Systemausstieg

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Kategorie:Lexikon|Systemausstieg

Aus dem Lexikon entfernt, weil Test-Text. Für die Enzyklopädeie irrelevant. PKrause 20:08, 9. Jul 2006 (CEST)

MEDI, Genossenschaften und Freie Ärzteschaft bereiten Systemausstieg vor


MEDI Deutschland, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) und die Freie Ärzteschaft bereiten den Ausstieg aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vor. Darauf haben sich die drei Ärzteorganisationen am Wochenende bei einer gemeinsamen Klausurtagung in Göttingen geeinigt. Start ist Anfang Juli: In der ersten Woche des Monats werden die Verbände die niedergelassenen Ärzte in Deutschland zunächst über die Möglichkeiten eines Systemausstiegs informieren. Damit verbunden ist die Aufforderung, einer der drei ärztlichen Organisationen beizutreten. "Eine angemessene Versorgung der Patienten in einer freien Arzt-Patienten-Beziehung, frei von Staatsdirigismus, kann nur in einem neuen System erfolgen", sind die Verbände überzeugt. Denn nach wie vor sei die wohnortnahe haus- und fachärztliche Versorgung gefährdet. Und wegen des neuen Arzneimittel-Spargesetzes müssten Patienten und niedergelassenen Ärzte noch weitere Einschränkungen in Kauf nehmen. "Außerdem besteht die Bedrohung der PKV weiterhin, die Versicherten erwartet künftig noch mehr finanzielle Belastung bei weniger Leistungen, es herrscht nach wie vor zu wenig Transparenz und ein Pseudo-Wettbewerb in unserem Gesundheitssystem", kritisieren die Verbände.

"Die Ärzteorganisationen fürchten, dass das "Gesundheitssystem in Deutschland nun gänzlich kippt, weil insbesondere bei den niedergelassenen Ärzten die überbordende Bürokratie und rund 30 Prozent der nicht bezahlten medizinischen Leistungen zu Praxispleiten führen werden." Da viele Praxen keine Nachfolger finden könnten, "wird die geordnete Versorgung der Bevölkerung in Kürze zusammenbrechen. Dadurch brechen Strukturen in der Patientenversorgung weg, die unwiederbringlich verloren sind."

Gemeinsam zählen MEDI, die Freie Ärzteschaft und der BVÄG bundesweit über 23.000 Mitglieder.

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