Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte

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Allgemeines

Der 1998 gegründete Verein führt den Namen "Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte" ist ein alternativer ärztlicher Berufsverband und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Er fördert Wissenschaft, Forschung, Bildung und Erziehung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens. Er leistet öffentliche Aufklärungsarbeit mit dem Ziel, demokratische Strukturen im Gesundheitswesen durchzusetzen und zu erhalten. Dem sozialen und humanen Auftrag der Ärzteschaft wird dabei hohe Bedeutung beigemessen. Der Verein verfolgt keine berufsständischen Interessen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch wissenschaftliche Veranstaltungen, Mitwirkung an öffentlichen Diskussionen in Fragen des Gesundheitswesens, Beratung und Unterstützung anderer Organisationen sowie durch berufliche Fortbildung.

Ziele

Der Verein hat das erklärte Ziel, seine "demokratische Berufspolitik gegen egoistisches Standesgebahren" durchzusetzen.

Der Verein will:

  • Gleiche Chancen zur Gesundheit für alle
  • Partnerschaft mit Patientinnen und Patienten statt professionelles Diktat
  • Kollegialität statt Hierarchie
  • Solidarität statt Gruppenegoismus
  • Verteidigung legitimer Interessen statt illegitimer Privilegien

Vorstand

  • Wulf Dietrich (Facharzt für Anästhesiologie)
  • Charlotte Lutz (Assistenzärztin in der Inneren Medizin)
  • Gerhard Schwarzkopf-Steinhauser (Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie)

Zitate

Der Ärzteschaft geht es wieder nur ums Geld. Wieder einmal werden die Patienten vor den Karren der Ärzteinteressen gespannt. Die Kampagne richtet sich nämlich nicht gegen patientenfeindliche und entsolidarisierende Aspekte des Gesetztes sondern gegen eine angebliche Verstaatlichung des Gesundheitswesens und einer Zerschlagung der Privaten Krankenversicherung als angeblich unabdingbare Grundlage deutschärztlichen Selbstverständnisses. Es geht den Veranstaltern nur um den Erhalt der Einkommen aus der Privatliquidation. Zweiklassenmedizin ist in ihren Augen gewünscht und unvermeidlich. Presseerklärung zum Protesttag am 4. Dezember 2006

Etwa 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung und etwa 8 Prozent in der Privaten Krankenversicherung versichert. Unter Kriterien der Egalität ist diese institutionalisierte Zweiklassenmedizin der größte Skandal im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Presseerklärung vom 26.08.2006 zur Privaten und Gesetzlichen Krankenversicherung

Die vorgelegten Eckpunkte zur Gesundheitsreform der großen Koalition lehnt der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) in großen Teilen ab und sieht darin eine Fortführung des bereits von der rot-grünen Koalition eingeschlagenen Wegs der Abkehr von der paritätischen Finanzierung der GKV. Die jetzt vorgestellten Eckpunkte sind schamlos arbeitgeberfreundlich und verschieben die Kosten in noch nie gekanntem Ausmaß auf die Arbeitnehmer, Versicherten und Kranken! Presseerklärung vom 10.07.2006 zur geplanten Gesundheitsreform 2006

Viel Unmut hat sich angestaut bei den niedergelassenen Ärzten. Aus Sicht des vdää ist aber die Stoßrichtung der Proteste ungenau. Ein Protest gegen immer mehr Bürokratie, gegen eine drohende Rationierung und gegen schlechte bzw. sich verschlechternde Arbeitsbedingungen ist aus Sicht des vdää notwendig und richtig. Mit der geplanten Bonus-Malus-Regelung zur Eindämmung der Arzneimittelausgaben verlagert die Gesundheitspolitik das Problem auf die Ärzte und Patienten. Sinnvolle Kontrollverfahren, die den Arzt zu einer rationaleren und nicht rationelleren Arzneitherapie anleiten, werden vom vdää explizit befürwortet. Presseerklärung zu den Protesten der niedergelassenen Ärzte am 24. März in Berlin

Quellen

Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte (Homepage)

Persönliche Werkzeuge