Johannes Vöcking
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Der Jurist Dr. Johannes Vöcking, geb. 1949 in Ahaus/Westfalen, ist seit September 2006 Vorstandsvorsitzender der Barmer Ersatzkasse (BEK).
Den Großteil seiner Schulzeit verbrachte Vöcking auf dem katholischen Internat Collegium Augustinianum Gaesdonck, wo er auch das Abitur machte. Danach studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Freiburg im Breisgau. 1972 legte er das erste, 1977 das zweite Staatsexamen ab und promovierte zum Dr. iur.
Vöcking ist Mitglied der CDU. 1977 trat er in das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung ein. Im Jahre 1987 wurde er zum Vizepräsidenten des Bundesversicherungsamtes in Berlin gewählt. Zwei Jahre später, 1989, übernahm er die Leitung des Haushaltsreferates, später dann des Leitungsstabes im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung in Bonn.
Biografische Stationen:
- 1967 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Freiburg
- 1972 1. juristische Staatsprüfung
- 1977 2. juristische Staatsprüfung
- 1977 Promotion zum Dr. jur.
- 1977 Eintritt in das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
- 1987 Vizepräsident des Bundesversicherungsamtes in Berlin
- 1991 Wechsel in das Bundeskanzleramt als Leiter der Abteilung Verwaltung und Recht
- 1992 Ernennung zum Staatssekretär im Bundesinnenministerium
- 1996 Mitglied des Vorstandes der Barmer
- 2001 Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Barmer
- 2006 Vorsitzender des Vorstandes der Barmer
Zitate
- Kassenbeiträge steigen 2009 - Die rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten müssen sich im nächsten Jahr auf deutlich steigende Krankenkassenbeiträge einstellen. Der Chef der Barmer Ersatzkasse, Johannes Vöcking, erwartet für 2009 einen Beitragssatz von rund 15,5 Prozent. Derzeit verlangen die gesetzlichen Kassen im Schnitt 14,92 Prozent. Verantwortlich für den Anstieg im nächsten Jahr sind die deutlich höheren Ärztehonorare, aber auch ein erwartbares Plus bei den Arzneimittelausgaben und für die Kliniken. (3.9.2008 - Der Tagesspiegel]
- 1991 wechselte Vöcking als Leiter der Abteilung Verwaltung und Recht in das Bundeskanzleramt. Nach nur einem Jahr wurde er 1992 unter Bundesinnenminister Rudolf Seiters zum Staatssekretär ernannt. Doch am 18. Juni 1993 wurde er aus dem Amt entlassen, und seine politische Karriere war beendet. Er gab zu, 1992 eine Verfassungsschutzakte an eine Journalistin weitergegeben zu haben. Aus dieser Akte soll hervorgegangen sein, dass es in der Umgebung des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Björn Engholm einen polnischen Spion gab. Die Massenmedien spekulierten damals, ob Vöcking aus eigenen Stücken handelte oder auf Anweisung einer übergeordneten Stelle.
- Kohls Zorn war um so verständlicher, als Vöcking bei amtsinternen Befragungen in der vorvergangenen Woche angegeben hatte, er habe "im Auftrag" gehandelt. Das durfte der Kanzler nicht auf sich beruhen lassen.
- Im Frühjahr 1992 spielte Johannes Vöcking, damals Abteilungsleiter im Kanzleramt, unter konspirativen Umständen einer Journalistin Geheimdienst-Material gegen den soeben ausgerufenen Kanzlerkandidaten der Opposition zu. Kann es eigentlich Übleres in einer Demokratie geben als derartige Denunziationen auf der Hintertreppe? Nicht nur, daß aus der Barschel-Affäre nichts gelernt worden war. Sie wurde - ausgerechnet gegen denselben politischen Gegner, den Sozialdemokraten Engholm - noch überboten. Dieses Mal wurde das üble Spiel mitten aus dem Bonner Kanzleramt getrieben.
- Auch Penner geriet über die Affäre Vöcking/"Juras" ins Sinnieren: "Man muß sich bloß mal vorstellen, was alles in unserer Medienlandschaft passiert wäre, wenn das unter den Kanzlern Brandt oder Schmidt zu Lasten von Kohl oder Barschel passiert wäre."
Kontaktdaten
- E-Mail-Adresse: Johannes.Voecking@barmer.de
- Barmer Ersatzkasse - Lichtscheider Str. 89 - 42285 Wuppertal
- Postanschrift: 42271 Wuppertal
- Telefon: 018 500 99-2022 oder 0202 5681 99-2022
- Telefax: 018 500 99-2029
