Ulrich Weigeldt

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Ulrich Weigeldt * 08.03.1950 in Lüdenscheid, ist niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in Bremen und ein ärztlicher Standesfunktionär.

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Ulrich Weigeldt


Inhaltsverzeichnis

Vita

  • 1969 Abitur in Bremen, anschließend Medizinstudium in Kiel und Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin
  • 1983 Niederlassung als Hausarzt in Bremen
  • 1986 Wahl zum Schriftführer in den Vorstand des BDA-Landesverbandes Bremen (jetzt Hausärzteverband Bremen)
  • 1993 - 1995 Mitglied des Vorstands der ÄK Bremen
  • 1997 - 2001 Stellvertretender Vorsitzender der KV Bremen. Dort hatte er jeweils den Vorsitz des Fachausschusses für die hausärztliche Versorgung und des Honorarverteilungsausschusses inne.
  • 2000 Vorsitzender des beratenden Fachausschusses für die hausärztliche Versorgung der KBV
  • 2005 Vorstand der KBV (für den hausärztlichen Versorgungsbereich) Er ist damit für folgende Bereiche verantwortlich: : EU-Grundsatzfragen der vertragsärztlichen Versorgung, die Haus- und Fachärzte gleichermaßen betreffen, Honorar und Gebührenordnung, Evaluation ärztlicher Leistungen, Prävention, Arzneimittel, Versorgungsstrukturen, veranlaßte Leistungen und interne Angelegenheiten. Ferner kümmert sich der KBV-Vize um die Hausarztverträge (Paragraph 73 b SGB V).
  • März 2007 - Weigeldt übernimmt Vorsitz: Die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (Gematik) hat einen neuen Vorsitzenden. KBV-Vorstand Ulrich Weigeldt übernahm die Position. Er trat damit turnusgemäß die Nachfolge von Dr. Doris Pfeiffer an, der Vorstandsvorsitzenden der Ersatzkassenverbände. Weigeldt wird das Amt für ein Jahr bekleiden.
  • 2007 5. Juli - In der Vertreterversammlung der KBV wird ihm das Vertrauen nach einem Abstimmungsantrag entzogen und er tritt zurück.

Zitate

Der linke der 6 strahlenden Herren - 8.5.2008
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Der linke der 6 strahlenden Herren - 8.5.2008
  • Hausärzte kritisieren Mediziner-Proteste - In einem Schreiben an den KBV-Chef Manfred Richter-Reichhelm erhebt Ulrich Weigeldt, Vorstandsmitglied des Hausärzteverbandes, massive Vorwürfe gegen den Kassenärzte-Chef. Richter-Reichhelm rufe „zu völlig untauglichen Protestmaßnahmen“ auf, die „ins Leere laufen müssen“, heißt es in dem Brief, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die KBV leide unter „mangelnder Selbstkritik“. Richter-Reichhelm führe eine Diskussion „auf Stammtischniveau“. (Süddeutsche Zeitung Dezember 2002)
  • Bestätigung von Vorstandschef Andreas Köhler – Rücktritt von Vorstand Weigeldt - Berlin, 6. Juli 2007 – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat in den Abendstunden des gestrigen Donnerstags in Berlin eine personelle Weichenstellung vorgenommen. Ulrich Weigeldt trat heute von seinem Posten als Vorstandder KBV zurück, nachdem ihm die VV das Vertrauen entzogen hatte.
  • Eine Million Abfindung für Weigeldt - Es ist ein goldener Abschied: Der zurückgetretene KBV-Vorstand Ulrich Weigeldt erhält rund eine Million Euro Abfindung, berichten die Zeitungen FAZ und "Welt" übereinstimmend.
  • Garant für eine harte Linie gegenüber KVen, KBV, Politik und Kassen könnte Ulrich Weigeldt sein. Er soll im September die Nachfolge von Rainer Kötzle antreten, der für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Die Aufgaben als Bundesvorsitzender verlangten einen so großen Einsatz, dass eine Tätigkeit in der Praxis kaum möglich sei, so Kötzle. Ex-KBV-Vorstand Weigeldt hatte schon zu Amtszeiten in der KBV seine Praxis verkauft und sei bereit, die Nachfolge anzutreten, so Mehl. Weigeldt führte den Verband bereits von September 2003 bis Dezember 2004.
  • Ulrich Weigeldt, Chef des Deutschen Hausärzteverbands, trat der Drohung von KBV-Chef Dr. Andreas Köhler entgegen, Ärzte seien streikbereit und es "brodele" in der Ärzteschaft. "Als Ärzte haben wir einen Sicherstellungsauftrag. Wenn wir dem nicht mehr nachkommen können, müssen wir unsere Kassenzulassungen zurückgeben", sagte Weigeldt der "Berliner Zeitung". Der Verbandschef warf der KBV Versäumnisse bei den Verhandlungen vor. Köhler hatte den Abbruch der Gespräche auch damit begründet, die Kassen verweigerten die Einrichtung eines eigenen Honorartopfs für Haus- und Fachärzte. Die KBV sei es bei der letzten Gesundheitsreform nicht gelungen, eine entsprechende Regelung durchzusetzen und vergieße nun "Krokodilstränen", wird Weigeldt in der "Berliner Zeitung" zitiert. Ein Honorarausgleich zwischen Ärztegruppen sei auch mit anderen Instrumenten möglich: "Doch mein Eindruck ist, dass die KBV das gar nicht will". (Ärzte Zeitung online, 13.08.2008)
"Aktion 15" - März 2009
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"Aktion 15" - März 2009
  • Hausarzt-Matadore treten in Westfalen-Lippe auf - Wegen Hoppenthaller blieb Weigeldt nur zweiter Sieger - Konzentrierte Verbands-Prominenz gab’s bei der politischen Mittagsdiskussion des diesjährigen Hausärztetags von Westfalen-Lippe in Bad Sassendorf. Sozusagen Sieger nach Punkten dabei: Dr. med. Wolfgang Hoppenthaller, Bayerns Landeschef. Weigeldt, einst ein gefürchteter Debattenredner, blieb erstaunlich blass. Hoppenthaller, immer wieder nur als bayerischer Hau-Drauf eingestuft, beherrschte das Podium inhaltlich. Dass Weigeldt nur als Abklatsch seiner selbst erschien, liegt wohl auch an der Tatsache, dass er die Gretchenfrage nach der Politik des Hausärzteverbandes unbeantwortet ließ. "Wie halten Sie es mit dem GKV-Ausstieg?" wollte ein Zuhörer wissen. Weigeldt wich aus. Hoppenthallers Finale: "Entweder erlaubt uns die Politik durch entsprechende Gesetzesänderungen einen freundlichen Umstieg oder wir werden in Bayern die Diskussion über einen unfreundlichen Systemumstieg' - sprich Ausstieg - mit aller Intensität fortsetzen." - (nach Ärztliche Praxis September 2007)
  • Wir machen es besser als andere – diese Überzeugung des Deutschen Hausärzteverbandes (HÄV) offenbarte sich selbst bei der Auszeichnung zweier langjähriger Funktionäre während des 32. Deutschen Hausärztetags Mitte September in Berlin. Kurz nachdem Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) persönlich Dr. med. Horst A. Massing (78) und Dr. med. Diethard Sturm (65) die Ehrennadel des Verbandes überreicht hatte, konnte sich der HÄV-Bundesvorsitzende, Ulrich Weigeldt, eine Spitze nicht verkneifen: Solche Auszeichnungen gebe es bei der Bundesärztekammer erst, wenn einer schon ganz am Ende seines Lebens stehe, sagte er. Bei den Hausärzten geschehe das früher, und zwar mit Bedacht: „Die Nadel soll einen noch etwas pieksen, nämlich dazu, noch etwas für den Verband zu machen.“
3.7.2011: Wir können nicht glauben, dass diese Stimme der Hausärzte (H.A.Massing) für immer verstummt sein soll. Überall war er präsent, notierte und dokumentierte im Bereich der Gesundheitspolitik, was zum Thema Hausarzt gesagt wurde. Dabei stand er uns Jüngeren in seinem Deutschen Hausärzteverband immer mit Witz, Rat und Tat zur Seite. Kaum glaublich, wie er im 81. Lebensjahr gekonnt mit Zunge und Feder die oft verschleierten Angriffe auf die hausärztliche Profession entlarvte, wie er medial plakativ und korrekt hausärztliches Tun und Handeln auch für Laien verständlich formulierte. Generationen von Ärzten hat er in seinen Abrechnungskursen geholfen, durch den Dschungel der Möglichkeiten und Ausschlüsse der zahlreichen EBM´s und der GOÄ zu finden.
Wie für einen Hausarzt, insbesondere auf dem Lande, üblich, war er Zeit seines Lebens nah bei seinen Patienten. Politisches und ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde waren selbstverständlich. Sein sportliches Herz hing an Schalke 04, dass er in diesem Jahr selbstverständlich zum Pokalsieg in Berlin jubelte. Wir Hausärzte, nicht nur in Nordrhein und Westfalen Lippe, in ganz Deutschland trauern um einen großen Hausarzt. (Vorstand des Hausärzteverbands Nordrhein)
  • Das Sagen in den Ärztevereinigungen haben Fachmediziner, die vor allem in den Ballungszentren ansässig sind. Dort sorgen die gutorganisierten Seilschaften von Orthopäden, Radiologen oder Internisten dafür, dass der Großteil der Honorare in ihren Kassen landet. Allgemein- und Kinderärzte dagegen, die vor allem auf dem Land gebraucht werden, schneiden trotz Honorarreform immer noch schlechter ab. "Mediziner, die viele Menschen im Umkreis versorgen, werden im derzeit geltenden Honorarsystem systematisch benachteiligt", sagt Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands. (nach SPIEGEL 15/2010: "Lücken im System")
  • Der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) sieht in der beschlossenen Honorarerhöhung eine „verdeckte Honorarabsenkung“. Ein Honorarplus mit einer Null vor dem Komma, darüber könnten sich Hausärzte angesichts steigender Versorgungsaufgaben und bei einer aktuellen Inflationsrate von rund zwei Prozent nicht freuen. „Faktisch ist das eine Honorarkürzung“, sagte HÄV-Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt. Das System der Kollektivverträge, mit dem einhergehenden regelmäßigen Gefeilsche um Punkte, Bewertungen und Prozente habe sich insbesondere für die hausärztliche Versorgung überholt.
„Nur freie Verträge mit den Kassen und Honorare nicht in Punktsystemen, sondern kalkulierbar in Euro und Cent, sichern langfristig die Versorgung“, erklärte Weigeldt. Er forderte die Politik auf, die Selektivverträge zu stärken und den Absatz 5a aus dem § 73b SGB V zu streichen. (Ende August 2012)

Verbandsführung gefordert durch:

Bundesversicherungsamt

  • Gaßner forderte Weigeldt auf, den Chef des bayerischen Verbandes und seinen Stellvertreter im Gesamtverband, Wolfgang Hoppenthaller, zur Räson zu bringen. Weigeldt sei in der Pflicht, auf Hoppenthaller "aktiv und offenkundig mit dem Ziel einzuwirken, von dieser beabsichtigten Aktion des kollektiven Zulassungsverzichtes Abstand zu nehmen".


Patienteninitiative R. Hartwig

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