereinigte.
  • Seit er sich erinnern könne, sei Jachertz für das Deutsche Ärzteblatt tätig. Vor 32 Jahren, am 1. Juli 1972, war Jachertz in die Redaktion eingetreten. Begonnen hatte er als junger Diplom-Volkwirt seinen Berufsweg bei der Rheinischen Raiffeisen-Organisation in Köln, von der er 1967 als Referent zur Bundesärztekammer wechselte. Beim Ärzteblatt leitete er seit 1984 das politische Ressort, 1991 wurde er als Nachfolger von Ernst Roemer Chefredakteur. Seither hat Jachertz das Deutsche Ärzteblatt geprägt – als Journalist, als Chef, als Mensch. (3.9.2004) - Langjähriger Chefredakteur des Deutschen Ärzteblattes verabschiedet -
  • Das Deutsche Ärzteblatt erscheint wöchentlich. Ziel des Ärzteblattes ist es, Übersichten, Originalarbeiten und Kurzberichte über praktische und Forschungs-bezogene Themen aus dem gesamten Gebiet der Medizin zu veröffentlichen. In seiner Funktion als Standesorgan der deutschen Ärzteschaft wurde dieses Fachblatt ausgewählt, um zu untersuchen, inwieweit medizinethische Themen der breiten ärztlichen Leserschaft zugänglich gemacht werden. Als Spiegel des ärztlichen Selbstverständisses gibt es zudem Aufschluß über das Verhältnis der deutschen Ärzteschaft zur eigenen Vergangenheit. (aus einer Dissertation"Geschichte als Argument in der Medizinethik: Die Bezugnahme auf die Zeit des Nationalsozialismus im internationalen Diskurs" Inauguraldissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Medizin (Humanbiologie) des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Scharfe Kritik an Interessenpolitik der Ärzte: Über die Verhandlungsergebnisse berichteten die Ärztlichen Mitteilungen nicht. Die Teilnehmer hätten vereinbart, erklärte die Pressestelle der Deutschen Ärzteschaft, außer der Tatsache des Gesprächs und seines Verhandlungsgegenstandes keine Sachinformationen herauszugeben. Das Ergebnis: Konrad Adenauer versagte seinem Arbeitsminister Theodor Blank die Unterstützung, die Reform durchzusetzen. Die parlamentarischen Beratungen wurden 1961 eingestellt - das Gesetzesvorhaben war gescheitert, und die Stellung der Ärzte in der Krankenversicherung blieb weitgehend unverändert.
  • Der 81. Deutsche Ärztetag1978 Thema "Öffentlichkeitsarbeit" . Eine Phalanx von Öffentlichkeitsarbeitsexperten trat an. Doch das Unternehmen stand unter keinem guten Stern. Denn just bei diesem Ärztetag wurde der Präsident der Bundesärztekammer, Hans Joachim Sewering, zum Rücktritt gezwungen, Folge nicht zuletzt von anhaltenden Angriffen auf seine Person in der Presse. Öffentlichkeits- und Pressearbeit sind, wie das Beispiel schlagend zeigt, eben nicht so einfach planbar. Plan- und organisierbar sind die Strukturen, seltener die Themen. Die werden allzu oft von außen vorgegeben. Doch manchmal gelingt es, durch eigene (Presse-)Aktivität selbst ein Thema öffentlich zu besetzen.
  • 1960 ging es um ein genau definiertes Ziel: die Zurückweisung der Blankschen Reformen, so 1972 vage gegen anhaltende Agitation, perfide Propaganda und destruktive Politik, wie das Deutsche Ärzteblatt formulierte. Gemeint waren insbesondere die gesundheitspolitischen Vorstellungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die sogenannte "Rote Studie" des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts des DGB und programmatische Äußerungen des Bundesverbandes der Ortskrankenkassen und auch der Betriebskrankenkassen zum Kassenarztrecht. Den letzten Anstoß gab der "Spiegel" mit einer Titelgeschichte über "Das Geschäft mit der Krankheit" (Heft 11/1972). Der Spiegel kritisierte Massenabfertigung in Arztpraxen und Reformscheu bei den Funktionären. DGB und Kassen forderten Reformen, zum Beispiel Mitbestimmung bei der ärztlichen Versorgung und Konzentration technischer Einrichtungen in medizinisch-technischen Zentren (MTZ). Auf diese konzentrierte sich die ärztliche Gegenpropaganda: Durch "Institutionalisierung" werde die persönliche Arzt-Patienten-Beziehung über den Haufen geworfen.
  • Leseranalyse: Deutsches Ärzteblatt baut Spitzenposition aus - Nach auf das Medium zutreffenden Eigenschaften befragt, wurde beim DÄ häufiger als bei den meisten anderen Titeln „glaubwürdig“ genannt. 65 Prozent der Befragten sehen das Deutsche Ärzteblatt als nützlich für ihren Berufsalltag an.


Wirtschaftliche Daten

  • Auf der Ertragsseite fällt vor allem die Spalte „Erträge aus Beteiligungen“ ins Auge, die mit 3,1 Millionen Euro um 1,62 Millionen Euro höher ausfielen als veranschlagt. „Diese Erträge ergeben sich nahezu ausschließlich aus dem Gewinn des Deutschen Ärzte-Verlages“, erläuterte BÄK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. med. Christoph Fuchs. Ensink wies – wie in den Vorjahren – ausdrücklich darauf hin, dass diese Einnahmen „keine auf Dauer sichere Bank sind“. So erfreulich die seit Jahren steigenden Ausschüttungen des Ärzte-Verlages an die BÄK auch seien: „Sie können und werden nicht langfristig auf diesem hohen Niveau bleiben“, mahnte der Vorsitzende der Finanzkommission. Eine etwaige rückläufige Gewinnentwicklung beim Ärzte-Verlag müsse bei Beibehaltung des derzeitigen Ausgabenniveaus zwangsläufig zu einer deutlichen Umlagensteigerung führen.
Unter dem Dach des Deutschen Ärzte-Verlages erscheint auch das Deutsche Ärzteblatt. Dieses ist mit seinem ärztlichen Stellenmarkt ausschlaggebend für die guten Jahresabschlüsse des Verlages.


Impact-Faktor

  • Der Impact-Faktor des Deutschen Ärzteblattes hat sich von 2,1 auf 2,9 erhöht. Dies geht aus dem am 28. Juni 2012 veröffentlichten Journal Citation Report 2011 hervor, der die Impact-Faktoren von mittlerweile circa 12 000 wissenschaftlichen Periodika aus mehr als 60 Ländern auflistet.
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