Diskussion:Karl Lauterbach
Aus ArztWiki
Mitgliedschaften
- Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages
- Stellvertretendes Mitglied des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages
- Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (1999-10/2005)
- Mitglied der Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme - gen. Rürup-Kommission -
- Mitglied des Aufsichtsrates der Rhön-Kliniken
- Mitglied Programmkommission der SPD Köln
- Mitglied der Arbeitsgruppe Bürgerversicherung des Parteivorstands der SPD
- Experte für die Programmkommission der SPD-Bundespartei
- Mitglied Verdi
- Mitglied SPD
nach Mitteilung letzter "Hart-aber-fair"-Sendung (Sendung vom 13.06.2007)
- getrennt lebend seit 2004, könnte vielleicht im Artikel ergänzt werden ?
Quelle: http://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Ueber_TI/Interessenregister_Spelsberg_2007.pdf
- Veröffentlichungspflichtige Angaben:
- 1. Berufliche Tätigkeit vor der Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag Hochschullehrer, Universität zu Köln, Köln Wissenschaftlicher Berater und Gutachter, Köln
- 2. Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat AOK Bayern, München, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, März 2006, Stufe 3 AOK Rheinland, Düsseldorf, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, Februar 2006, Stufe 3 Barmer Ersatzkasse, Wuppertal, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, März 2006, Stufe3 Klinikum Bremen-Mitte gGmbH, Bremen, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, November 2005, Stufe 3 Zeno Veranstaltungen GmbH, Heidelberg, Vortrag, Dezember 2005, Stufe 1
- 3. Funktionen in Unternehmen Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, Mitglied des Aufsichtsrates, Dezember 2005, Stufe 3; 2006, Stufe 3; 2007, Stufe 3
- 4. Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts Wissenschaftliches Institut der AOK (WidO), Bonn, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates.
- (nach Angaben Homepage K. Lauterbach, Januar 2010))
Inhaltsverzeichnis |
Zitate
- ´Nach Ansicht der Kirche sei es nicht richtig, eine "Ideologie des Vertrauens in das Kondom" zu entwickeln. Auch Politiker äußerten sich kritisch. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der "Hamburger Morgenpost": "Bei allem Respekt vor dem Papst, und ich bin selbst Katholik, aber diese Position halte ich für absurd."
- Kritik stört Lauterbach nicht. Er genießt sie wie das Scheinwerferlicht. Und er hat Einfluss. Kungelt mit Kassen und Gewerkschaften, besitzt einen Draht zu SPD-Parteichef Franz Müntefering, saß im Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen, was er nun aufgegeben hat, war Mitglied in der Rürup-Kommission. Dort lieferte er sich mit dem anderen SPD-Professor, dem Sozialexperten Bert Rürup, einen Schlagabtausch um Gesundheitsreformen. Er will eine Bürgerversicherung, Rürup eine Kopfpauschale, bei der gesetzlich Versicherte einen Einheitsbeitrag zahlen sollen und Arme einen Zuschuss erhalten. Der Streit hätte die Expertenrunde fast zerrissen, doch man entschärfte den Konflikt. Weil Rürup und Lauterbach geschickt mit Macht und Medien umgehen können, wird seit zwei Jahren weiter diskutiert. Die Parteien entdeckten eine neue Schicksalsfrage, obwohl beide Modelle kaum realitätstauglich sind.
- "Der Herr Professor aus Köln" - MdB Karl Lauterbach- 22.09.2005 von Andreas Hoffmann, Süddeutsche Zeitung
- sein Lieblingssatz: "Die Deutschen bezahlen für die Gesundheit einen Mercedes, kriegen aber nur einen Golf." Da klatscht das Talkshowpublikum, bis der Notarzt kommt.
- Karl Lauterbach, 47, SPD-Gesundheitsexperte, ist seit vergangener Woche endlich Arzt. Der Politiker hat rund 20 Jahre nach Abschluss seines Medizinstudiums seine Approbation beantragt und kann sich nun die Urkunde in sein Büro im Berliner Jakob-Kaiser-Haus hängen. Eine solche Approbation ist die Voraussetzung dafür, uneingeschränkt als Arzt im Krankenhaus arbeiten zu dürfen oder eine eigene Praxis aufmachen zu können. Das allerdings hat Lauterbach nicht vor. Der Sozialdemokrat war lediglich den Spott politischer Gegner leid, die ihm in Talkshows zum Thema Medizin des Öfteren vorhielten, er selbst sei ja gar kein richtiger Arzt und könne deshalb nicht mitreden. "Außerdem werde ich hin und wieder um medizinische Hilfe gebeten", sagt Lauterbach. "Da ist es besser, auch tatsächlich eine Approbation zu besitzen." Lauterbach hat Medizin in Aachen, Düsseldorf und in San Antonio (Texas) studiert und ist Spezialist für Epidemiologie. (August 2010, SPIEGEL)
- Sein aufreizendes rheinisches Näseln, mit dem er seine Thesen vorträgt, grundiert mit der professoralen Attitüde, die Wahrheit über unser Gesundheitssystem für die nächsten 99 Jahre erbgepachtet zu haben, treibt seine Gegner in der Talkrunde oft zur Weißglut. Er selber gibt sich lässig: "Ich halte mich mit negativen Gefühlen nicht auf, das wäre nur Zeit- und Energieverschwendung. Wirklich erfolgreiche Leute machen das nicht." - "Geißeln der Talkshows": Karl Lauterbach: Der Anführer der Laberindustrie - Von Wolfgang Röhl
- Schon in der großen Koalition sei es am Ende nur noch langsam voran gegangen, „weil wir uns mit der Union nicht mehr einigen konnten“. Und unter Schwarz-Gelb habe es aber einen Stillstand gegeben. „Denn wir hatten in der großen Koalition mehr Einigkeit als jetzt zwischen Schwarz-Gelb, insbesondere zwischen FDP und CSU, herrscht. In der Gesundheitspolitik ist ein gefährlicher Stillstand eingetreten, ein Reformstau – und das, obwohl die Probleme immer größer werden. Die nächste Legislaturperiode wird für unser Gesundheitssystem eine ganz entscheidende werden.“ (Prof. Karl Lauterbach in einer Diskussion mit KVB-Vorstandsmitglied Dr. Ilka Enger im September 2011)
- "Weil viele private Krankenversicherungen nur die Jungen, Gesunden und Einkommensstarken versichern wollen, hatte ich diese Versicherungen als parasitär bezeichnet. Daraufhin gab es einen riesigen Shitstorm, weil die Unternehmen es gezielt so darstellten, dass ich damit die Versicherten gemeint hätte.
- Meine Shitstorm-Lehre?
- Man sollte sich so ausdrücken, dass das eigene Argument nicht so leicht bösartig verhetzt werden kann. Außer Beleidigungen und Falschbehauptungen sollte alles erlaubt sein. Diese Foren sind ja auch ein Sandsack, zum Teil für Verzweifelte und Wütende."
Talkshow-Auftritte
- Für Regisseur Wedel, den promovierten Theaterwissenschaftler, war der Abend aber weitaus größer. Von einem "Inquisitionsgericht" sprach er, das zusammengerufen worden sei, um den Verteidigungsminister wegen einer Lappalie abzuurteilen. Wedel übernahm dann auch gleich die Rolle des Zeugen, der nichts gesehen hat, aber trotzdem was sagen will: In Doktorarbeiten werde ja ohnehin viel zitiert; ansonsten könne er das alles auch nicht so richtig beurteilen. Seinem Gesichtsausdruck nach wünschte er sich ab Minute vier der Sendung, ganz weit weg zu sein.
- Die Rolle des Anklägers teilten sich Karl Lauterbach und Jörges. Mit zwei Doktor- und einem Professorentitel war Lauterbach zuständig für die akademische Empörung: "Es geht um die Integrität der Wissenschaft!" Seinen Titel könne Guttenberg nicht ruhen lassen. Aber er werde ihn verlieren, aller Voraussicht nach. Studenten werfe man bei Täuschungsversuchen von der Uni, fürs Kopieren gibt es keine Entschuldigung.
Zusatzbeitragsdiskussion 2009
- Die Lobbyisten mögen sich über derlei Maßnahmen freuen - stehen ihnen doch rosige Zeiten bevor. Für die Kostenentwicklung im Gesundheitssystem und damit die Beiträge der Versicherten ist die Wirkung dagegen fatal. "Wenn die Regierung nicht bald handelt und Einsparungen beschließt, fliegt ihr das ganze System spätestens im kommenden Jahr um die Ohren", orakelt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach.
- SPD-Experte prognostiziert flächendeckende Zusatzbeiträge
- Seiner Meinung nach hat vor allem FDP-Gesundheitsminister und Nachwuchspolitiker Philipp Rösler die Brutalität des Systems noch nicht durchschaut. Lauterbachs Zusammenfassung über Gesundheitspolitik geht so: "Es dauert Monate, bis man Sparvorschläge erarbeitet hat. Diese werden dann monatelang von den Lobbys verwässert. Und wenn man dann endlich ein Gesetz verabschiedet hat, ist noch lange nicht klar, dass es von den Leistungserbringern wie Ärzten und den Kassen auch umgesetzt wird."
Lauterbach in einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss
- Aber was bedeutet das? Worauf wird das hinauslaufen? Na ja, wir sind am Vorabend der Einführung der Dreiklassenmedizin. Demnächst wird Patient erster Klasse der sein, der privat versichert ist. Dann kommt der Patient zweiter Klasse, der in der Lage ist, in Vorkasse zu treten.
- (Maria Michalk [CDU/CSU]: Sie immer mit Ihren Horrorgeschichten!)
- Und dann kommt die Holzklasse. Das ist derjenige, der nicht in Vorkasse treten kann oder will. Das ist das, worauf es hinausläuft: Dreiklassenmedizin - privat, gesetzlich mit Vorkasse und Holzklasse.
- Sie werden dann einen Termin bekommen können, wenn Sie ankündigen, dass Sie privat versichert sind. Sie können einen Termin in Anspruch nehmen, wenn Sie ankündigen, dass Sie bereit sind, in Vorkasse zu treten. Ansonsten sind Sie Bittsteller beim Arzt. Ein solches System wird von uns, auch von der Bevölkerung, kategorisch abgelehnt. Sie machen hier Politik gegen die Bevölkerung für eine kleine Gruppe von skrupellosen Ärzten,
- (Widerspruch bei Abgeordneten der CDU/ CSU und der FDP)
- die nur bereit sind, Termine zu vergeben, wenn per Vorkasse bezahlt werden kann. Das ist es, worum es Ihnen geht, meine sehr verehrten Damen und Herren.
