Karsten Vilmar

Aus ArztWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Prof. Dr. Dr. h.c. Karsten Vilmar- Arzt für Chirurgie - Unfallchirurgie und früherer Standesfunktionär - * 24. April 1930 in Bremen

Ehrenpräsident der Bundesärztekammer

Karsten Vilmar
vergrößern
Karsten Vilmar
  • 1950 - Abitur am Alten Gymnasium zu Bremen
  • 1950 - 1955 - Studium in München, Ludwig-Maximilians-Universität
  • 1955 - Staatsexamen und Promotion in München
  • 1955 - 1957 - Städtische Krankenanstalten Bremen in diversen Kliniken
  • 1957 - 1961 - Chirurgische Klinik der Städtischen Krankenanstalten Sankt-Jürgen-Straße
  • 1961 - Unfallchirurgische Klinik der Städtischen Krankenanstalten Sankt-Jürgen-Straße
  • 1964 - 1995 Ltd. Oberarzt der Unfallchirurgischen Klinik des Zentralkrankenhauses Sankt-Jürgen-Straße - Krankenhausbetrieb der Freien Hansestadt Bremen -


  • 1970 - 1996 - 1. Vorsitzender des Marburger Bundes - Landesverband Bremen


  • 1975 - 1979 - 1. Vorsitzender des Marburger Bundes-Bundesverband


Nachdem Karsten Vilmar vom 81. Deutschen Ärztetag im Mai 1978 in Mannheim nach dem Rücktritt von Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans Joachim Sewering für den Rest der Amtsperiode zum Präsidenten der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages gewählt wurde, erfolgte wegen seiner persönlichen Integrität, seiner Objektivität, Standfestigkeit und seines allseits geachteten Wissens und großen Sachverstandes vom 82. Deutschen Ärztetag 1979 in Nürnberg die Bestätigung durch Wiederwahl. In der Folge konnte er stets hohe Stimmenzahlen der 250 Delegierten des Deutschen Ärztetages – der Hauptversammlung der Bundesärztekammer – auf sich vereinigen, zuletzt im Mai 1995.
Seit dem 96. Deutschen Ärztetag im Mai 1993 in Dresden, dem ersten gesamtdeutschen Ärztetag nach der Wiedervereinigung seit 1931, war Karsten Vilmar der erste Repräsentant der gesamtdeutschen Ärzteschaft. Nach der Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands setzte sich Karsten Vilmar aktiv für die Integration der Ärztinnen und Ärzte in der ehemaligen DDR in die Gesamtärzteschaft ein und half mit, in den fünf neuen Bundesländern Ärztekammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts nach westlichem Vorbild aufzubauen.


  • seit 1984 - Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation
  • 1986 - 1989 - Präsident des Ständigen Ausschusses der Ärzte der EG (Amtsperiode)
  • seit 1992 - Schatzmeister des Weltärztebundes
  • 12/1993 - 2003 - Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in der Medizin
  • seit 1994 Mitglied und seit 2002 stellv. Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer
  • seit 1998 - Mitglied des Exekutivrates des Ständigen Ausschusses der europäischen Ärzte

seit 6/1999 - Ehrenpräsident der Bundesärztekammer und Deutscher Ärztetag


  • 1979 - Ehrenreflexhammer des Marburger Bundes-Bundesverband
  • 1980 - Verleihung des Ordens Cavaliere dell Ordine Al Merito della Republica Italiana
  • 1989 - Ehrennadel der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG)
  • seit 1992 - Ehrenmitglied der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen
  • seit 1995 - Ehrenmitglied des Bundesverbandes Deutscher Schriftsteller-Ärzte
  • 1997 - Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold
  • seit 1998 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
  • 7/1998 - Ernennung zum Honorarprofessor auf Antrag des Fachbereichs Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen durch die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst
  • 11/2002 - Verleihung der Wolfgang-Müller-Osten-Medaille des Berufsverbandes der deutschen Chirurgen


Kritik

  • Diese Wortschöpfung sollte Sparpläne der neuen Bundesregierung kritisieren. Dabei verfehlt er nach Ansicht der Juroren in zweifacher Hinsicht die Seriosität einer offiziellen Stellungnahme: zum einen in der Umschreibung eines vorzeitigen Todes durch »Frühableben«, zum anderen in der Verbindung mit dem Wort »sozialverträglich«, das schon durch seinen Missbrauch in anderen Fällen eigentlich unbenutzbar erscheinen müsste. Hinzu komme, dass Vilmar – wenn auch in ironischer Absicht – formuliert habe, Ärzte müssten sich überlegen, ob sie den vorzeitigen Tod von Patienten »fördern« müssten. Hier schlage Ironie und Satire endgültig in blanken Zynismus um, der eines Sprechers der Ärzteschaft unwürdig sei, zumal deutsche Ärzte bereits am Ende des 2. Weltkriegs vorzeitiges Sterben nach Therapie- und Medikamentenentzug als »Frühableben« umschrieben hatten.
  • Andere wiederum sahen Vilmar als Opfer einer gezielten Kampagne, um einen wehrhaften und streitbaren Ärztekammerpräsidenten politisch kalt zu stellen.

Links

Persönliche Werkzeuge