Leukozytapherese

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Die Leukozytapherese ist eine extrakorporale Behandlung. Es werden dabei selektiv gezielt Granulozyten und Monozyten aus dem Blut adsorbiert.

Durch die Entfernung dieser Zellen soll eine Immunmodulation im Sinne einer veränderten Signalwirkung im Immunsystem erfolgen. Die Behandlung soll zu einer verminderten Produktion der proinflammatorischen Zytokine TNF-alfa, IL-1beta und der verstärkten Bildung des antiinflammatorisch wirkenden Interleukin-1-Rezeptorantagonisten (IL-1ra) führen.

Anwendung findet die Behandlung bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Rheumatoider Arthritis, der pustulösen Form der Psoriasis und beim Pyoderma Gangraenosum

Das Verfahren soll indiziert sein zur Behandlung therapierefraktärer, aktiver Verläufe. Die Therapie erfolgt ein- bis zweimal wöchentlich über 4-6 aufeinander folgender Wochen. Eine Behandlung dauert ca. 60 Minuten und kann ambulant durchgeführt werden.

Quellen

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