Sozialverträgliches Frühableben

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Das Unwort

  • Sozialverträgliches Frühableben ist das Unwort des Jahres 1998. Es spielt darauf an, dass ein Mensch mit Erreichen des Rentenalters mehr volkswirtschaftliche Kosten verursacht, als er volkswirtschaftlichen Nutzen bringt, und benutzt damit Gedankengut eines rationalistischen Staats.
Zu Berühmtheit kam der Begriff, als ihn Ärztekammerpräsident Karsten Vilmar als Mittel ironischer Kritik in einem Radiointerview mit dem NDR verwendete. Das Thema war die Gesundheitspolitik der Rot-Grünen Bundesregierung, welche geplant hatte, die Ärztehonorare zu begrenzen. Im Wortlaut hieß es von Vilmar: Vorlage:" Auf die Nachfrage, ob die Pläne der Regierung zum früheren Tode der Patienten führen würden, meinte Vilmar: Vorlage:"
Die Empörung über die Verwendung dieses Begriffes war groß. Viele erkannten nicht die ironische und zynische Verwendung des Begriffes, und es erging sogar eine Anzeige wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten. Kritik gab es auch an der Form; Vilmar konstruiere eine falsche Dichotomie, in der es entweder hieß, die Kosten des Gesundheitssystems zu senken oder Menschenleben zu retten. Auch war das Wort Frühableben negativ besetzt, da es von den Nationalsozialisten zur Beschönigung der Euthanasie gebraucht wurde.


Musikband

Unter dem Namen Sozialverträgliches Frühableben konstituierte sich Anfang 2006 eine Musikband, die den Titel "Dr. Schmidt in den OP" am Tag der Ärzte vor dem Bundesministerium für Gesundheit welturaufführte. [Website mit kostenlosem Download und Songtext]


Quellen

Der Text auf dieser Seite basiert zum Teil auf dem Artikel Sozialverträgliches Frühableben aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist beim Originalartikel abrufbar.


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