Frontal 21 und mehr
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Fernsehsendung im ZDF Am 3. April 2001 lief die erste Sendung. Von Anfang an wurde das Magazin von Theo Koll moderiert.
Häufiger sind auch Medizin und Mediziner Anlass der Berichte dort. Einige exemplarische Sendungen und die Reaktionen ärztlicher Verbände sind hier zusammengefasst.
Sendungen
- Ärzte ziehen über Patienten her Sendung vom 12.6.2007 - Windisch in Frontal 21: "Facharzt.de sofort schließen und Autoren die Approbation entziehen" - "Dieses Forum müsste sofort geschlossen werden" – das fordert Heinz Windisch, Präsident des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands, laut Vorabbericht der ZDF-Sendung Frontal 21. Darüber hinaus fordert er, dass "diesen Ärzten die Approbation entzogen" werde. Die Ärztekammern sollten die Mediziner zur Verantwortung ziehen.
Reaktionen
- Berufsverband der Frauenärzte: Facharzt.de zu einem Trauerspiel verkommen - "Statt der Sache der Fachärzte zu dienen, wie Sie es vorgeben, schaden Sie der fachärztlichen Versorgung der Menschen in Deutschland, nicht nur den Ärzten selbst."
- Gesellschaft für Allgemeinmedizin zu Frontal 21: Entsetzen und Abscheu über Facharzt-Äußerungen im Forum - Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin hat sich mit "Entsetzen und Abscheu" von den Aussagen distanziert, welche die ZDF-Sendung "Frontal21" aus dem Leserforum des Ärztenachrichtendienstes zitiert hatte. In einem Brief an die Redaktion des Magazins betont der Präsident der Gesellschaft, Prof. Michael Kochen, dass sich im genannten Internetforum Facharzt.de "ausschließlich Spezialisten" zu Wort meldeten. Der vollständige Brief ist auf der "Frontal 21"-Internetseite zu finden.
- DFV-Pressesprecher: Es ist verheerend, was unter facharzt.de quasi in Ihrem Namen geschieht. Beitrag eines Kollegen auf facharzt.de, der dazu wohl recherchiert hatte.
- DEGAM-Präsident: Hausärzte werden von Organen der Ärzteschaft vorgeführt und gedemütigt - Die zugrundeliegenden, vorwiegend ökonomisch motivierten Verteilungskämpfe haben inzwischen ein groteskes Ausmaß angenommen, das es in keinem vergleichbaren Land gibt. Ohne Frage ist eine vernünftige Medizin ohne qualifizierte Spezialisten nicht denkbar.
- BMG: BÄK und KBV sollen gegen Forumsautoren vorgehen - Nicht nur in den Medien werden Beiträge von Forumsautoren derzeit zum Thema – das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nimmt im Hintergrund offenbar gezielt Leser ins Visier: Abteilungsleiter Franz Knieps hat Bundesärztekammer und KBV in einem Schreiben aufgefordert, Schritte gegen die Verfasser ausgewählter Beiträge zu unternehmen. Am Tag nach der "Frontal21"-Sendung sandte Knieps eine Sammlung von 25 Beiträgen an BÄK und KBV und forderte eine "berufsrechtliche und vertragsarztrechtliche Prüfung der Einzelfälle". Auch die Kassen wurden informiert.
Kritiken
- Donnerstag, 14. Juni 2007 - Unbequemer Lauterbach "Zweiklassenstaat" - Nein, eine "verkaufsfördernde Übertreibung" sei der Titel nicht, sagte Karl Lauterbach gleich zu Beginn der Vorstellung seines neuen Buches. Und er betreibe damit auch keine "Überhöhung von Ungerechtigkeiten", betonte der ebenso bekannte wie umstrittene SPD-Gesundheitspolitiker dann noch. Er sei vielmehr fest davon überzeugt, dass Deutschland ein - so der Buchtitel - "Zweiklassenstaat" sei. In der Ärzteschaft dürfte Lauterbach mit seinem Buch - gelinde gesagt - ohnehin auf wenig Gegenliebe stoßen. Seitens der Fachärzte gibt es bereits deutliche Proteste gegen diverse Vorwürfe. Und eine Passage, in der Lauterbach aus einer Internet-Diskussion von Ärzten über Kassenpatienten zitiert, wurde in der ersten Auflage des Buches nach einer einstweiligen gerichtlichen Verfügung zunächst geschwärzt. Christoph Trost, dpa (auf ntv)
