Erwin Lotter
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Dr. med. Erwin Lotter, * 08.02.1951 in München, Arzt für Allgemeinmedizin und Psychotherapeut, MdB für die FDP seit November 2008
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Vita
- 1970 Abitur am humanistischen Ludwigsgymnasium in München
- 1970 bis 1976 Studium der Humanmedizin in Ulm und München
- 1977 Approbation als Arzt, anschließend Stabsarzt der Bundeswehr,
- 1979 bis 1986 Weiterbildung zum Allgemeinarzt und Psychotherapeuten,
- seit 1986 in Gemeinschaftspraxis mit Ehefrau in Aichach bei Augsburg niedergelassen.
seit 2005 stellvertretender Bezirksvorsitzender von Schwaben, stellvertretender Ortsvorsitzender von Aichach, Mitglied im LFA Gesundheit,
- seit 2002 Stadtrat von Aichach,
- 2002 bis 2008 Schulreferent,
- seit 2008 Kulturreferent der Stadt Aichach,
- seit 2008 Kreisrat im Kreistag von Aichach-Friedberg.
> eingetreten als Mitglied des Deutschen Bundestages am 1. November 2008 für den durch Verzicht ausgeschiedenen Abgeordneten Martin Zeil, FDP (Übernahme Ministeramt in CSU/FDP-Koalition in Bayern nach Landtagswahlen im Herbst 2008, Ministerpräsident Horst Seehofer!
Zitate
- Am Rande der gesundheitspolitischen Veranstaltung der FDP in Augsburg wurde am 8. Juli 2009 unter Schirmherrschaft des Landesverbands Bayern der FDP und Miriam Gruss MdB, sowie Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch, die "Vereinigung liberale Ärzte e.V." gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Erwin Lotter MdB, Allgemeinarzt (Aichach) gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Martin Prantl, Nervenarzt (Bad Reichenhall) und zweiter stellv. Vorsitzender Dr. Uwe Blaettner, Neurologe (Augsburg). Das Amt des Schatzmeisters bekleidet künftig Dr. Stefan Hartmann, Apotheker (Gilching). Beisitzer sind Dr. Christoph Luckas, (Trostberg), Dr. Jirina Tichov, (Augsburg), Dr. Karl Ebertseder, (Augsburg.
- „Unser Ziel ist es, durch unser politisches Engagment darauf hin zu wirken,die fatale Entwicklung der Gesundheitspolitik in Richtung einer staatlich gelenkten Discounter-Medizin in der Hand von Konzernen der Gesundheitsindustrie, die die Existenz der flächendeckenden haus- und fachärztlichen Versorgung gefährdet, zu stoppen.
- Lotter erinnert sich: "Vor zwei Jahren hatte Wolfgang Hoppenthaller vollmundig erklärt, er träte zurück, wenn seine Mitglieder die Kassenzulassungen nicht aufgäben. Damals – wie auch in diesem Jahr – haben die Ärztinnen und Ärzte ihrem Verbandspräsidenten aus Verantwortung gegenüber ihren Patienten die Gefolgschaft verweigert. Er sollte daher endlich sein Versprechen einlösen und durch seinen Rücktritt den Hausärzteverband wieder zu einer seriösen Stimme in der gesundheitspolitischen Diskussion werden zu lassen."
- Die Bundesregierung lehnt ein Fast-Food-Verbot für Kinder ab. Dafür hatte sich der Bundestagsabgeordnete und Arzt Erwin Lotter (FDP) in der „Bild“-Zeitung ausgesprochen. Sowohl das Gesundheitsministerium als auch das Verbraucherschutzministerium wiesen den Vorstoß zurück. „Einen vernünftigen Lebensstil kann man nicht verordnen“, hieß es in Berlin. Lotter hatte seinen Vorstoß damit begründet, dass gegen eine Verfettung der Kinder notfalls politisch vorgegangen werden müsse: „Es sollte verhindert werden, dass insbesondere Kinder unter 16 Jahren Fast-Food-Produkte essen.“ 23. Juli 2010
- Hier muss ernsthaft die Frage aufgeworfen werden, ob Eltern wirklich eigenverantwortlich genug handeln oder ob die Politik hierauf als letzte Möglichkeit auch gesetzlich reagieren muss.“ Lotter erläuterte nun, als mögliche gesetzliche Reaktion schwebe ihm die Verpflichtung der Eltern übergewichtiger Kinder zu Ernährungskursen vor. Als mögliches Vorbild verpflichtender Kurse nannte Lotter Erste-Hilfe-Kurse für Führerscheinanwärter. „Eltern und Erziehungsberechtigte werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie Kinder mit Fast Food vollstopfen oder Mikrowellenterror ausüben“, sagte er der dpa.
- Herr Lotter, Sie werden am 21.Juli 2010 im Donaukurier als Arzt und verärgerter FDP Abgeordnete zu der Auseinandersetzung BMG und Hausarztverträge zitiert: "Die Krankenkassen hätten bei der Sache ein "gehöriges Wort mitzureden"(..) Ausserdem habe die CSU dem Vorhaben Röslers in Berlin zugestimmt!! Weiss Ihr Parteikollege Philipp Rösler eigentlich, dass Sie den 73 b gut finden? Oder weshalb haben Sie ihn abgeschlossen?
- Ich war aufgrund Ihrer öffentlichen Haltung ganz schön verwundert, als mich Patienten über den bei Ihnen und Ihrer Frau abgeschlossenen Hausarztvertrag in Ihrer Gemeinschaftspraxis informierten. Was soll ich jetzt davon halten? Der 73 b Hausarztvertrag spült auf Ihr Konto Geld, dass nehmen Sie und Ihre Frau mit. Nach aussen vertreten Sie die Parteimeinung. Sagen Sie laut und deutlich, dass Sie den 73 b abgeschlossen haben und weshalb. Sagen Sie auch dass die KV Zahlungen keiner Praxis das Überleben sichern! Sie sitzen im Gesundheitsausschuss im Bundestag, klatschen zu den unmöglichsten Ausführungen Ihrer Parteileute und fallen Ihren eigenen Arztkollegen durch Ihr Verhalten in den Rücken. Schauen zu wie Rösler die KV-en stärkt und schweigen dazu! Ja geht's noch Herr Abgeordneter?? Wollten Sie mit Ihrem lauten Austritt aus dem Hausärzteverband Ihre Parteilinie wahren oder sich den Fachärzten anbiedern? Für mich ist Ihr ganzes Verhalten einfach nur opportunistisch, eben wie Ihr Umgang bei der Abstimmung im Bundestag. (Renate Hartwig in einem Diskussionsbeitrag in facharzt.de 23.07.2010)
- Kredit-Affäre des Bundespräsidenten: Nahles nennt Wulffs Verhalten unerträglich - Scheels Parteifreund, der FDP-Bundestagsabgeordnete Erwin Lotter, fordert sogar den Rücktritt des Staatsoberhauptes. "Statt mit präsidialem Glaubwürdigkeitskredit den Menschen in turbulenter Zeit Orientierung zu geben, ist der Bundespräsident gefangen im spitzfindigen Formulierungskampf um seinen Hauskredit", sagte Lotter. "Der umgehende Rücktritt ist ein Gebot des Anstands und der Verantwortung." (Mitte Dezember 2011)
- Als erster und bisher einziger Abgeordneter der schwarz-gelben Koalition sprach Lotter öffentlich aus, was auch andere denken. „Der umgehende Rücktritt ist ein Gebot des Anstands und der Verantwortung“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Das Echo kam sofort. Nicht nur sein Parlamentarischer Geschäftsführer Jörg van Essen suchte umgehend den Kontakt zum Abgeordneten. Ihn erreichte auch eine SMS von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die ist auch FDP-Vorsitzende in Bayern und entscheidet damit als Herrin der Liste, wer vielleicht noch einmal in den Bundestag einziehen kann und wer bestimmt nicht.
- Mit Ausnahme des nicht eben bekannten FDP-Bundestagsabgeordneten Erwin Lotter gibt es zwar niemanden, der seine Zweifel an Wulff öffentlich ausdrückt. Trotzdem wachsen die Zweifel beträchtlich. Und das hängt nicht zuletzt mit all dem zusammen, was sich vor einer Woche in der "Expedition Romantik" von seiner strahlenden Seite präsentierte. Denn was gemessen an der Wirkung in der Regenbogenpresse wie ein triumphaler Erfolg aussieht, löst in den Reihen der Union mittlerweile Bauchschmerzen aus. Die Rede ist von der Glamourwelt, in die der Präsident und seine Gattin seit Amtsantritt eingetaucht sind.
- Nur Lotter wagt sich vor - Das gilt insbesondere für Union und Liberale, die in der Bundesversammlung derzeit nur noch eine Mehrheit von vier Stimmen hätten. Einzig der bayerische FDP-Abgeordnete Erwin Lotter wagte sich mit Rücktrittsforderungen vor die Fernsehkameras. Erwin wer? Auch der Proteststurm der Opposition fiel vergleichsweise pflichtschuldig aus. Schließlich war Wulff im höchsten Staatsamt auf SPD und Grüne zugegangen. Sein Bekenntnis, dass auch der Islam inzwischen zu Deutschland gehört und seine jüngsten Attacken gegen gierige Banker wurden dort gerne vernommen.
- Während der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler dem Bundespräsidenten Respekt zollte, schießt der liberale Bundestagsabgeordnete Erwin Lotter weiter gegen Christian Wulff. "Ich bin zumindest positiv überrascht, dass er wenigstens die Weihnachtsansprache nicht auch noch von Anwälten hat verlesen lassen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.
Interviews
- Ich bin also gegen die Gesundheitskarte, bekomme in dem Punkt aber keine Zustimmung aus der Fraktion. (Lotter im aend-Interview: "Kassen können nicht für Praxisstillegung sorgen")
Offene Briefe
- Dr. Lotter an Minister D. Bahr - 21 Jan. 2012 zu Ergebnissen der A.T.Kearney-Studie
- Mitglied der Vereinigung Liberaler Ärzte e.V. (VLÄ) B. Steiner antwortet FDP-MdB Dr. Lotter auf seinen offenen Brief
Links
- liberale Ärzte gehen online Im Juli 2009 hat sich mit der Vereinigung Liberaler Ärzte e.V. (VLÄ) eine neue liberale Vorfeldorganisation gegründet.
- Wir sind zwar eine Vorfeldorganisation der FDP und können so unsere Interessen über die Partei und ihre Mandatsträger wahrnehmen - die Parteimitgliedschaft ist aber keine Voraussetzung zur Mitarbeit bei den Liberalen Ärzten.
