IGES
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Das IGES – Institut (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) wurde 1980 von Mitarbeitern der Technischen Universität Berlin gegründet. Ausschlaggebend waren damals ständig neue Fragen zur infrastrukturellen und ökonomischen Thematik bei Krankenhausneubauten. Dabei musste in erster Linie eine Antwort gefunden werden, wie unser Gesundheitssystem denn überhaupt funktioniert.
Nach eigenen Angaben in einer Broschüre wurden seither mehr als 1200 Projekte für mehr als 100 Auftraggeber durchgezogen. 590 Publikationen seien daraus entstanden. Viele der Auftraggeber arbeiten häufig mit IGES zusammen. (Zur 30-Jahr-Feier 2010)
Das Leistungsspektrum des IGES Instituts erweitert sich durch die Tochtergesellschaften CSG Clinische Studien Gesellschaft hin zur klinischen Forschung und durch IMC IGES zur Beratung von Krankenhäusern. Zusammen beschäftigt die IGES-Gruppe über 70 Experten aus Lebenswissenschaften, Ökonomie und Statistik.
Das IGES Institut gründet seine Arbeit auf hohe Sach- und Methodenkompetenz und bietet in allen Arbeitsgebieten einen breiten Zugang zu eigenen und zu Datenquellen anderer Institutionen.
Der Begriff "Versorgungsforschung" wurde 1990 durch IGES geprägt.
- IGES Institut GmbH - Friedrichstraße 180 - 10117 Berlin
- Tel.: +49-(0)30 / 230 80 90 - E-Mail:iges@iges.de
- Leitung: PROF. DR. MED. BERTRAM HÄUSSLER, Jahrgang 1953, begann 1986 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim IGES Institut. Seit 1990 ist er Geschäftsführer und seit 2006 Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt derzeit in den Bereichen Versorgungsforschung, Gesundheitsökonomie, Innovationsforschung und Nutzenbewertung sowie Pharmakoepidemiologie und klinische Arzneimittelforschung im nationalen und internationalen Kontext. Er leitet seit 1998 zudem die IGESTochtergesellschaft, CSG Clinische Studien Gesellschaft, die im Bereich pharmakologischer und pharmakoökonomischer Forschung aktiv ist. Der Mediziner und Soziologe gehört als Mitglied und Beirat mehreren Fachgesellschaften für Pharmakologie, Arzneimittelanwendungsforschung und Qualitätssicherung in der Medizin an. 2002 wurde er zum Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin ernannt, an der er das Fach „Ökonomik der pharmazeutischen Industrie“ lehrt.
- Als Bertram Häussler 1986 beim IGES Institut eine Anstellung bekam, da war er bereits promovierter Arzt und diplomierter Soziologe. Seiner naturwissenschaftlichen Neigung und Prägung zum Trotz hatte er zunächst Soziologie studiert, dann doch Medizin, um schließlich durch die Kombination der beiden Fächer ein noch umfassenderes Bild von Mensch und Gesellschaft zu bekommen. Heute hätte er sicher Public Health studiert.
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Gutachten-Beispiele
- Das IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (Berlin) hat in Kooperation mit Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup (Darmstadt) im Auftrag des Deutschen Facharztverbands (DVF) ein Gutachten erstellt, das die Frage beantworten soll, ob und ggf. in welchem Umfang sich die These der „doppelten Facharztschiene“ untermauern lässt.
- Plausibilität der Kalkulation des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM)
Gutachten in der Presse
- Gutachter halten Ärzteeinkommen für überzogen - Ärzte verdienen mit der Behandlung von Kassenpatienten mehr Geld, als ihre Funktionäre mit den Krankenkassen ausgemacht haben. Vertragsärzte erzielten "im Durchschnitt regelmäßig einen höheren Reinertrag je Praxisinhaber, als von den Selbstverwaltungspartnern vereinbart wurde" ( FAZ im Februar 2011)
- Mediziner: Einkommen - Den Kassenpatienten sei Dank - Süddeutsche Zeitung (Februar 2011)
- Die Zahlungen aus der gesetzlichen Krankenkasse sichern den niedergelassenen Medizinern ein höheres Einkommen als von Ärzte-Funktionären veranschlagt. Nach einem Gutachten des auf Gesundheitsfragen spezialisierten IGES-Instituts erzielte jeder Inhaber einer Praxis 2007 einen durchschnittlichen Reinertrag von mindestens 108.420 Euro im Jahr.
- siehe auch IGES-Studie
- Eine klare Aussage: Kostendaten sind veraltet, wesentliche Annahmen, zum Beispiel über Arbeitszeiten und Produktiväten sind normativer Natur, also geschätzt oder verhandelt, die Dynamik moderner Praxisstrukturen ist nicht abgebildet. ( nach Ärzte Zeitung, 01.03.2011 )
Gutachten als "Beweismittel" in der Politik
- Warum gibt der GKV-Spitzenverband aus Versichertengeldern Studien in Auftrag, wenn er nicht einmal in der Lage ist diese zu lesen und zu verstehen?", fragte Metke (KV-Vorsitzender BW). "Wenn selbst der Leiter des Institutes öffentlich den GKV-Vorstand dahingehend kritisiert, dass dessen Äußerungen durch die Studie nicht gedeckt sind, muss sich von Stackelberg schon fragen lassen, ob er mit seiner Aktion einen ernsthaften Beitrag zur Diskussion leisten oder lediglich seine stets vorgefasste und zynische Haltung gegenüber den Ärzten bestätigt sehen möchte."
- Anmerkung: Herr Stackelberg erklärte zum Ärzte-Einkommen nämlich folgendes in Bezug auf die IGES-Studie:
- "Bei einem durchschnittlichen Gesamteinkommen aller niedergelassenen Ärzte von rund 164.000 Euro ist genug Geld im System. Es muss nur besser verteilt werden." Dabei seien die Praxiskosten abgezogen, die Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten kämen hinzu. Stackelberg betont, man wolle die Honorarsumme derzeit nicht verringern. "Aber mit dem Motto: Immer mehr für die Ärzte, das zahlen ja schließlich die Beitragszahler, muss Schluss sein!"
- Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im vergangenen Jahr 2010 um 177 Millionen Euro auf 30,2 Milliarden Euro gestiegen. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Arzneimittel-Atlas hervor, den das IGES Institut im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) erstellt hat. „Im Kontext der vergangenen Jahre ist das nur ein kleiner Zuwachs“, sagte der Leiter des IGES Instituts, Bertram Häussler, am 8.9.2011 vor Journalisten in Berlin.
Quellen
- Forschen, Entwickeln, Beraten für Infrastruktur und Gesundheit
