Franz-Joseph Bartmann

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Dr. med. Franz-Joseph Bartmann (* 27.07.1950) geboren in Giershagen (Kreis Brilon) ist ein Arzt und ärztlicher Standesfunktionär.

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Dr. med. Franz-Joseph Bartmann

Dr. Bartmann arbeitet als Chirurg im St. Franziskus-Hospital in Flensburg. Er gehört der Ärztekammer Schleswig-Holstein seit 1988 an und hat seit 2001 das Präsidentenamt inne. Bis Mitte Oktober 2001 war er Leiter der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Schleswig-Holstein.


Inhaltsverzeichnis

Vita

  • 10.10.1978 - Staatsexamen
  • 03.11.1978 - Approbation
  • 05.04.1979 - Promotion
  • 16.07.1986 - Anerkennung als Facharzt für Chirurgie
  • 21.04.1993 - Anerkennung der Teilgebietsbezeichnung Unfallchirurgie
  • 26.05.1999 - Anerkennung der Schwerpunktbezeichnung Visceralchirurgie
  • seit 01.10.1989 - Oberarzt im St. Franziskus-Hospital Flensburg
  • seit 1988 - Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • seit 1997 - Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • 1999 - 2001 - Leiter der Akademie für med. Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • 1989-2001 - Vorsitzender des Ausschusses "Qualitätssicherung" der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • seit 1989 - Mitglied in der Ständigen Konferenz "Qualitätssicherung" der Bundesärztekammer
  • seit 1991 - Mitglied/Vorsitz im Lenkungsausschuss für Qualitätssicherung der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • seit 1992 - Mitglied und Vorsitzender des Fachausschusses Chirurgie der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • seit 2003 - Mitglied des Arbeitsausschusses und der Ständigen Konferenz "Ärztliche Weiterbildung" der Bundesärztekammer
  • seit 2003 - Ständiger Gast des Deutschen Senats für ärztliche Fortbildung der Bundesärztekammer
  • Dezember 2005 Nachfolge von Prof. Dr. Ingo Flenker im Vorsitz Ausschuss Telematik der Bundesärztekammer


Zitate

Telematikbeauftragter der BÄK

  • Unter Vorsitz von Dr. Franz-Joseph Bartmann berät der Ausschuss Telematik den Vorstand der Bundesärztekammer in allen Fragen, die mit der Anwendung von Kommunikations- und Informationstechnologien in der Medizin und der Gesundheitspolitik in Zusammenhang stehen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf der Frage der technologisch-fachlichen Entwicklung, sondern in der Beurteilung der ärztlichen, berufspolitischen, ethischen, rechtlichen und ökonomischen Bedeutung dieser Technologien bzw. ihrer Anwendung. Nicht zuletzt wegen dieser starken Überlappung mit Arbeitsgebieten anderer Gremien berät der Ausschuss auch direkt andere Ausschüsse und Arbeitsgruppen, wenn Fragen der Telematik im Gesundheitswesen tangiert sind. Die Geschäftsführung liegt bei der Stabsstelle der Bundesärztekammer, in der neben dem Projektbüro elektronischer Arztausweis die Stellen eines stellvertretenden Dezernenten und eines Referenten mit dem Schwerpunkt Gesundheitstelematik angesiedelt sind.
  • "In allen Testregionen beteiligen sich die Organisationen der Leistungsträger konstruktiv an den Testvorhaben. Sie unterstützen den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, solange dieser dem Wohl der Patienten dient und zur Verbesserung von Arbeitsabläufen beiträgt. Ein Scheitern des Projektes auf Grund von in der Praxis nicht umsetzbaren technischen und organisatorischen Lösungen wäre daher fatal", erklärte Dr. Franz-Joseph Bartmann, Telematikbeauftragter des Vorstandes der BÄK.
  • «Das Prinzip der Freiwilligkeit werden wir nicht aufgeben», sagt Bartmann. «Es ist der einzige Weg, die Karte einzuführen.» «Die Einführung an eine spätere Online-Anbindung zu knüpfen, ist instinktlos». Die Einführung neuer Technologien ist immer mit Ängsten verbunden. «Wenn ein Arzt das Gefühl hat, mit dem Lesegerät verpflichtet er sich automatisch zum späteren Online-Anschluss, macht er sich natürlich Sorgen.»
  • BÄK: Ja zur elektronischen Gesundheitskarte - Seiner Ansicht nach muss die Neuausrichtung die Zielsetzung verfolgen, behandlungsrelevante Daten wie Arztbriefe oder Befunde auf hochsicheren Wegen immer an dem Ort verfügbar zu haben, an dem der Patient das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen muss. „Das würde für mehr Vertrauen und Akzeptanz auch bei der Ärzteschaft sorgen und auch der Qualität der Patientenversorgung zugute kommen“, betont Bartmann.(15. Dezember 2009)
  • Die Strategie der neuen Bundesregierung stößt bei den Ärzten auf Zustimmung.„Das ist ganz im Sinne der Ärzteschaft“, betont Dr. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer (BÄK). Allerdings sah sich Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) zu einer Klarstellung veranlasst, nachdem der Passus im Koalitionsvertrag zunächst von verschiedenster Seite als das Ende des E-Card-Projektes gedeutet wurde. Die Vereinbarung bedeute keinesfalls den Stopp der E-Card, betonte Rösler in einem Brief an seinen Amtskollegen in Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann (CDU).
Damit beruhigte er die irritierten Krankenkassen in der Basis-Rollout-Region Nordrhein. Diese hatten angesichts der neuen Entwicklung die Ausgabe der eGK an ihre Versicherten kurzfristig gestoppt. Auch im Gespräch mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband bestätigte Rösler noch einmal die Fortsetzung des eGK-Projekts. Nun steht fest: An der Einführung der Karte wird festgehalten, allerdings soll die eGK in einer „abgespeckten Version“ kommen. So werden die Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte zunächst auf ein sicheres Management für die Versichertenstammdaten sowie die Notfalldaten beschränkt. Die Forderungen nach einer sicheren Punkt-zu-Punkt- Kommunikation der Ärzte sollen schnellstmöglich umgesetzt werden. (IT Kompakt Dezember 2009)


Ärztekammerpräsident Schleswig-Holstein

  • Das schleswig-holsteinische Bündnis Gesundheit wird sich geschlossen an der nächsten Großdemonstration der Ärzte in Berlin (22.9.2006) beteiligen. Das hat das Gremium auf seiner ersten Sitzung in diesem Jahr beschlossen. "Ich bin überzeugt, dass die Politik ihre Ignoranz überdenken muss, wenn sich sämtliche Gruppen des Gesundheitswesens an den Ärzteprotesten beteiligen", ist sich der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Sprecher des Bündnis Gesundheit, Dr. Franz Bartmann, sicher.
  • Fischen ist seine Leidenschaft. Ob mit dem Boot oder bei auflandigem Wind vom Ufer aus: Die Meerforelle ist eine seiner Lieblingsfische. Allzu oft kommt er allerdings nicht dazu, die Köder auszuwerfen. Als Chef der Ärztekammer Schleswig-Holstein bleibt dem Chirurg nur wenig Zeit für seine privaten Interessen. Das wird sich mit Sicherheit auch in den kommenden vier Jahren nicht ändern, denn im September 2009 wählten die Delegierten der Kammerversammlung Bartmann einstimmig mit nur einer Enthaltung erneut zum Präsidenten der Kieler Ärztekammer. Damit wird der 59-Jährige auch weiterhin mit einem gesundheitspolitischen Dauerstreitthema zu tun haben – der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Als Telematik-Beauftragter der Bundesärztekammer setzt er sich seit Jahren dafür ein, dass die Interessen der Ärztinnen und Ärzte bei dem e-card-Projekt berücksichtigt werden. Dafür ist mitunter viel Geduld nötig – aber das ist beim Fischen, speziell mit der selbstgebundenen Fliege, gewiss nicht anders.


Deutsche Ärztetage

Dr.Bartmann in Münster
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Dr.Bartmann in Münster
Dr.Bartmann, Medica 2009 Düsseldorf, 2.ter von links Daniel Bahr
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Dr.Bartmann, Medica 2009 Düsseldorf, 2.ter von links Daniel Bahr
  • Beschluss als Momentaufnahme - Der Beschluss des Ärztetages bedeute weder den Ausstieg aus den Modellprojekten noch aus der Mitarbeit in der für die Gesundheitskarte zuständigen Betriebsgesellschaft gematik, stellte die BÄK anschließend vor der Presse klar. Es handele sich um eine „Momentaufnahme“ der Entwicklung, die Tests von Heilberufsausweisen und Gesundheitskarten würden auf jeden Fall weitergeführt. „Sollten allerdings bis zum nächsten Ärztetag richtungsweisende Beschlüsse zur Einführung des Telematikprojekts erforderlich sein, wären der Bundesärztekammer die Hände bei der Abstimmung oder gar der aktiven Mitgestaltung gebunden“. (auf dem Ärztetag in Münster 2007 mit einer Abstimmung zur eCard)
Thema "Gesundheitskarte" auch in Dresden 2010
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Thema "Gesundheitskarte" auch in Dresden 2010
  • Vom Ende der Debatte bleibt noch zu berichten, dass der Delegierte Brunngraber es sich nicht nehmen ließ, in einer persönlichen Erklärung nicht nur seiner Freude über die erneute Ablehnung der Gesundheitskarte Ausdruck zu verleihen, sondern zu einem längeren Angriff auf die Person Bartmanns ausholte und diesem unter anderem mangelnde Kollegialität vorwarf. Bartmann hatte in der Debatte mehrfach von seinem Recht als Referent Gebrauch gemacht, direkt auf kritische Einwürfe einzugehen.
Als Reaktion auf die Philippika Brunngrabers ergriffen Dr. med. Ulrike Wahl, Präsidentin der Ärztekammer Baden-Württemberg, und Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, nacheinander das Wort und sprachen Bartmann Dank und Anerkennung aus für seine hervorragende bisherige Arbeit, seine große Sachkenntnis, sein Engagement und seine Fairness. Minutenlanger Beifall im Saal folgte.
Bartmann sagte unter anderem dies: "Und, Herr Brunngraber, es waren nicht wir, es war nicht der Ärztetag, der dieses Projekt behindert hat. Wir haben immer wieder unsere Bedenken geltend gemacht. Wir haben das Projekt in eine Richtung gesteuert. Sondern es waren ganz andere, es waren technische Probleme, es waren Probleme innerhalb der Gematik, die alle aufgearbeitet worden sind, die dazu geführt haben, dass dieses Projekt sich so lange verzögert hat."
  • Am Ende seines Referats appellierte Bartmann an die Delegierten, aktiv und konstruktiv an der Entwicklung der Telematik und Telemedizin mitzuarbeiten. „Verweigerung oder gar Fundamentalopposition führt zwangsläufig dazu, dass wir als Ärzteschaft auf der Tribüne sitzen, während das Spiel auf dem Feld entschieden wird“, sagte er.
Die Mehrheit der Delegierten wollte der sachlichen Argumentation Bartmanns zum eGK-Projekt dennoch nicht folgen. „Brauchen wir die Telematikinfrastruktur und die eGK zur Verbesserung der Versorgung? Wir sind der Meinung: Nein“, befand Martin Grauduszus, Nordrhein.
  • DRESDEN. Er kämpfte, überzeugte die einen, wurde harsch kritisiert von den anderen. Er intervenierte mit Herzblut, wies darauf hin, dass viele Forderungen vergangener Ärztetage mit Blick auf das E-Card-Projekt erfüllt seien: Am Ende allerdings musste Dr. Franz-Joseph Bartmann, Kammerchef in Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer, zur Kenntnis nehmen, dass all seinem Mühen kein Erfolg beschieden war. Einmal mehr lehnte der Ärztetag nach harter und kontroverser Diskussion die Einführung der E-Card "in der derzeitigen Form" ab.

Vorträge You Tube

Links

  • Die endgültigen Arztausweise sollen die rechtsgültige Signatur unterstützen. Gleichzeitig müssen sie auch technisch zur Gesundheitskarte passen. Für die ersten Arztausweise befinden wir uns im Test. Wir werden sie später noch einmal austauschen müssen. Aber das geht schnell und ist für die Kollegen nicht mit großem Aufwand oder gar mit zusätzlichen Kosten verbunden. (Interview der "Ärzte Zeitung" vom 21. März 2007)
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