Managed Care

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Sinngemäß heißt Managed Care "geführte Versorgung" dies bedeutet, dass der Kostenträger entweder direkt oder vertreten durch den Versicherungsträger die betriebswirtschaftliche Führung (das Management) der Versorgung übernimmt. Dabei verdeutlicht der Begriff des "Führens" bildlich, um welche Art von Maßnahmen es bei Managed Care geht:

Patientenführung und das Führen von Leistungserbringern. Die Voraussetzungen für ein deutsches Managed Care sind mit der Gesundheitsreform 2000 weiter ausgebaut worden. Erstmalig wurden durch die Integrationsversorgung Kooperationsprojekte zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern im Rahmen der Regelversorgung ermöglicht.

  • Managed Care ist ein in den USA entwickeltes Versicherungs- und Versorgungsmodell, in welchem mit betriebswirtschaftlichen Management-Prinzipien und einem differenzierten Instrumentarium gezielt Einfluss auf medizinische Entscheidungsprozesse und ärztliches Handeln genommen wird. Vorrangiges Ziel von Managed Care-Organisationen ist die (möglichst flächendeckende) Steuerung der medizinischen Versorgung nach ökonomischen Gesichtspunkten zum Zwecke der Kostenkontrolle. Elemente der Steuerung sind z. B. Leitlinien-Medizin (Guidelines), gatekeeping, Case Management, disease management und spezielle Anreizsysteme für Leistungserbringer und Versicherte.


Beispiel Schweiz

  • Dem Dachverband der Schweizer Ärztenetzwerke med-swiss.net gehören 38 Hausarztvereine und Netzwerke mit rund 1500 Ärztinnen und Ärzten an, die rund 250.000 Managed Care Versicherte betreuen. Die mit den Versicherern abgeschlossenen Verträge sind gekennzeichnet durch die Prinzipien
Gatekeeping
Kostentransparenz
wahlweise Budgetmitverantwortung.
Die Vielfältigkeit der Ausgestaltung der Ärztenetzwerke beinhaltet ein erhebliches Erfahrungspotential - neben reinen Grundversorgernetzwerken gibt es auch Netzwerke, die Spezialisten und stationäre Einrichtungen umfassen.


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