Rehabilitation

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Der Begriff Rehabilitation wird unterschiedlich verwendet:

  • In der Medizin bezeichnet er den Einsatz und die Wirkung von Maßnahmen, die darauf zielen, die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen einer Behinderung bzw. Aktivitätseinschränkung (engl. früher: Disability, jetzt: Activity) und Störung der Teilhabe (früher: Handicap, jetzt: Participation) auf ein Minimum zu beschränken.
  • Im Sozial- und Arbeitsleben bedeutet Rehabilitation heute die Wiedereingliederung in den Alltag oder das berufliche Leben.
  • Im politischen Kontext bezeichnet eine Rehabilitation jene Aktionen, die gesetzt werden, um das Ansehen und den Ruf einer Person gezielt oder Personengruppe pauschal wiederherzustellen, nachdem sie durch eine vorhergehende Aktion in Verruf geraten ist. Dazu gibt es beispielsweise in der Parteigerichtsbarkeit der politischen Parteien besondere Verfahrensarten vor den Parteigerichten, die als Schiedsgerichte in Rehabilitationssachen auf Antrag des Betroffenen entscheiden.
  • In der Definition der WHO:
Technical report 668/1981 der Weltgesundheitsorganisation: "Rehabilitation umfasst den koordinierten Einsatz medizinischer, sozialer, beruflicher, pädagogischer und technischer Maßnahmen sowie Einflussnahmen auf das physische und soziale Umfeld zur Funktionsverbesserung zum Erreichen einer größtmöglichen Eigenaktivität zur weitestgehenden Partizipation in allen Lebensbereichen, damit der Betroffene in seiner Lebensgestaltung so frei wie möglich wird."

Subjektive Beobachtungen im Sommer 2011 - REHA in Deutschland

  • Beobachtungen der letzten Wochen:
In psychosomatischen Kliniken verstehen Rehabilitanden ihre Ärzte nicht mehr: aber nicht so schlimm: sie sehen sie ja eh auch (fast) gar nicht mehr: Gruppentherapien werden ausschießlich von Psychologen gemacht (die ich sehr schätze). Einzeltherapien gibt es schon lange nicht mehr (berichteter O-Ton Chefarzt Psychosomatik während Begrüßungeveranstaltung: "Wir begleiten Sie hier als Team wie über einen großen Berg - nur als Gruppe eben!" Einwurf eines reha-erfahrenen Patienten, der vom letzten Aufenthalt noch tiefenpsychologisch fundierte Einzelgespräche gewöhnt war:
"Wenn ich das nächste Mal komme, stellen sie für die dann unbegleitete Gipfelbesteigung wohl nur noch Schilder auf..." wurde leider vom CA nicht mehr kommentiert ... auch nicht die Bemerkung, welchen Zusammenhang es da gebe zur Tatsache, dass die Rehakonzerne zunehmend börsennotiert sind...)
Entlassungsbriefe werden von nichtärztlichen "Patientenkoordinatoren" diktiert, ärztlicherseits nur noch von dem/r OA/Ä gegengezeichnet - wenn es die Zeit erlaubt.
bei akuteren gesundheitlichen Problemen wird in Rehakliniken zunächst gar nicht mehr reagiert (von wegen AvD holen - den gibt es nicht, das ist nämlich der/die OA/Ä zu Hause  im wohlverdienten Feierabend), dann kommt der Krankenwagen und fährt einfach ins nahegfelegene "richtige" Krankenhaus...
Warum muss da ein Arzt noch der deutschen Sprache fließend mächtig sein? Er spricht ja nicht mit den Patienten, schreibt keine Briefe, na ja, er ist ja eigentlich auch fast überflüssig?!? Ist einfach nur "da" - im Hintergrund versteht sich...


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