H.- Joachim Helming

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Dr. Helming
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Dr. Helming

Dr. med. Hans-Joachim Helming, * 1952 FA für Gynäkologie ist ein in der Kleinstadt Belzig niedergelassener Facharzt und ärztlicher Standesfunktionär als Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.


Inhaltsverzeichnis

SPIEGEL-Interview

  • SPIEGEL: In den neuen Ländern fehlen schließlich rund 600 Hausärzte. Aus diesem Grund wollen Sie eine "Buschzulage" für Landärzte durchsetzen. Womit hoffen Sie denn, die Doktoren aufs platte Land locken zu können?
Helming: Wir wollen ihnen eine Umsatzgarantie für ihre Praxis geben, ihnen statt Wegepauschalen Kilometergeld zahlen. Außerdem wollen wir den Medizinern ermöglichen, in einem unterversorgten Gebiet eine zweite Praxis aufzumachen. Wichtige Praxen, die unbesetzt sind, könnten wir als KV selbst übernehmen und mit bei uns angestellten Ärzten betreiben.
15.07.2002

Zitate

  • In Brandenburg rumort es. Die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung sind in die Kritik geraten. Ihr Vorsitzender hat eine Dreiviertel Million Mark als Übergangsgeld kassiert, obwohl er seinen Vorsitz gar nicht abgegeben hat. Auch die Aufwandsentschädigungen sind üppig. Die Funktionäre lassen es sich gut gehen - alles auf Kosten der Kassenärzte, die zwangsweise 2,5 Prozent ihres Praxisumsatzes an die Funktionäre abgeben müssen.
  • Einige obere Ärzte-Chargen haben das Besoldungssystem weiter verfeinert. Nachdem das Bundessozialgericht im vergangenen Jahr Übergangsentschädigungen auf maximal zwei Jahre begrenzt hatte, löste die brandenburgische KV ihren Pensionsfonds kurzerhand auf. Allerdings gaben die KV-Vorständler das Geld nicht an die niedergelassenen Ärzte zurück, sondern ließen sich eine Art Vorschuss auf die Rente genehmigen. Der KV-Vorsitzende Hans-Joachim Helming strich vorab etwa 730 000 Mark ein, obwohl seine neue Amtszeit erst im Januar 2001 begonnen hat. Sein Stellvertreter Peter Noack kassierte 340 000 Mark. Sollten die beiden irgendwann aus dem Amt scheiden, rechnen sie zudem mit einer weiteren Überbrückungshilfe von monatlich etwa 11 000 Mark für die Dauer von zwei Jahren - wenn ihnen das brandenburgische Sozialministerium nicht doch noch einen Strich durch diese Rechnung macht. Wofür diese Beihilfe eigentlich gezahlt wird, ist in vielen Fällen schleierhaft. Fast alle Ärztefunktionäre geben ihre Praxis nicht auf, sondern heuern einen Stellvertreter an. Dessen Gehalt bekommen sie erstattet.
  • 2001 strich der damalige Präsident der brandenburgischen KV, Hans-Joachim Helming, kurz nach Beginn seiner Amtszeit 730 000 Mark als eine Art Vorschuss auf die Rente ein, sein Stellvertreter Peter Noack bekam 340 000 Mark. Das Potsdamer Sozialministerium intervenierte, und es kam zu einer Einigung vor dem Sozialgericht: Beide Ärzte durften das Geld behalten, verpflichteten sich aber, nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt, keine weiteren Ansprüche zu stellen und glichen den Zinsvorteil aus, den sie durch die vorgezogene Zahlung erlangt hatten.
  • Brandenburgisches Ärzteparlament ab 1. Januar 2005 mit hauptamtlichem Vorstand - Potsdam, 5. November 2004. Der Belziger Gynäkologe Dr. med. Hans-Joachim Helming ist der alte und neue Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Dies ist zugleich die Widerspiegelung des Vertrauensbeweises der ärztlichen Basis, von der er insgesamt 1.143 Stimmen bei der Wahl zur Vertreterversammlung erhielt; das mit Abstand beste Ergebnis.
  • Jetzt hat Dr. Helming richtig Ärger bekommen. Seinen Entwurf für einen Verwaltungshaushalt der KV hat die zuständige Ministerin nicht billigen wollen – zum ersten Mal in 15 Jahren. Dagmar Ziegler (SPD), Gesundheitsministerin Brandenburg: „Wir haben ihn beanstandet, weil wir der Auffassung sind, in der jetzigen Situation der Ärzteschaft und der finanziellen Engpässe einiger Ärztegruppen muss auch ein Verwaltungshaushalt einer Selbstverwaltung so sein, dass er angemessen ist und wir finden eben, er ist in Teilen nicht angemessen.“ Aus den Planungen der Kassenärztlichen Vereinigung: für 2006 wünschte man sich:
- 7,5 Millionen Euro für Rücklagen
- 5 neue Dienstwagen und
- 750m² neue Büroflächen.
  • Brandenburg: Über 350 Ärzte protestieren vor Landtag - Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg haben die Krankenkassen Honorarzahlungen für das zweite Quartal um rund acht Millionen Euro reduziert. Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) sagte, die Landesregierung setze sich dafür ein, dass die durch das "Hartz IV"-Reformgesetz entstandenen Einnahmeausfälle der Krankenkassen kompensiert und ein morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich eingeführt werde. Sie forderte Krankenkassen und KV auf, so schnell wie möglich zu vertraglichen Vereinbarungen über Honorarverteilungen zu kommen.
  • Die Situation wird nicht durch illusorische, weil rechtlich nicht zulässige Sonderzahlungen verbessert werden, sondern nur durch Nutzung aller tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten inner- und außerhalb des KV-Systems. Eine grundlegende Veränderung mit langfristigen Folgen kann zudem nur durch die baldige Einführung des sog. morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs („Morbi-RSA“) erfolgen, der es gestattet, dass bundesweit die Mitgliedsbeiträge der GKV für die tatsächlich notwendigen ärztlichen Leistungen ausgezahlt werden. Nur dadurch kann ärztliche Mehrarbeit wegen größerer Erkrankungshäufigkeit (höherer Morbidität) in Ländern wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entsprechend vergütet werden. In dieser Frage sollte sich die KV Brandenburg an der Kassenärztlichen Bundesvereinigung orientieren, die sich zusammen mit AOK und BARMER für die baldige Realisierung des Morbi-RSA ausgesprochen hat. Grundsätzlich sollte sich die KVBB entscheiden, ob sie zusammen mit den Krankenkassen die Situation verändern oder lediglich öffentlichen Theaterdonner produzieren will. Kurzfristig einberufene „Krisengipfel“ ohne vorherige Abstimmung und Vorbereitung sind keine Mittel zur Lösung des Problems, sondern lediglich publicity-heischende Ablenkungsmanöver von der bisherigen eigenen Unbeweglichkeit. (AOK: 24.11.2005 - "Ambulante Medizin in Brandenburg unverzichtbar - Gemeinsam für bessere finanzielle Absicherung")
  • DÄ: Einer Emnid-Umfrage zufolge lehnt die Mehrheit der Patienten Bonusverträge ab. Sie befürchtet, daß die Behandlung schlechter wird. Teilen Sie diese Befürchtung? - Helming: Bei primitiven Bonusverträgen schon. Nicht aber bei intelligenten, auf die Behandlungskonzeption abgestellten Verträgen. In Brandenburg wird der Mehraufwand für eine umfassende Arzneimittel-Verordnungsberatung finanziert. Die ist zeitintensiv und wird mit dem zur Verfügung stehenden Budget nicht gedeckt. Hier profitiert der Patient sogar von einer solchen Konzeption. 11.09.1998

Helming und 116 117

Was lange währt, wird gut: In wenigen Tagen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst bundesweit über eine einheitliche, leicht zu merkende Rufnummer zu erreichen: die 116 117.
 : Zeit ist relativ! Gemessen an den „Prophezeiungen“ der Lobbyisten in Brüssel, so ein Vorhaben „stemme man nicht unter sieben bis acht Jahren“, sind vier Jahre von 2005 bis 2009 von der Idee bis zum Beschluss der EU-Kommission ungewöhnlich kurz! Dass es dann noch zwei Jahre dauerte, diese Rufnummer in Deutschland „anrufbar“ zu machen, hat was mit Ausschreibungen und technischen Umsetzungsaspekten zu tun.
Diese Rufnummer ist ja ein Stück weit Ihr Kind, und die Geburt war ein hartes Stück Arbeit …
Fahrzeug der "Dringlichen Medizinischen Hilfe" der ehemaligen DDR
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Fahrzeug der "Dringlichen Medizinischen Hilfe" der ehemaligen DDR
Kleidungsaufnäher SMH
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Kleidungsaufnäher SMH
 : Gewiss, als ich die Idee hatte, in Deutschland eine einheitliche Rufnummer für den Bereitschaftsdienst zu organisieren – und dabei die damals in der DDR existente 115 für den DHD im Sinn hatte – hatte ich keine Vorstellung von den dann damit verbundenen Herausforderungen.
  • Die Schnelle Medizinische Hilfe (Abkürzung: SMH) war ab 1976 in der DDR für alle medizinischen Notfälle zuständig. Die DDR-weite Notrufnummer war die 115. Die SMH war eine Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz der DDR und dem Ministerium für Gesundheit der DDR.
DHD - Dringlicher Hausbesuchsdienst
Die Gruppen des DHD und DkHD wurden vorrangig bei akuten Erkrankungen, Schmerzzuständen und Verhaltensstörungen eingesetzt. Ihre Tätigkeit war nicht mit der Durchführung ärztlicher Hausbesuche identisch. Lediglich nach Dienstschluß der ambulanten Einrichtungen übernahmen diese Gruppen alle notwendigen Hausbesuche. Aufgrund der Struktur der SMH wurden auch DMH-Einsätze durch Gruppen des DHD übernommen. Eine enge Zusammenarbeit beider Gruppen war für die Wirksamkeit der SMH von entscheidender Bedeutung.
  • Deutschland ist das erste Land, das diese Nummer flächendeckend einführt. Aber die Europäische Union hat sie europaweit für den ärztlichen Bereitschaftsdienst reserviert. Initiiert hat dies H.- Joachim Helming, Chef der kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Er möchte, dass andere Länder dem deutschen Beispiel folgen. Sein Ziel: "Dass jeder Mensch in Europa, egal ob er als Tourist oder Geschäftsreisender unterwegs ist, ob in Lissabon, Rom oder Berlin, immer über die 116 117 ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen kann."

Ehrungen

  • Die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg wurde durch den Präsidenten der Landesärztekammer Dr. Udo Wolter an Dr. med. Hans-Joachim Helming am 17. November 2007 verliehen. Mit der Ehrennadel werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um das Ansehen des ärztlichen Berufes und der ärztlichen Selbstverwaltung verdient gemacht haben.<
Die Landesärztekammer Brandenburg ist Ihnen aufrichtig zu Dank für Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Ärzteschaft in Brandenburg verpflichtet.
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