UEMS
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Die UEMS ist ein übernationaler Verband der fachärztlichen Berufsverbände auf der europäischen Ebene. Die Abkürzung bedeutet Europäische Vereinigung der Fachärzte UEMS, auf französisch "Union Europeenne des Medicins Specialistes".
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Beauftragte Mitglieder in den Berufsverbänden
Es gibt beauftragte deutsche Mitglieder in den jeweiligen Berufsverbänden.
- Der Vertreter der HNO-Ärzte ist Dr. H.-W. Mollenhauer (Bad Bergzabern).
- Die Vertreter der Orthopädie sind Prof. Dr. med. Joachim Grifka (Bad Abbach) und Dr. G. Abt, (Berlin)
Zur Geschichte der UEMS
Der Grundstein der UEMS wurde bereits 1958 gelegt, also vor 45 Jahren. Damals trafen sich die Delegierten der Medizinischen Gesellschaften der sechs Mitgliedsstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande) zu einer EU (EEC) erstmals in Brüssel und gründeten die UEMS. Meetingsprache war damals französisch. Man ging sofort das Problem der Qualität an und versuchte einen vergleichbaren hohen Standard der Ausbildung der Spezialisten in allen Mitgliedsstaaten zu erreichen. Die Zukunftsvision ergab als Resultat im näheren Eingehen auf die gemeinsamen Kriterien eine Anwendung für alle Spezialisten, die sich von einem Mitgliedsstaat zum anderen in der Weiterbildung bewegen wollten. Um die objektiven Ambitionen zu realisieren, wurden von der UEMS 1962 Spezialsektionen für jede einzelne Facharzt-Disziplin ins Leben gerufen.
Prof. Eberhard Stennert ist Chairman für Weiter- und Fortbildung (Logbuch, CME). Weitere Mitglieder sind Dr. Thomas Somers (Belgien) und Prof. David Proops (England). Dr. Hans-Werner Mollenhauer ist Chairmann für Manpower und Exchange (Arbeitsmarkt/Austausch von Weiterbildungsassistenten europaweit). Weitere Mitglieder dieser Gruppe sind Dr. J. Theisen (Luxemburg) und Dr. B. Geoffray (Frankreich).
Chairman wird man nur, wenn innerhalb der UEMS spezielle Aufgaben übernommen werden, wie z. B. Manpower und Exchange, Weiter- und Fortbildung, CME/CPD, Visitationen, Unterkomitee Kommunikation usw. Allerdings kann dies auch nur funktionieren, wenn die Belegärzte längere Zeit Mitglied in der UEMS sind. Deswegen ist es auch nicht gewünscht, dass Änderungen eintreten, um den Gruppen eine zeitliche Arbeitsbasis zu geben.
Jede Jahressitzung hat ein Hauptthema, das vorbereitet und abgehandelt wird. So z. B. CME/CPD; das Logbuch, die Harmonisierung der Weiterbildung, die Visitation (Zertifizierung der Kliniken) und die Mindestanforderung für die Bereitstellung von den Dienstleistungen.
1. Training program including Logbook
Das Logbook spiegelt die deutsche Weiterbildungsordnung wieder, wurde von den 15 bisherigen EU-Mitgliedstaaten akzeptiert, aber nicht in Landesrecht umgesetzt.
2. Continuing Medical Education (CME)
Fortbildungsprogramm, das in Deutschland bereits umgesetzt ist, sowie auch in den nordeuropäischen Staaten, wobei 50 CME Punkte pro Jahr erbracht werden müssen, in 5 Jahren 250 mit Rezertifizierung der Facharztanerkennung.
3. Continues Professional Development (CPD)
Berufsbegleitende Spezialistenfortbildung
4. Visitation of Training Institutions
Entspricht der Zertifizierung der Universitätskliniken und der Weiterbildungsdepartments.
5. Minimal Requirements of Training Institutions
Die Festlegung der minimalen Ausrüstung von Weiterbildungskliniken und -Abteilungen
Anmerkung
Es ist bislang relativ schwer, hierzu an genauere Informationen zu gelangen. Für Ergänzungen sind die Autoren dankbar!
Mit dem Sitz in Brüssel deutet sich bereits die Zielsetzung mit Einfluss auf die Gesetzgebung im Europäischen Parlament an. Ob der Verband die unterschiedlichen Sozialsysteme der verschiedenen Länder berücksichtigt, wäre eine noch zu klärende Fragestellung.
