Theodor Windhorst
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Dr. med. Theodor Windhorst ist ein Chirurg und Chefarzt an den Städtischen Kliniken Bielefeld-Mitte und ein ärztlicher Standesfunktionär. Er ist Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe.
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Vita
- 25.10.1950 geboren in Bielefeld
- Studium der Medizin in Münster
- 17.11.1980 Approbation
- 30.08.1983 Promotion
Assistenzarztzeit ab 1980 Kliniken Bielefeld, Unfallchirurgie, ab 1986 Allgemeinchirurgie
- 1988 Anerkennung als Facharzt für Chirurgie
- 1989-1999 stellvertretender Chefarzt Kliniken Bielefeld
- 1994 Anerkennung spezielle chirurgische Intensivmedizin
- 1995 Anerkennung Visceralchirurgie und Thoraxchirurgie
seit Jan. 2000 Leitender Arzt / Chefarzt (Thoraxchirurgie) Kliniken Bielefeld
- 2005 Anerkennung Notfallmedizin
- Funktionen:
- seit 1989 Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL)
- seit 1993 Mitglied im Vorstand der ÄKWL
- seit 1998 Prüfer / Fachbegutachter Weiterbildung Thoraxchirurgie und Mitglied des Arbeitskreises Chirurgie der ÄKWL
- seit 2002 Mitglied des Arbeitskreises Weiterbildungsbefugnis der ÄKWL
- seit 2005 Sachgebietsarzt und Prüfungsausschussvorsitzender der ÄKWL / Weiterbildung Thoraxchirurgie
- seit 2005 Mitglied im beratenden Fachausschuss für die Fachärztliche Versorgung der KBV
- seit 2006 Mitglied im Lenkungsausschuss Qualitätssicherung NRW der ÄKWL
- seit 2006 Mitglied im Lenkungsausschuss Gemeinsame Bürger-Information ÄKWL und KVWL
- seit 2006 stellvertretender Vorsitzender der Ausschüsse "Telematik" und "Gebührenordnung" der BÄK
- seit 2006 Mitglied der Ausschüsse "Qualitätssicherung ärztlicher Berufsausübung" und "Ärztliche Weiterbildung" der BÄK
- seit 2006 Mitglied im Ausschuss "Qualitätssicherung und Qualitäts-Management", in der Kooperationsgemeinschaft "Mammographie-Screening" und im Lenkungsausschuss "Qualitätsmanagement" der KBV
Zitate
- Dr. med. Theodor Windhorst - Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe - „Ärztinnen und Ärzte müssen ihren Beruf wieder mit Freude und Zufriedenheit ausüben können. Dazu muß der Arztberuf befreit werden von zeitraubenden nichtärztlichen Tätigkeiten und eine Finanzierungsbasis geschaffen werden, die eine leistungsgerechte Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte sicherstellt. Das bisherige Versorgungssystem mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten sowie einer rund um die Uhr zur Verfügung stehenden stationären Versorgung muß beibehalten und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.“ [>>Was wir wollen<<, Grundsatzprogramm der Ärztekammer Westfalen-Lippe für die 14. Legislaturperiode 2005 - 2009]
- Mehr agieren, weniger reagieren – dies hat sich die verfasste Ärzteschaft nach den Erfahrungen aus dem letzten Gesundheitsreformprozess vorgenommen. Denn: „Ulla Schmidt kann’s einfach nicht“, betonte Dr. med. Theodor Windhorst, Westfalen-Lippe, zum Auftakt der Beratungen in der Halle Münsterland – lang anhaltender Applaus. (Deutscher Ärztetag 2007 Münster}
- Ärztekammerpräsident Dr. Theodor Windhorst wünscht sich vor allem ein Mehr an Kommunikation zwischen der KV und seinem Hause, gemeinsame Fehleranalysen und ein gemeinsames Krisenmanagement. „Dieses System muss unter allen Umständen gangbar gemacht werden“, appelliert er an die Berufskollegen. „Hier geht es nicht um irgendeinen Taxi-Notruf, der nicht funktioniert, sondern um die Belange ängstlicher und besorgter Patienten.“
- "Wir müssen die Verantwortung übernehmen und wichtige Entscheidungen für Ärzte und Patienten mittragen", sagt Windhorst. Die BÄK vertrete als einzige Institution die Interessen der Gesamtärzteschaft. Er bezeichnete es als nicht akzeptabel, dass zurzeit die Klinikärzte bei Fragen der stationären Versorgung nicht stimmberechtigt seien. "Wir brauchen mehr ärztlichen Sachverstand in den Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses", sagt Windhorst, der als unparteiischer Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Rainer Hess im GBA aktiv ist.
Kandidatur 2011 zum BÄK-Präsident
- Wenn Sie sich die Arbeitsbedingungen der Kollegen in den Kliniken anschauen – wo gibt es Optimierungsbedarf?
- (Frage und Antwort bei facharzt.de "Die Kandidaten auf dem Prüfstand")
- Der Arbeitsplatz Krankenhaus ist unter dem Druck von unbesetzten Stellen zu einem Brennpunkt der Arbeitszufriedenheit und zur Geburtsstätte zahlreicher Burnouts geworden. Es gilt, nachhaltig die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes einzufordern; es gilt auch, Überstundenabgeltung in Freizeit oder Entgelt für noch 50 Prozent der Ärzteschaft einzufordern. Wir müssen mit aller Kraft freie Stellen mit Ärztinnen und Ärzten besetzen, damit die strukturierte Weiterbildung nicht der Erledigung der Routinearbeit und der Bürokratie geopfert werden muss. In diesem Zusammenhang sind die Honorarärzte systemkritisch zu sehen, aber unersetzlich.
- Der Ärztemangel im Krankenhaus gefährdet unser gesamtes Gesundheitssystem, wie mittlerweile auch von der Politik erkannt worden ist, existenziell. Die Arbeitsverdichtung für das Restpersonal bietet keine Perspektive für einen Lebensarbeitsplatz, besonders unter dem Aspekt, vermehrt Teilzeitarbeitsplätze für Ärztinnen vorzuhalten. Karriere und Kind müssen unter einen Hut zu bringen sein. Unter dem Aspekt des Lebensarbeitsplatzes muss eventuell auch noch ein Quereinstieg in die ambulante Versorgung nach Erlangung von Zusatzqualifikationen möglich gemacht werden. Diese Probleme bedürfen unser aller Anstrengung, besonders aber der der Bundesärztekammer.
- Halten Sie das derzeitige Honorarsystem der niedergelassenen Ärzte für brauchbar?
- Nein, denn es ist sehr kompliziert und zu intransparent. Durch föderale Bewertungen gibt es starke Ungleichgewichte zwischen den einzelnen KVen mit Geber- und Nehmer-KVen. Dieses ist abzulehnen, es muss politisch eine Angleichung erreicht werden. In diesem Zusammenhang muss das KV-System Regularien bestimmen.
Kontakt
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