Rolf Hoberg

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Dr. Rolf Hoberg * 31.1.1947 ist ein Funktionär im Gesundheitswesen.


Biografie

Dr.Rolf Hoberg
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Dr.Rolf Hoberg
  • Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität in Göttingen begann Dr. Rolf Hoberg an der Universität Karlsruhe im Jahr 1972 das Aufbaustudium "Regionalwissenschaft". Als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Dortmund legte er dort seine Promotion ab. Über den Posten des wissenschaftlichen Assistenten der Universität Karlsruhe von 1977 bis 1979, kam Dr. Hoberg an das Institut für Südwestdeutsche Wirtschaftsforschung in Stuttgart mit dem Arbeitsschwerpunkt "Infrastrukturförderung".
Ab dem Jahr 1983 war Dr. Hoberg für das Ministerium für "Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung" des Landes Baden-Württemberg tätig. Als Referent verantwortete er die Krankenhausplanung und den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Ab 1990 bekleidete Dr. Hoberg den Referatsleiterposten "Maßnahmen und Hilfen für die ältere Generation".
Im Jahr 1995 wurde Dr. Hoberg in den Vorstand der AOK Baden-Württemberg gewählt, ab 1997 war er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender für die Bereiche "Verträge", "Leistungen", "Beiträge" sowie "Marketing und Kommunikation" zuständig. Von 2000 bis 2004 war Dr. Hoberg beim AOK-Bundesverband als stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Seit dem 1.Oktober 2004 wieder für die AOK Baden-Württemberg als Vorsitzender des Vorstandes tätig.


Zitate

  • Die Ärzte sind die Gewinner der Reform. Sie werden nicht nur geschont, sondern ihnen werden sogar noch steigende Einkommen versprochen. (Im Interview mit der WELT) 23.8.2003
  • Ein Entwurf des Gesundheitsministeriums sorgt für Aufregung. AOK-Chef: Ein Ermächtigungsgesetz / Ministerium: Dafür muss er sich entschuldigen - "Wer ein Gesetz der Nationalsozialisten mit der Gesetzesvorbereitung eines demokratisch gewählten Parlaments vergleicht, hat jeden Maßstab verloren." (nach SPIEGEL)
  • "Die Verbände bauschen Einzelfälle auf" - Der Vize-Vorsitzende der Allgemeinen Ortskrankenkassen, Rolf Hoberg, zu den Warnungen über einen Ärztemangel (nach Süddeutscher Zeitung 2002)
  • AOK zum Ärztemangel: "Die Verbände bauschen Einzelfälle auf"/ SZ vom 31. Mai 2002 - Der Ärztemangel ist Realität, auch wenn Rolf Hoberg, der stellvertretende Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, hiervor noch die Augen verschließt. Der Stellenteil des Deutschen Ärzteblattes vom 31. Mai umfasste 89 Seiten. Das von den Krankenkassen forcierte Dokumentationssystem DRG erzwang in Würzburg außer einem Millionenaufwand die Schaffung von 80 (!) neuen Stellen jedoch in der Verwaltung. Der Nutzen des DRG ist auch unter Fachleuten umstritten. Dafür werden bei dem über dem Limit arbeitenden ärztlichen Personal zusätzliche Stellen kategorisch abgelehnt. Einzelfälle? Die Vorschläge Rolf Hobergs verhöhnen die Kollegen, die dort arbeiten. Wenn ein Arzt befürchtet, dass er seine Praxis nicht mehr wirtschaftlich weiterführen kann, sind nicht "Umsatzhilfen" oder "Bürgschaften" nötig oder "Geld der regionalen Wirtschaftsförderung"! Nötig ist eine leistungsgerechte und offen dargelegte Honorierung der ärztlichen Leistung, nicht in der derzeit bestehenden Punkt-Mauschelwährung, sondern nach festgelegten Euro-Gebührensätzen. (Leserbriefe von Dr. Ilke Hillermeier, München, Dr. Armin Claus, Gerbrunn Dr. Martin Stirnweiß, Dillingen)
BERLIN, 8.5.08 "Es ist vollbracht"
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BERLIN, 8.5.08 "Es ist vollbracht"
Nach der Vertragsunterzeichung: von Links: Ulrich Weigeldt, Dr. med. Berthold Dietsche, Dr. Christopher Hermann, Dr. Rolf Hoberg, Dr. Werner Baumgärtner, Werner Conrad. - Bild: AOK)
  • "Zur Refinanzierung der Ausgaben setzen wir neben der Bereinigung (der Gesamtvergütung an die KV) vor allem auf die konsequente und rationale Verordnung von Medikamenten durch die HzV-Ärzte sowie auf die positiven Effekte einer engen Arzt-Patienten-Bindung" (nach HZV-Aktuell 3/2009 einem Gemeinschaftsprojekt der Vertragspartner in Baden-Württemberg)
  • Ist ein reines System von Einzelleistungen die Alternative? Der AOK-Chef winkt ab. Ein Einzelleistungssystem ohne Deckelung werde es in Deutschland nie geben, sagt er und verweist auf ein aktuelles Beispiel: "Schauen Sie sich an, wie die freien Leistungen explodieren! Die Akupunktur ist ein typisches Beispiel für eine nicht gedeckelte Leistung. Die Ausgabenentwicklung hat absolut nichts mit Versorgungsnotwendigkeiten zu tun." Dass Ärzten dabei primär monetäre Motive unterstellt werden, lässt Möhring nicht gelten: "Wie viele Kollegen bin ich Arzt geworden, um in der Gesundheitsversorgung Patienten zu betreuen, nicht, um möglichst viel Geld zu verdienen." Hobergs prompte Antwort: "Darum machen wir ja ein Vergütungssystem, das es Ihnen erlaubt, sich auf das Arztsein zu konzentrieren."
  • Heftige Kritik äußerte Hoberg am Gesundheitsfonds: «Diese Gleichmacherei geht schief.» Wer Einheitsbeiträge wolle, müsse auch Einheitsvergütungen bei den Ärzten durchsetzen. Die Reform der Arzthonorare sei aber gründlich danebengegangen. Der Mediziner müsse so bezahlt werden, dass der Patient nicht dazu einbestellt werde, dass der Arzt eine «gute Vergütung» bekomme. Es dürfe keine Anreize geben, dass es zu unnötigen Behandlungen komme. © 27.12.2009 The Associated Press


Quellen

[AOK]

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