Gisela Charlotte Fischer

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Die Allgemeinmedizinerin Prof. Dr. med. Gisela Charlotte Fischer (geboren 01.03.1938 in Saarbrücken) ist Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.


Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

  • 19581964 Studium der Medizin und Philosophie an den Universitäten Köln und Freiburg i.Br.
  • 1964 Staatsexamen an der Albertus Magnus Universität zu Köln Promotion zum Dr. med. zum Thema:"Zur in vitro -Aufnahme von J131 markiertem Trijodthyronin durch Erythrozyten"
  • 1969 Erlangung der ärztlichen Approbation


  • 1970 – 1972 Wissenschaftliche Assistententätigkeit am Institut für Dokumentation und Informatik an der Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt /M
  • 1972 – 1978 Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin überwiegend am Universitätsklinikum Frankfurt /M
  • 1978 Erlangung der Facharztqualifikation Allgemeinmedizin
  • 1975 – 1990 Tätigkeit in eigener Landarztpraxis. Gleichzeitig Lehr- und Forschungstätigkeit als Lehrbeauftragte für Allgemeinmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  • 1988 Habilitation mit Verleihung der Venia legendi für das Fach Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
  • 1989 Berufung auf den C4-Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, Direktorin der Abteilung Allgemeinmedizin
  • seit 1992 Mitgestaltung und Lehre im Aufbaustudiengang Bevölkerungsmedizin-Public Health des Zentrums Öffentliche Gesundheitspflege an der Medizinischen Hochschule Hannover
  • seit 1995 Vertretung des Faches Medizinische Soziologie, das mit einer eigenen Dozentur in die Abteilung integriert ist.
  • 1995 Aufbau des Ethno-Medizinischen Zentrums Hannover e.V. durch einen Mitarbeiter der Abt.
  • Mai 2003 Beendigung der Abteilungsleitung durch altersbedingten Ruhestand
  • 2003 Erneute Berufung in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
  • 2011 - Deutscher Ärztetag in Kiel: Fischer ist eine „Frau der der ersten Stunde“. Sie war eine der ersten Medizinerinnen, die sich im Fach Allgemeinmedizin habilitierten. Nach ihrem Ruf an die MHH baute sie dort eine der größten allgemeinmedizinischen Abteilungen in Deutschland auf und integrierte neue Ansätze wie die Qualitätsförderung, Leitlinien, Public Health und Versorgungsforschung in ihre Arbeit. Drei ihrer Schüler sind heute Lehrstuhlinhaber in Frankfurt am Main, Magdeburg und Leipzig. (Paracelsus-Medaille wird ihr verliehen)

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Medizinische psychosoziale und pflegerische Versorgung alter Menschen
  • Qualitätsförderung und -management in der Primärmedizin
  • Rehabilitation: Schwerpunkte: Mütter und Kinder, Adipositas, alte Menschen
  • Theoretische Grundlagen der Allgemeinmedizin
  • Gesundheit und psychosoziale Einflussfaktoren
  • Der Patient als Partner im ärztlichen Entscheidungsprozess
  • Mitgliedschaften, Herausgeberschaften, Mandate
  • Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
  • Mitglied im Deutschen Gesundheitsforschungsrat beim BMBF (in Vertretung für den SVR im Gesundheitswesen)
  • 2. Vorsitzende des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. Hannover
  • Vorstandsmitglied, später Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (bis Sept. 2001)


Mitgliedschaften

  • Akademie für Ethik in der Medizin
  • Bundesverband Managed Care, BMC
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, DEGAM
  • Deutscher Ärztinnenbund
  • Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen, GRPG


Herausgeberschaften

  • mehrere Bücher
  • Mitherausgeberin der wissenschaftlichen Zeitschrift "Allgemeinmedizin" (Springer Verlag) bis 1991
  • Mitherausgeberin Zeitschrift RPG (Recht und Politik im Gesundheitswesen)


Quellen

[Sachverständigenrat]

Persönliche Werkzeuge