Klaus Theo Schröder

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Dr. Klaus Theo Schröder, * 05. Februar 1948 in Moers (Niederrhein), † 12. Februar 2012 war über Jahre hinweg Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG). Er erlag wenige Tage nach seinem 64. Geburtstag im Februar 2012 einem Krebsleiden.


Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

Schröder beim Roll-out der eCard in Düren am 11.12.2008 mit Martin Grauduszus
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Schröder beim Roll-out der eCard in Düren am 11.12.2008 mit Martin Grauduszus

Schröder war verheiratet und hatte zwei Kinder. Im Anschluss an das Studium Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften arbeitete Schröder zunächst einige Jahre wissenschaftlich an der Gesamthochschule Duisburg, der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universität Trier sowie am Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe an Fragen des Einsatzes und der Wirkungen moderner Technologien, der Struktur- sowie der Forschungs- und Innovationspolitik.

Im November 1986 nahm er eine Tätigkeit im damaligen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf auf. Er hatte unterschiedliche leitende Funktionen inne zu den Themen Arbeitsmarkt und Strukturwandel, Kinder, Jugend, Familie sowie zu Grundsatz- und Querschnittsfragen der Sozial- und Gesundheitspolitik unter den Ministern Hermann Heinemann und Franz Müntefering.

Im Dezember 1994 wurde Schröder als Staatssekretär in das Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit, Erfurt, berufen, in dem er unter anderem für einen neuen Krankenhausplan und die Umstrukturierung der Thüringer Krankenhauslandschaft verantwortlich zeichnete.

Im Dezember 1999 wurde er Staatssekretär der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen des Landes Berlin. Er trug insbesondere Verantwortung für die Gesundheitspolitik, die Stabilisierung der Berliner Krankenkassen und die Umgestaltung der städtischen Krankenhäuser Berlins.

Anschließend arbeitete er ab Dezember 2000 als Bereichsleiter des Vorstandsbereiches Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen in der Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt an der Saale. Von dort wechselte er im Januar 2001 als beamteter Staatssekretär in das Bundesministerium für Gesundheit.

Zitate

  • gematik-Gesellschafterversammlung trifft entscheidende Festlegungen zur Zukunft des eGK-Projektes: Eine weitere Einigung betrifft die Verbesserung der Entscheidungsstrukturen. In Zukunft wird bei strittigen Entscheidungen Herr Staatssekretär a.D. Dr. Klaus Theo Schröder, der von den Gesellschaftern benannt worden ist, als Schlichter zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln. Berlin, 20. April 2010


Nachrufe

  • Heike Taubert sagte: „Die Nachricht vom plötzlichen Tod Dr. Klaus Theo Schröders hat mich und viele seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Thüringer Sozialministerium sowie Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Freistaat sehr betroffen gemacht. Mit ihm verlieren wir einen engagierten Sozialpolitiker und leidenschaftlichen Sozialdemokraten. Dr. Klaus Theo Schröder brannte für einen Sozialstaat, in dem die Stärkeren für die Schwächeren einstehen. Dafür hat er sich in seinen verschiedenen Ämtern und Funktionen eingesetzt. In der schweren Stunde des Abschieds hat seine Familie mein Mitgefühl und meine Anteilnahme.“
  • Zum Tod des ehemaligen Staatssekretärs im Bundesgesundheitsministerium, Klaus Theo Schröder, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Karl Lauterbach:
Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir die Nachricht zur Kenntnis, dass Klaus Theo Schröder verstorben ist. Als Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium von Ulla Schmidt war er ein von allen geschätzter, aufrichtiger und sehr kompetenter Fachmann. Unser Mitgefühl gilt in dieser Stunde besonders seinen Angehörigen. Er wurde von allen geschätzt als ein Mensch mit Charakter und Humor und großer Fachkenntnis.
Mit großem Bedauern hat die deutsche Ärzteschaft vom Tod des ehemaligen Staatssekretärs im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Klaus Theo Schröder, erfahren müssen. Klaus Theo Schröder war ein von uns hoch geschätzter Fachmann und verlässlicher Verhandlungspartner. Er war immer fair in der Sache und ein ehrbarer Streiter im wohlgemeinten Interessenausgleich. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.

Quellen

BMG

Persönliche Werkzeuge