Paracelsus-Medaille
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Das Präsidium des Deutschen Ärztetages stiftete im Jahre 1952 die Paracelsus-Medaille als höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für verdiente Ärzte. Die Paracelsus-Medaille wird seit dem Stiftungsjahr alljährlich in der Regel an drei Ärzte des In- und Auslandes verliehen, und zwar je eine für
- vorbildliche ärztliche Haltung,
- hervorragende wissenschaftliche Leistungen
- erfolgreiche berufsständische Arbeit.
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Der Namengeber
- Wer war Paracelsus?
- eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim, * 10. 11. 1493 Einsiedeln (Schweiz), † 24. 9. 1541 Salzburg,
- Arzt, Naturforscher und Philosoph. Pionier der modernen Heilkunde und der organischen Chemie.
- Nach Lehrjahren in Villach (ab 1502) 1534 in Tirol (Innsbruck, Sterzing, Meran); kam nach unstetem Wanderleben als Arzt in Straßburg, Basel und Colmar über Wien 1538 wieder nach Villach und Salzburg. Paracelsus brach mit dem blinden Autoritätsglauben der mittelalterlichen Wissenschaft, forderte Naturbeobachtungen und Experimente und nutzte die Erkenntnisse der Chemie für die Medizin. Er erklärte Nieren- und Blasensteine als Ablagerungen, ahnte den Vorgang der Wundinfektion und erhob die Chirurgie zur gleichberechtigten ärztlichen Disziplin. Er beschrieb systematisch viele Krankheiten und erkannte auch volkstümliche Heilmittel an.
- Die Internationale Paracelsus-Gesellschaft in Salzburg erforscht Leben und Werk von Paracelsus.
Zitate
Preisträger in ULM 2008
- Vor fast 60 Jahren habe ich von meinem Lehrer Viktor von Weizsäcker einmal den Satz gelesen: "Medizin ist eine Weise des Umganges des Menschen mit dem Menschen." Scheinbar eine banale Aussage. Doch aus ihr sprach die Sorge, dass dieser menschliche Umgang gefährdet werde durch Ökonomisierung, Bürokratisierung und totale Technisierung, also durch Einschränkung der Freiheiten der Arzt-Patient-Beziehung auf Kosten persönlicher Nähe im Umgang miteinander. Diese Nähe aber ist Voraussetzung für das Entstehen von Vertrauen und für das Spüren von Verantwortung, denn diese wird uns immer erst im Gegenüber von Angesicht zu Angesicht voll bewusst. Im Würgegriff einer überhandnehmenden Fremdbestimmung der ärztlichen Tätigkeit schrumpft die Chance für geduldige Zuwendung, für Einfühlung und persönliche Anteilnahme. (Aus der Rede Professor Horst-Eberhard Richter beim Deutschen Ärztetag in Ulm 2008)
- Doch an den Arztberuf knüpft sich nun einmal seit alter Zeit die Erwartung, dass er dem Guten diene. Das kommt nicht nur aus der Gesellschaft, sondern steckt auch offenbar ursprünglich als Wunsch in denen, die diesen schönen Beruf anstreben. Denn in einer von mir selbst zusammen mit Mitarbeitern durchgeführten älteren Studie haben wir ermittelt, dass Abiturienten und Abiturientinnen, die sich fürs Medizinstudium entscheiden, sich mehr fürsorgliche Gedanken um andere Menschen machen als alle anderen Studienanwärter. Was an äußerer Unfreiheit, an Verflachung des Zeitgeistes oder an individueller Ernüchterung zu einem späteren Einstellungswandel beitragen kann, muss hier unerörtert bleiben. Zu wiederholen ist nur, dass wir uns als Ärztinnen und Ärzte unserer hohen Verantwortung nicht nur für das physische Wohl, sondern ganz besonders auch für die Menschlichkeit unserer Gesellschaft bewusst bleiben müssen. (Aus der Rede Professor Horst-Eberhard Richter beim Deutschen Ärztetag in Ulm 2008)
- Horst-Eberhard Richter ist tot - Er galt als Leitfigur der deutschen Friedensbewegung: Im Alter von 88 Jahren ist der Psychoanalytiker und Friedensaktivist Horst-Eberhard-Richter am 19.12.2011 gestorben.
Orden und ordern
- Wie der Berliner Kurier berichtet, gibt es zwischen den Fraktionen im Bundestag eine Abmachung, wonach Verdienstorden an Bundestagsabgeordnete pauschal vergeben werden. Der Verfassungsrechtler und Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim nennt das eine "ganz neue Form der Selbstbedienung". Während sich andere Bürger jahrelang nach einer Auszeichnung sehnen, stehen den Politikern demnach 30 Ehrungen pro Legislaturperiode zur Verfügung. Eine Sprecherin des Bundestages bestätigte die Existenz der Regelung. Die Aufteilung erfolge nach Proporz, sagte sie dem Boulevardblatt: "Die jeweiligen Parteien sollen in einem ausgewogenen, ihrer Fraktionsstärke entsprechenden Verhältnis berücksichtigt werden."
Links
- Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren einen Arzt, (MUSTER ohne WERT) by X-U
