Patientenakte
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Nach der ärztlichen Berufsordnung sind über ärztliche Tätigkeiten Aufzeichnungen zu führen:
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§ 10 Dokumentationspflicht
- (1) Ärztinnen und Ärzte haben über die in Ausübung ihres Berufes gemachten Feststellungen und getroffenen Maßnahmen die erforderlichen Aufzeichnungen zu machen. Diese sind nicht nur Gedächtnisstützen für die Ärztin oder den Arzt, sie dienen auch dem Interesse der Patientin oder des Patienten an einer ordnungsgemäßen Dokumentation.
- (2) Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich in die sie betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen der Ärztin oder des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.
- (3) Ärztliche Aufzeichnungen sind für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit nicht nach gesetzlichen Vorschriften eine längere Aufbewahrungspflicht besteht.
Hierzu gibt es nun Bestrebungen seit Jahren, dieses auf Datenträgern zu tun, um die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung nutzbar zu machen. Jede Arztpraxis, jedes Krankenhaus hat diese Aufgaben zu bewältigen, wobei Archivierung und Zugriff darauf immer wieder die wesentlichen Aspekte sind.
Lösungen über ePatientenakte
- Gesundheitstelematik: Knappschaft startet Patientenakte - Das Land Nordrhein-Westfalen baut seine Vorreiterrolle bei der Gesundheitstelematik weiter aus: Nicht nur der Basisrollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der größte Feldtest der eGK-Anwendungen in der Testregion Bochum-Essen finden hier statt. Jüngstes Vorzeigeprojekt ist die elektronische Patientenakte (ePA) „prospeGKT“, die in Anwesenheit von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt jetzt in Bottrop in Betrieb genommen wurde.
- Praxisübergreifende elektronische Patientenakte im Gesunden Kinzigtal erfolgreich gestartet - Praxis- und sektorenübergreifende elektronische Vernetzung und die Nutzung einer zentralen Patientenakte sind im Gesunden Kinzigtal kein Zukunftsszenario mehr: Während die bundesweite elektronische Gesundheitskarte zu scheitern scheint, läuft das von Ärzten und einem Softwarehaus eingerichtete System im Gesunden Kinzigtal nach einem halben Jahr Probelauf völlig problemlos. Die teilnehmenden Versicherten, Ärzte und Krankenhäuser sind von dem Nutzen, den die Vernetzung gerade für das praxis- und sektorenübergreifende Krankheitsmanagement bringt, überzeugt.
- Das Städtische Klinikum in München (StKM) setzt seit circa einem Jahr als erster Krankenhausverbund in der integrierten Versorgung von Darmkrebspatienten eine elektronische Fallakte (EFA) ein. Darin werden darmkrebsbezogen alle relevanten medizinischen Dokumente, die von behandlungsbeteiligten Ärzten benötigt werden, über ein Fallaktenportal ausgetauscht. Jetzt soll im Rahmen eines vom Bayerischen Staatsministerium unterstützten Erweiterungsprojekts die EFA auch in anderen medizinischen Zusammenhängen zum Einsatz kommen.
- Das erste EFA-Pilotprojekt (Elektronische-FallAkte) von Asklepios ging bereits 2007 in Echtbetrieb; es vernetzt sechs Hamburger Asklepios-Häuser (Altona, Barmbek, Harburg, Nord/Heidberg, St. Georg, Wandsbek), darunter 2 Maximalversorger und 4 Schwerpunktkrankenhäuser, mit rund 80 niedergelassenen Ärzten. Einbezogen waren alle Fachrichtungen mit Ausnahme der Psychiatrie; der Fokus dieses Portals lag auf der Bereitstellung von Informationen aus der Klinik für die ambulante Weiterbehandlung.
Zitate
- Veterans exposed to incorrect drug doses - Patients at VA health centers were given incorrect doses of drugs, had needed treatments delayed and may have been exposed to other medical errors due to the glitches that showed faulty displays of their electronic health records, according to internal documents obtained by The Associated Press under the Freedom of Information Act. "It's very serious potentially," said Dr. Jeffrey A. Linder, an assistant professor of medicine at Harvard Medical School who has studied electronic health systems. "There's a lot of hype out there about electronic health records, that there is some unfettered good. It's a big piece of the puzzle, but they're not magic. There is also a potential for unintended consequences."
Links
- ELEKTRONISCHE PATIENTENAKTE GEMÄSS § 291A SGB V - DIE PATIENTENAKTE IN DER VERSORGUNG: KERNKONZEPTE UND TECHNISCHE UMSETZUNG
