Kuno Winn
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Der Allgemeinmediziner Dr. med. Kuno Winn (* 7. März 1945 in Pasewalk/Vorpommern) ist ein deutscher Politiker (CDU). Von 1994 bis 2008 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist außerdem ärztlicher Standesfunktionär und Vorsitzender des Hartmannbundes.
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Ausbildung und Beruf
Nach seinem Abitur 1968 an der Abendschule für Berufstätige in Göttingen studierte er Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen. 1973 bestand er das Staatsexamen. Winn schrieb seine Dissertation am Göttinger Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin. Die Promotion erfolgte ebenfalls 1973. Die Approbation erhielt Winn 1975. Anschließend war Winn als Stabsarzt für die Bundeswehr tätig. Nach der Zeit als Assistenzarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover ist er seit 1977 niedergelassener praktischer Arzt und seit 1994 Facharzt für Allgemeinmedizin in Hannover.
Lehrtätigkeit
Winn war im Wintersemester 1986/1987 als Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Universität Marburg tätig. Seit 1998 ist er Dozent für Gesundheitspolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Am 8. Januar 2009 wurde er vom Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt zum Honorarprofessor für Gesundheitsökonomik und Gesundheitspolitik bestellt. Zusätzlich ist Winn seit dem Wintersemester 2003 Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.
Politik
Winn ist seit 1981 Mitglied der CDU. Er ist Mitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbandes Hannover-Stadt sowie im CDU-Bezirksverband Hannover. Er ist darüber hinaus Vorsitzender des Landesfachausschusses „Ärzte“ der CDU Niedersachsen.
Von 1994 bis 2008 gehörte er dem Landtag Niedersachsen an und war dort gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Von 2003 bis 2008 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur. Außerdem war er Mitglied des Ältestenrates.
Bei der Landtagswahl 2008 unterlag Kuno Winn im neu zugeschnittenen Wahlkreis Hannover-Linden dem SPD-Kandidaten Wolfgang Jüttner. Durch die Verkleinerung des Landtages vergrößerten sich die Wahlkreise. Aus dem bisherigen Wahlkreis 36 wurde der neue Wahlkreis 26. Es bleibt aber bei der Bezeichnung Hannover-Linden. Auch über die Landesliste, auf der er auf Platz 22 kandidierte, zog er nicht wieder in den Landtag ein, da die Landesliste nicht "zog".
- Kuno Winn ist kurz vor der Bundestagswahl 27. September 2009 aus der CDU aus- und in die FDP eingetreten. In einem Brief an die CDU-Vorsitzende Bundeskanzlerin Angela Merkel begründet er das mit der "Enttäuschung über die Gesundheitspolitik", berichtet die „FAZ“.
Ämter und Posten
Aufgaben in der CDU-Fraktion Niedersachsen und im niedersächsischen Landtag: Mitglied des Ältestenrats, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur
- 30.10.2005 - Vorsitzender des Hartmannbunds
- 16.02.2009 - Vorsitzender des Hartmannbundes wurde zum Honorarprofessor ernannt - Dr. med. Kuno Winn, ist vom Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, zum Honorarprofessor für das Fachgebiet Gesundheitsökonomik und Gesundheitspolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal ernannt worden. Winn hat 1973 am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin promoviert und mehrere Veröffentlichungen herausgegeben. Bereits seit 1998 lehrt er an der Hochschule Magdeburg/Stendal als Dozent für Gesundheitspolitik und –ökonomie.
Weblinks
- Winn auf der Seite des Niedersächsischen Landtages
- Winn auf der Seite der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
Biographische Daten
- Seit 1977: niedergelassener Hausarzt
- Seit 1989: Vorsitzender des Hartmannbundes – Landesverband Niedersachsen
- Seit 1994: für die CDU im niedersächsischen Landtag, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion
- 1997 bis 2001: stellvertretender Vorsitzender des Hartmannbundes
- Seit 1998: Vorsitzender des Wissenschaftlichen Institutes der Ärzte Deutschlands (WIAD)
Zitate
- Bild bei CDU und als Vorstand im Hartmannbund (untere Reihe Mitte) und hier emsig im Protest Mainz 28.6.2006
- Die Politik muss erkennen, dass das Gesundheitswesen in seiner aktuellen Form an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen ist. Wir brauchen eine grundlegende Reform!
- Jede dritte Praxis vor dem Aus Wir werden den Druck nicht nur aufrechterhalten, sondern, wenn nötig, auch erhöhen.
- Rede des Hartmannbund-Vorsitzenden auf der Abschlusskundgebung vor dem Gesundheitsministerium 18.1.2006
- Dr. med. Kuno Winn, Vorsitzender des Hartmannbundes,erinnerte daran, dass sein Verband vor mehr als hundert Jahren gegründet wurde, um der Einkaufsmacht der Krankenkassen eine schlagkräftige ärztliche Organisation entgegenzusetzen. Heute gelte es mehr denn je, Dumpingpreise für ärztliche Leistungen zu verhindern, betonte Winn. „Der Hartmannbund steht deshalb Seite an Seite mit den Kassenärztlichen Vereinigungen.“
- Der Hartmannbund-Vorsitzende kritisierte auch die mangelhafte Abstimmung zwischen Kammer- und KV-System. „Als ob es nicht reicht, dass die frei organisierte Ärzteschaft immer stärker zersplittert und mit hunderten verschiedenen Stimmen spricht. Jetzt setzt sich diese Entwicklung auch noch auf Ebene der verfassten Ärzteschaft fort.“Während der KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Köhler hauptsächlich von einem Umverteilungsproblem vorhandenen Geldes spreche, fordere Ärztepräsident Prof. Jörg-Dietrich Hoppe nur Stunden später weitere 1,5 Milliarden Euro Honorar. Während die KV in Nordrhein für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte werbe, warne die Ärztekammer Nordrhein ausdrücklich vor deren Gebrauch. Statt gemeinsam an Konzepten für eine gerechte Bezahlung aller Kollegen zu kämpfen, bemängelten regionale KVen die Umverteilung „ihrer“ Gelder an Kollegen in anderen Bundesländern. „Das alles wirkt alarmierend hilflos, das sind Dokumente von Auflösungserscheinungen des Systems“, sagte Winn. Und genau dies werde von Teilen der Politik bereits mit „kaum noch verhohlener Freude“ registriert. „Die verfasste Ärzteschaft ist an einem toten Punkt“, fasste Winn zusammen. (März 2009)
- Ein geradezu flammendes Plädoyer für das Zusammenstehen der Ärzteschaft und die KVen hat Hartmannbund-Vorsitzender Prof. Kuno Winn heute 29.05.2009 beim „Tag der Niedergelassenen“ in Berlin gehalten. „Die Selektivverträge in Baden-Württemberg haben das KV-System erschüttert und die Ärzteschaft in Einzelteile zerlegt“, beklagte er in der „Speaker's Corner“ der KBV. Die Ärzteschaft sei in die Falle getappt, die die Politik gestellt habe: „Wir haben vergessen, dass es um mehr geht als um kurzfristig etwas mehr Honorar, und das auch noch zu Lasten anderer Arztgruppen. Wir haben früher für andere Werte gekämpft, für einen Kollektivvertrag, damit eine starke Mannschaft den Kassen gegenübersteht.“
- Prof. Dr. Kuno Winn, hat den Stil der Auseinandersetzung um die von der Regierung geplante Änderung des Systems der hausärztlichen Honorierung kritisiert. „Bei allem Verständnis für den Streit in der Sache mache ich mir doch erhebliche Sorgen, dass diese Debatte aus den Fugen gerät“, sagte Winn. Wer davor warne, dass „diese Reform viele Menschenleben kosten wird“, der führe jede lösungsorientierte Diskussion ins Abseits, so Winn. „Wir müssen schon sehr aufpassen, dass wir die Menschen noch mitnehmen und einem angemessenen Dialog mit der Politik nicht jeden Boden entziehen“, mahnte der Hartmannbund-Vorsitzende. Abgesehen davon beschädigten solche Äußerungen das Berufsbild des Arztes massiv. Auch innerärztlich führten Tonfall und Stil der Auseinandersetzung zu einer zunehmenden Spaltung.
Kontaktdaten
Am Flöth 52
30629 Hannover
Email: KunoWinn@aol.com

