Leonhard Hansen

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Dr.Leonhard Hansen, KVNO
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Dr.Leonhard Hansen, KVNO
Diskussionveranstaltung MEDICA 2008
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Diskussionveranstaltung MEDICA 2008

Dr. Leonhard Hansen, geboren 1950 in Aachen, ist niedergelassener praktischer Arzt aus Alsdorf und ein ärztlicher Standesfunktionär.



Inhaltsverzeichnis

Biografische Daten

  • 1969 Abitur am Staatlichen Neusprachlichen Gymnasium Alsdorf
  • 1969-1975 Studium der Medizin in Würzburg, Wien und Irvine (Kalifornien)
  • 1975-1979 Medizinalassistent in Roding und im Klinikum Rechts der Isar, München
  • 1979 Assistenzarzt in der Abteilung Innere Medizin des Kreiskrankenhauses Marienhöhe, Würselen/Aachen
  • seit 1980 niedergelassen als praktischer Arzt in Alsdorf


  • seit 1981 Vorsitzender der Kreisstelle Kreis Aachen der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1983 Vorsitzender der Bezirksstelle Aachen der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1985 Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1993 Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1993 Verbindungsmann des Vorstandes zur Finanzkommission der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1993 Mitglied der Finanzkommission und stellvertretender Vorsitzender der Bundesärztekammer
  • seit 1993 Vorsitzender der Kreisstelle Aachen-Land der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
  • seit 1993 Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bezirksstelle Aachen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
  • seit 1985 Mitglied der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
  • 1997-1999 Stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
  • seit 2000 Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
Vorstellung der Aktion "Damit Ihnen nichts fehlt" zusammen mit Richter-Reichhelm 2002
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Vorstellung der Aktion "Damit Ihnen nichts fehlt" zusammen mit Richter-Reichhelm 2002
  • seit 2000 Mitglied der Vertreterversammlung der kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • 2000-2004 Zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • seit 2000 Mitglied des Koordinierungsausschusses Ärzte und Krankenkassen. Stellvertretender Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft der RWTH Aachen. Lehrtätigkeit für Allgemeinmedizin an der RWTH Aachen
  • seit 1995 Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Knappschaftsärzte. Vorsitzender des Kreises Aachen des Berufsverbandes der Allgemeinärzte Deutschlands - Hausärzteverband - e.V. (BDA). Vorstandsmitglied der Nordrheinischen Akademie für Fort- und Weiterbildung
  • Juni 2009 - Rücktrittserklärung vom Amt des KV-NO Vorsitzenden

Zitate

Dr. Leonhard Hansen
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Dr. Leonhard Hansen
Dr. med. Andreas Köhler
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Dr. med. Andreas Köhler
  • Andreas Köhler ist unverändert von der Solidität des EBM 2000plus überzeugt. Zweifel daran waren Kritikern aus den eigenen Reihen Mitte vergangener Woche gekommen, als bekannt wurde, dass sich der KBV-Hauptgeschäftsführer mit Wechselabsichten zum AOK-Bundesverband trug. Für die KBV wäre dies, so deren Zweiter Vorsitzender Dr. med. Leonhard Hansen, einer Katastrophe gleichgekommen“. Köhlers Weggang hätte – auch über den EBM hinaus – tatsächlich eine erhebliche Schwächung der KBV bedeutet. In intensiven Gesprächen ist es dem KBV-Vorstand aber doch noch gelungen, Köhler zum Bleiben zu bewegen.
  • Kämpferisch zeigte sich Dr. Leonhard Hansen bei seiner Bewerbung um den Posten des Stellvertretenden Vorsitzenden der KBV. „Wir werden die Budgets bekämpfen, bis sie abgeschafft sind“, so Hansen. Auch für den Honorarbereich müsse klar sein: „Budgetierung schafft Rationierung.“ Der Nordrheiner KV-Chef ergänzte: „Die Ausgaben für die ambulante Medizin von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abzukoppeln – wie in der Vergangenheit geschehen –, ist ein Skandal. Das werden wir der Politik weiter vorhalten und der Öffentlichkeit immer wieder vermitteln.“ Die Delegierten wählten Hansen mit 96 von 106 Stimmen zum neuen Zweiten Vorsitzenden der KBV. (aus KBV-Klartext nach den Wahlen im Frühjahr 2000)
  • 2001 haben mehr als 1800 Ärzte ihre Richtgrößen überschritten - Große Aufregung in Nordrhein / Verbände sprechen von Skandal / KV-Chef Leonhard Hansen beruhigt Kollegen: "Kein Grund zur Panik"
  • Also, Fakt ist, dass die Mehrheit in der Ärztebefragung die Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Facharzt sowie dem Krankenhaus immer noch als gut einstuft. Gewünscht wird, dass dies so bleiben oder verbessert werden möge. Die Kolleginnen und Kollegen sind meist nicht berufspolitisch interessiert. Sie sind ganz stark mit ihrem Beruf verwachsen. Trotz der hoch problematischen Rahmenbedingungen würde eine Mehrheit diesen Beruf wieder ergreifen. Sie fühlen sich ihrer Profession verbunden und erwarten von uns, dass wir die Bedingungen so verbessern, dass sie gute Ärzte sein können – ein jeder an seiner Stelle. (Kassenärzte zur Gesundheitsreform: „Wir halten die Optionen für die Patienten offen!“ Deutsche Ärzteblatt 27.06.2003)
  • "Die Unterstützung durch die KV Nordrhein dient dem Aufbau dieser Strukturen und sichert zugleich die Konkurrenzfähigkeit der Kolleginnen und Kollegen in freier Praxis", heißt es in dem sehr allgemein gehaltenen Antrag. Zwar enthält die Resolution nicht den Begriff "KV Consult", aber Hansen machte unmißverständlich klar, daß es genau darum geht: "Die KV soll eine KV Consult etablieren, um die Kollegen angemessen informieren und beraten zu können."
  • Die KV-Nordrhein hat die Aussage Ulla Schmidts, die Ärzteschaft sei selbst für Honorare und Bürokratie verantwortlich, zurückgewiesen. Den Schwarzen Peter der Selbstverwaltung zuzuschieben mit der Begründung, es sei genug Geld im System und die KVen verteilten es falsch, sei "ein starkes Stück", sagte Dr. Leonhard Hansen.
L.Hansen, Medica Düsseldorf 2008 "Basisrollout"
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L.Hansen, Medica Düsseldorf 2008 "Basisrollout"
Medica 2008 mit Minister Laumann
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Medica 2008 mit Minister Laumann
  • Sehen Sie einen Ausweg aus der Honorarmisere?
Hansen: Wir haben die Chance auf eine Vergütung in Euro und Cent ab 2009. Diese müssen wir nutzen. Außerdem gilt es, das Morbiditätsrisiko dahin zu verlagern, wo es hingehört: zu den Krankenkassen.
Welche Probleme müssen noch in naher Zukunft gelöst werden?
Hansen: Wir müssen die fachärztliche Versorgung an den Schnittstellen zum stationären Bereich organisieren. Hier geht es darum, neue Formen wie ärztliche Versorgungszentren evolutionär zu etablieren. Gelingen kann das aber nur, wenn die Politik sagt, wo sie hin will. (in Festschrift zu 50 Jahre KVNO)
  • KVNO: Systemausstieg hätte katastrophale Konsequenzen - Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat die derzeitige Politik des Deutschen Hausärzteverbandes in einem Rundschreiben an die Vertragsärzte energisch kritisiert. "Der Verband kämpft seit geraumer Zeit nämlich nur noch für ein Ziel: Er will sich das direkte Verhandlungsmandat mit den Krankenkassen sichern", heißt es in dem aktuellen "Quartalsbrief" der KV. Dafür ziehe er eine über Jahrzehnte bewährte flächendeckende hausärztlichen Versorgung durch die KVen in den Schmutz und "degradiert ihre Sicherstellungsfunktion als Knebelung ihrer Mitglieder zum eigenen Machterhalt".
  • "Ängste und Irrationales werden sich verflüchtigen", zeigte sich Nordrheins KV-Chef Dr. Leonhard Hansen auf der eHealth Conference in Kiel zuversichtlich. Er sieht die E-Card an einem "point of no return": "Die Karte kommt." Ganz andere Töne waren im Hamburger Ärztehaus zu hören. KV-Chef Dieter Bollmann warnte zusammen mit der Apothekerkammer, beiden zahnärztlichen Körperschaften sowie der Aktion "Stoppt die E-Card" vor deren Einführung. Grund: Noch immer sei die Gefahr nicht beseitigt, dass Patienteninformationen in falsche Hände gelangen. (Ärzte Zeitung, 10.09.2008 - E-Card: Meinungen prallen aufeinander)
  • Das Beste wäre, der Basisrollout läuft, und keiner merkt, dass etwas passiert“, hofft Dr. med. Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Sehr wahrscheinlich ist das nicht, denn auch dabei handelt es sich um einen logistischen Kraftakt. Gleich zwei Veranstaltungen*, die sich nach dem Ende der Sommerpause mit dem Projektstand der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) befassten, lassen eher einen ereignisreichen Telematik-Herbst erwarten: Parallel zu den Vorbereitungen für den sogenannten eGK-Basisrollout in der Region Nordrhein gehen die Arbeiten in den Testregionen weiter. Außerdem gibt es immer wieder Änderungen in der Projektplanung.
Roll-out-Termin in Düren 11.12.2008
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Roll-out-Termin in Düren 11.12.2008
  • VV der KVNO am 29.1.2008: Hansen: energische Debatten über eGK. Hansen zur elektronischen Gesundheitskarte. Sie mache die Praxen zukunftsfest. Gerätepauschalen unterstützen die Anschaffung. Ab Juli 2009 erfolge die Ausgabe an acht Millionen GKV-Versicherte, gab er sich überzeugt. Dem gegenüber stand nach heftigen Diskussionen jedoch ein Antrag der Delegierten Wollring und Rütz. "Vorstand soll Stopp des Roll-Out der e-Card verhandeln", hieß es in dem mit 16:14 angenommen Antrag. Damit scheint sich ein Argument Hansens für die Gesundheitskarte zumindest in Nordrhein zu verflüchtigen: Die Mehrheit der Ärzte ist nicht für das Kartensystem.
  • Am vergangenen Freitag 5.6.2009 erklärten er und sein Stellvertreter Klaus Enderer bei der Vertreterversammlung der KVNO die fristgemäße Kündigung ihrer Verträge. Hansen begründet diesen drastischen Schritt mit ebenso drastischen Worten: „Das Vertrauensverhältnis zwischen Vorstand und einer Mehrheit der Vertreterversammlung ist zerrüttet”. Diese Zerrüttung liege in der Verantwortung einzelner Mitglieder der Vertreterversammlung, die „egoistische und fundamentalistische” Interessen verfolgten. Hansen beklagte eine „Talibanisierung” von Teilen der Ärzteschaft.
Äußerungen im Zeit-Interview Oktober 2012 finden auch Interesse bei "Hart aber fair"
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Äußerungen im Zeit-Interview Oktober 2012 finden auch Interesse bei "Hart aber fair"
  • Das Geld ist sehr ungleich geflossen. Hier muss ich jetzt aber auch einmal klipp und klar sagen, der hausärztliche Bereich ist nicht unterrepräsentiert. Die Disease-Management-Programme, Präventionsleistungen und nicht zuletzt die zum 1. Januar 2008 erfolgreich verhandelten Hausarztverträge – trilateral mit den Kassen, dem Hausärzteverband und der KV – haben den Hausärzten Millionen gebracht. Wir haben gute Verträge zum ambulanten Operieren, die Dermatologen profitieren von der Einführung des Hautkrebs-Screenings und so weiter. Allerdings gehen andere Arztgruppen wie Neurologen oder Psychiater weitgehend leer aus.
Nur, wir müssen jetzt auch einmal Fakten sprechen lassen und uns zu korrekten Zahlen bekennen, auch wenn es Durchschnittszahlen sind. Dass sich der deutsche Arzt eine warme Mahlzeit am Tag nicht mehr leisten kann, ist derart überzogen und unglaubwürdig, dass das inzwischen auch die Medien kritisieren. Die Patienten sehen doch, dass es uns regelhaft nicht schlecht geht. Die Scharfmacher unter anderem aus der Freien Ärzteschaft gefährden mit solchen Aktionen die individuelle Arzt-Patienten-Beziehung, auf der die Reputation unserer Profession beruht.
  • Das, was da materiell zur Debatte stand, war marginal, wenn nicht gar absurd. Aber für mich ist einmal mehr eine Haltung von Mandatsträgern an verantwortlicher Stelle zum Ausdruck gebracht worden, die es mir schlussendlich unmöglich macht, einen effizienten Job im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen zu machen. Getragen von durchsichtigen Egoismen auf Posten wird Rationalität und Verantwortung auf dem Gesinnungsaltar geopfert. (Wir tanzen nicht um den Gesinnungsaltar! KV-Nordrhein-Chef Hansen im Interview)
Zeit-Interview Äußerungen bei "Hart aber fair" am 8.10.2012
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Zeit-Interview Äußerungen bei "Hart aber fair" am 8.10.2012
  • Oktober 2012 - Für die Verteilung des Gelds sind die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in den Regionen zuständig. Und je nach Einfluss der einzelnen Facharztgruppen gibt es für die einen oder anderen Mediziner mehr oder weniger Geld. Hinter den Kulissen fehle es den Ärzten an jeder Solidarität mit den Kollegen, kritisiert der ehemalige Chef der KV Nordrhein, Leonhard Hansen, in der „Zeit“: „Es geht nur noch darum, sich das größte Stück vom Kuchen abzuschneiden.“

Kritik

  • 05. Juni 2009 - Fortgesetzte Werbung für Gesundheitskarte: Hansen und Enderer erklären Rücktritt - Anlass sei der Antrag gewesen zu missbilligen, dass der Vorstand trotz anderslautender Beschlüsse der Vertreterversammlung weiterhin die Anschaffung von Lesegeräten für die elektronische Gesundheitskarte bewirbt
Die innerärztliche Selbstverwaltung: Man kennt man sich, man schätzt sich und sorgt füreinander.
Leonhard Hansen, Hausarzt -"Das bedeutet, dass das Ganze ein Geben und Nehmen wird, wo keiner mehr den anderen kritisch hinterfragt und kritisch in die Schranken weist." - Fazit bei Kontraste: Selbstbedienung statt Selbstverwaltung oder: Eine Krähe hackt der andern eben keine Auge aus!
  • "Wir kontrollieren uns zu Tode" - Die Ärzte treten nach außen geschlossen auf – aber hinter den Kulissen streiten sie erbittert, auch untereinander. Ein Insider packt aus. Der Hausarzt Leonhard Hansen hat als Funktionär jahrelang solche Verhandlungen geführt – und schildert jetzt, nach seiner Amtszeit, seine Sicht auf die Konflikte hinter den Kulissen. (Oktober 2012)
  • Interview mit dem Radiosender WDR 5 - Dr. Leonhard Hansen, ehemaliger Chef der KV Nordrhein, kritisiert die Proteste im Rahmen der Honorarverhandlungen. Das sind Aktionen der „Krawallheinis auf der Funktionärsebene. (31.10.2012)

Quellen

Persönliche Werkzeuge