DNEbM

Aus ArztWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM), ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich mit Theorie und Praxis der Evidenzbasierten Medizin (EbM) beschäftigt. Das Netzwerk ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Evidenzbasierte Medizin (EbM) fördert den bewussten, ausdrücklichen und abwägenden Gebrauch der jeweils besten empirischen Evidenz für Entscheidungen in der Versorgung einzelner Kranker, von Gruppen von Kranken und ganzen Bevölkerungen. Die klinische Praxis der EbM beinhaltet die Integration von klinischer Expertise, Patientenpräferenzen und externer Evidenz aus systematischer patientenorientierter Forschung. Evidenzbasierte gesundheitliche Versorgung beinhaltet die zusätzliche Berücksichtigung epidemiologischer, ökonomischer und sozialer Gesichtspunkte.

Inhaltsverzeichnis

Wirken

Das DNEbM wurde im Jahre 2000 gegründet und hatte Ende 2007 etwa 700 Mitglieder aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.

Es dient dem fachlichen Austausch der an EbM Interessierten durch Unterhaltung einer webbasierten Informations- und Kommunikationsplattform und der Fachzeitschrift Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen ZEFQ. Daneben betätigt es sich an der Entwicklung und Vermittlung von Aus-, Weiter- und Fortbildungscurricula und -modellen sowie der Abstimmung laufender EBM-bezogener Forschung, Ausbildung und Praxis. Neben der Durchführung von Evaluations- und Forschungsprojekten arbeitet es an der Weiterentwicklung von Theorie, Methoden und Ethik der EbM. Evidence-based Nursing (EbN) ist im DNEbM seit 2002 durch den Fachbereich Pflege und Gesundheitsförderung vertreten.

Das DNEbM verleiht seit 2008 einen nach dem kanadischen Medizinier David Sackett benannten Wissenschaftspreis, der jährlich vergeben werden soll (David-Sackett-Preis). Die Geschäftsstelle des DNEbM befindet sich beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin in Berlin.

Fachbereiche

Die inhaltliche Arbeit des DNEbM erfolgt primär innerhalb der themenspezifischen Fachbereiche (Stand - Anfang 2008):

Weblinks


Zusammenwirken mit anderen Partnern

  • Er suche „für einen Artikel Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Fahnen schreiben, Medizin behutsam und zurückhaltend zu betreiben, weil sie wissen, dass bestimmte Operationen und Behandlungen sogar mehr schaden als nutzen können“, schreibt der Spiegel-Redakteur Jörg Blech an das Deutsche Netzwerk für Evidenzbasierte Medizin in Berlin. Er suche „konkrete Beispiele aus allen Fachrichtungen, etwa Orthopäden, die nicht um jeden Preis operieren“, und Ärzte, „die offen kommunizieren, dass weniger mehr sein kann - und gerade deshalb gut bei den Patienten ankommen“, so der Redakteur und Autor des Buches „Die Krankheitserfinder“ in einem Mailwechsel (Meldung aend 28.10.2010)
  • August 2011 - Ihr Arzt rät zu einer Operation, Sie aber sind sich nicht sicher ob dies notwendig ist? Sie werden von Arzt zu Arzt geschickt, aber keiner kann Ihnen eine verlässliche Diagnose erstellen? Vorsicht!Operation! bietet Ihnen die Möglichkeit eine medizinische Zweitmeinung von führenden und unabhängigen Spezialisten im Internet einzuholen. Profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung ...
„Es werden zig Operationen gemacht, die nicht dem Patienten nutzen, sondern nur dem Arzt“, mokiert sich der 71-jährige Heidelberger Kniespezialist. Laut Pässler werden in Deutschland bezogen auf die Einwohnerzahl doppelt so viele Operationen durchgeführt wie in Schweden. Warum jedoch hierzulande vor allem im ambulanten Bereich so viel operiert werde, erklärt der Portalgründer so: Während in Schweden die Ärzte ein festes Gehalt beziehen, verbindet sich in Deutschland der niedergelassene Operateur mit einem Operationszentrum, bei dem er den OP-Saal miete. „Er muss schon deshalb so viel operieren, um die Kosten für die Miete reinzubekommen“, erklärt Pässler.

Quellen

Der Text auf dieser Seite basiert auf dem Artikel DNEbM aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist beim Originalartikel abrufbar.

Persönliche Werkzeuge