Zitate: Vollständig und teilweise

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Einführung

In seinem Buch "Zweiklassenmedizin" bzw. in einem Artikel im Spiegel dazu zitiert Univ.-Prof. Dr. med. Dr. Sc. (Harvard) Karl Lauterbach Beiträge aus dem Leserforum von Facharzt.de. Wir stellen hier mit Zustimmung der Autoren anonymisiert einige Beiträge zum Vergleich zwischen zitierten Sätzen und dem Kontext im Zusammenhang vor - die Zusammenhänge sind doch etwas komplexer als der Herr Professor es für seine Zwecke brauchte, meinen viele. Anders ausgedrückt: Nicht wenige meinen, dass in dem Buch Texte aus dem Leserforum unvollständig präsentiert werden, um ein politisch unbequemes und kritisches Internetforum zu diskreditieren.

Dass Lauterbach beispielsweise als Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken ein erkleckliches Zubrot verdient, wurde hier schon lange diskutiert, bevor es in die breite Öffentlichkeit kam. Auch wurde hier schon lange problematisiert, dass eine solche Tätigkeit die Unabhängigkeit eines politischen Beraters gefährden kann - und dass es so gar nicht zum Image eines angeblich linken Politikers passt. Diese Beiträge, die zahlenmäßig viel häufiger sind, finden sich in Lauterbachs Buch nicht ...



„Kassenpatienten gehen mir auf den Keks“: Der SPIEGEL zitiert eine Satire als echte Meinungsäußerung

Im SPIEGEL vom 11. Juni 2007 zitiert Univ.-Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach einen Facharzt.de-Forumsbeitrag von 2004 als Beweis für den „Abgrund an Abneigung“, der sich bei Facharzt.de auftue. Kleines Problem: Der schon ziemlich angestaubte Beitrag ist klar als Satire gekennzeichnet, das Landgericht Hamburg verbot Lauterbach in einer einstweiligen Verfügung die Verwendung des Zitates ohne den Zusatz „Satire“.

Hier das Zitat aus dem SPIEGEL:

"Sie sind Billigheimer/ Kassenpatient/ Armenkässler/ Holzbänkler/ falsch versichert/ lästig und haben nur Anspruch auf das, was Sie grade so am Leben erhält/ gehen mir auf den Keks/ stehlen mir die Zeit/ rauben andren Leuten die Zeit/ sind unverschämt und fliegen raus. Und tschüß." (...)

Wenn man auf Worte verzichten möchte, täte es auch ein gepflegter Tritt in den Achtersteven. Es empfiehlt sich hierbei, aus Gründen des Arbeitsschutzes festes, geschlossenes Schuhwerk zu tragen. (...)

Der Originalbeitrag stammt aus einer Diskussion von 2004. In diesem Beitrag antwortet der Autor auf die Frage eines Kollegens, der einer Patientin den Wunsch nach einer sofortigen, langwierigen aber medizinisch nicht dringenden Untersuchung nicht in der laufenden Sprechstunde erfüllen konnte und nun die Kollegen fragte, ob seine Handlungsweise richtig war – die Patientin hatte dann entschieden, einen anderen Arzt aufzusuchen.

Vollständig liest sich der Text so (die von Lauterbach ausgelassenen Textpassagen sind gefettet):

"Sie sind Billigheimer/ Kassenpatient/ Armenkässler/ Holzbänkler/ falsch versichert/ lästig* und haben nur Anspruch auf das, was Sie grade so am Leben erhält/ gehen mir auf den Keks/ stehlen mir die Zeit/ rauben andren Leuten die Zeit/ sind unverschämt und fliegen raus*. Und tschüß." * Nichtzutreffendes weglassen

Das wären so Dinge, die man sagen könnte, wenn man nicht ethisch verpflichtet wäre.

Wenn man auf Worte verzichten möchte, täte es auch ein gepflegter Tritt in den Achtersteven. Es empfiehlt sich hierbei, aus Gründen des Arbeitsschutzes festes, geschlossenes Schuhwerk zu tragen.

Das darf und sollte man als Arzt aber nicht tun. Auch wenn es verdammt gut täte! Nein - VERBOTEN!

Aber zu Ihrer Beruhigung: Sie haben sie doch richtig fett- krass abgezockt mit den 10 (Kassen-) Euro und damit Ihrem/ unserem miesen Ruf als Geldschneider und Abzocker Genüge getan.

[/satire off]

Im Ernst: Sie haben vollkommen richtig gehandelt. Sachlich, korrekt und beherrscht. Der Rest ist nicht Ihre Sache, und wenn die Tante gerne woanders nochmal 10 Euro abdrückt, ist das deren freie Entscheidung. An der Tanke kostet's locker das 4- bis 5fache.



Angebliche Freude über den Tod eines Patienten

Heute erfuhr ich vom Ableben eines langjährigen Patienten und ertappe mich dabei, wie ich mich freue, dass ich nun erheblich weniger Medikamente aufschreiben muß, zitiert Lauterbach den Beitrag eines Augenarztes als Beleg für einen "Abgrund an Abneigung gegen Patienten bei Facharzt.de" (Formulierung im Spiegel). Der hier dokumentierte Gesamttext stammt aus einer Diskussion über den Einfluss der Rationierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen auf Arzt und Patienten und liest sich im Zusammenhang etwas anders.


Der gesamte Text - verwendete Passagen gefettet

Zufriedenheit mit der eigenen Leistung


Lieber Herr H.,

das ist das Traurigste und Wahrste, was ich seit langem gelesen habe. Sie sprechen mir und sicher den meisten Kollegen aus der Seele.

Wo sind wir nur hingekommen?!

Ich als Augenarzt lasse völlig inakzeptable Druckwerte durchgehen aus Angst, ein teures Medikament aufzuschreiben. Heute erfuhr ich vom Ableben eines langjährigen Patienten und ertappe mich dabei, wie ich mich freue, dass ich nun erheblich weniger Medikamente aufschreiben muß. Da sitze ich vor seiner weinenden Frau und denke an das Scheiß-Geld, das seine Tropfen gekostet haben, das ist doch krank!!!

Rote Augen werden nur noch mit heißen Lappen und Blödsinn behandelt, in der Hoffnung, das geht auch von alleine weg. Besonders verrückt ist, wenn ein Patient mit vom Hausarzt anbehandeltem rotem Auge kommt. Der kann nämlich wesentlich mehr für den Patienten tun, weil der das tolle Isopto max verschreiben kann, was ich als Facharzt mir nicht mehr erlauben kann (Hansen sei Dank).

Fortbildungszwang mit dem gleichzeitigem Verbot, moderne Medzizin anzuwenden. Ist ja irre...

Wäre ich (Kassen-)Patient, ich würde den Fuß nicht in meine Praxis treten, so lustlos bin ich inzwischen. Ich wüßte jedoch nicht, wo ich sonst hingehen sollte, weil ich weiß, dass es den benachbarten Kollegen so ähnlich geht wie mir. Keiner geht noch gerne in seine Praxis, wenn nicht gerade Privat-Sprechstunde ist.

Dann kommt Post von der Mezizin-Technologie: "Keine Lust mehr auf die Praxis? Kaufen Sie ein neues Gerät, dann macht die Arbeit wieder Spaß." Nur 20 000 ,- für eine Spaltkamera... Heute kündigte meine Lieblingsarzthelferin, die vom ersten Tag an bei mir war. Grund war auch die seit Monden schlechte Stimmung in der Praxis. Dabei rennen mir die Leute die Bude ein, Termine gibts erst im April... Was könnte das für ein schöner Beruf sein...!!!

Was haben die nur aus mir gemacht.

Und doch habe ich die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht ganz verloren. Auch die doofsten werden in der nächsten Zeit begreifen, dass wir etwas bewegen können und müssen. Mehr und mehr Zulassungen werden zurückgegeben, dann gehts los....



Kein Mitleid mit dem Prekariat

Nein, ich habe mit den heutigen "Armen", mit dem "Prekariat" keine Spur Mitleid. Die eigentliche Schande ist, dass unser Sozialstaat diese feiste Unterschicht erzeugt und unterhält, zitiert Lauterbach in seinem Buch einen Dr. med. Stefan T. Ein wenig länger war der Beitrag schon (das Zitat ist gefettet und steht ziemlich zum Ende des Beitrages):


OT: Exkurs über "Wohlhabende" in der 50ern und 60ern im Vergleich zur heutigen "Armut"

Zitat: Ich kenn kaum Sozialhilfeempfänger, aber was ich so im Fernsehen sehe:so toll ist das nicht, keineswegs adaequat einem Normalverdiener in den Sechzigern.

LIebe Frau Kollegin,

ich hatte eine glückliche Kindheit (die mit dem zehnten Lebensjahr jäh endete, aber das ist eine andere Geschichte). Meine Familie war wohlhabend, beinahe reich. Meine Eltern mieteten eine Dreizimmerwohnung im Parterre eines Wohnblocks in einem Arbeiterviertel, brachen ein Schaufenster und einen separaten Eingang in die Außenwand des vorderen Zimmers und richteten dort ein Geschäft für Gebrauchtmöbel ein. Die damals vierköpfige Familie wohnte in den beiden Zimmern dahinter.

Wie unsere Nachbarn hatten wir keine Waschmaschine (meine Mutter benutzte ein Waschbrett) und keinen Kühlschrank; die Toilette erreichten wir durchs Treppenhaus. Es gab immerhin fließendes kaltes Wasser.

Im Gegensatz zu unseren Nachbarn hatten wir keine Krankenversicherung und keine Rentenversicherung; trotzdem waren wir Zielscheibe des nachbarlichen Neids, denn wir hatten (als einzige im ganzen Wohnblock) einen PKW. Und bald hatten wir einen Fernseher (es gab einen Menschenauflauf, als wir die Antenne auf dem Dach installieren ließen). Und wir hatten einen Telephonapparat (wie sonst sollte man ein Geschäft betreiben? Nie führten wir Privatgespräche, denn wir kannten niemanden, der auch einen Telephonapparat hatte).

Nach unserem Umzug ins erste Obergeschoss im Rahmen einer Geschäftserweiterung hatten wir eine verzinkte Badewanne, die auf dem Balkon stand und einmal die Woche in die Wohnung hereingetragen wurde, damit die ganze Familie darin badete.

Wir fuhren jedes Jahr ostersonntags zum Drachenfels am Rhein. Insgesamt vier Mal in all den Jahren machten wir Urlaub: Zwei Mal fuhr mein Vater mit je einem Kind für eine Woche in die Berge, zwei Mal brachte er die Familie sonntags ans Meer und holte uns nach 14 Tagen wieder ab.

Wir hatten jeden Tag Aufschnitt auf dem Brot und gingen alls zwei bis drei Monate in ein Restaurant zum Essen aus. Dafür zerkratzen die Nachbarn uns nachts das Auto. Einmal warfen sei Hundekot an unsere Balkontür. Die deutsche Neidkultur gedieh schon damals prächtig.

Was ich sagen will: Wir fühlten uns wohlhabend - und wir waren es auch. Meine Eltern legten sich 12 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, krumm für einen Lebensstandard, der heute jeden arbeitsscheuen Schmarotzer zu lautstarker Klage veranlassen würde.

Was wirkliche Armut ist, lernte ich als Student kennen, als ich mich daran gewöhnen musste mit knurrendem Magen ins Bett zu gehen und nicht zu wissen, woher die nächste Mahlzeit kommen würde. Habe ich mich beklagt? I wo, ich habe das eigentlich "Normale" getan, mich hochgearbeitet aus dem Schlamassel.

Nein, ich habe mit den heutigen "Armen", mit dem "Prekariat" keine Spur Mitleid. Die eigentliche Schande ist, dass unser Sozialstaat diese feiste Unterschicht erzeugt und unterhält.

Liebe Grüße Ihr ...

Ich bin gar nicht eitel. Ich bin nur sehr, sehr gut. [Harry Rowohlt]




Man kennt seine Pappenheimer

Zitat im Lauterbach-Buch: Man kennt seine Pappenheimer doch irgendwann: Die einen wollen nie IGEL (Individuelle Gesundheitsleistungen, das sind medizinisch unsinnige Leistungen, die bar bezahlt werden müssen, d. Verf.), die anderen kommen alle 2 Jahre und möchten alle Maschinen glühen sehen.

Erläuternde Egänzung dazu: Der Autor dieses Textes ist Augenarzt. Zu den vom Verordnungsgeber als angeblich "medizinisch unsinnig" (Lauterbach) deklarierten Untersuchungen gehört beim Augenarzt die Messung des Augeninnendrucks zur rechtzeitigen Erkennung eines erhöhten Augeninnendrucks, dem Glaukom oder auch grünen Star. Zum Glaukom schreibt Wikipedia: Das Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen, sowohl in Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern. (...) Durch rechtzeitige Behandlung kann ein Fortschreiten und letztendlich die Erblindung in den meisten Fällen verhindert werden. Ab dem 40. Lebensjahr sollte die Vorsorgeuntersuchung jährlich durchgeführt werden.

Die gesetzlichen Kassen zahlen diese Vorsorgeuntersuchung nicht, sie ist eine der nach L. angeblich pauschal "medizinisch unsinnigen" IGEL-Gesundheitsleistungen.


Vollständiger Text, die verwendete Textpassage ist wieder gefettet:

Und dieser Bericht ist infektiöser als die Windpocken...

... denn wir Augenärzte in ..... abwarten!


Es gibt genaue Vorgaben der KV. Eine Komfort-Sprechstunde kann unter Beachtung dieser Vorgaben eingerichtet werden. Das ärgert die Krankenkassen auf Blut - aber wenn der Versorungsauftrag erfüllt ist, dann ist der erfüllt. Basta!

Man kann unter Umständenganz eindeutige GKV-Leistungen mit meinen Kassenpatienten privat abrechnen:

Beispiel: HH-Pachymetrie mit Ultraschall - habe Ultraschall-Zulassung Gott-sei-Dank nicht! - Patient bekommt 2 Papiere:

1. Überweisungschein an Augenklinik zu HH-PAchymetrie auf Kasse.

oder

2. Überweisungsformular von APO-Bank und Pachymetrie mache ich (Patient unterschreibt, dass er weiss, dass dies GKV-Leistung, er aber unbedingt will, dass ich das mache - und nicht über KV abrechnen kann/darf.

Alles geht - man muß nur korrekt sein!


Und noch ein Satz zur Komfort-Sprechstunde:

Wer ist denn der Benachteiligte, wenn man eine Misch-Sprechstunde macht: Der normale Kassenpatient. Der sitzt sich im Wartezimmer den Popo platt, weil die Privaten immer gleich drankommen. Und dann meinen plötzlich 5 GKVler, sie bräuchten den ganzen IGEL-Katalog von oben bis unten, und schon wieder eine Stunde Wartezeit mehr.

Man kennt seine Pappenheimer doch irgendwann: Die einen wollen nie IGEL, die anderen kommen alle 2 Jahre und möchten alle Maschinen glühen sehen.

Dann wird vorher sortiert, man plant entsprechende Behandlungszeiten in der Husch-husch-Sprechstunde, und längere in der Doktor-machs-mir-und-zwar-heftig-Sprechstunde.

Wir hatten diesen Sonntag Konfirmation - wir hatten auch entsprechend reserviert und nicht fünf Minuten vorher gesagt: Wir kommen mit 25 Leuten und bleiben 3 Stunden.

Also: Komfort-Sprechstunde bedeutet, weniger Wartezeit für Patienten in der nicht-mehr-als-WANZ-Sprechstunde.

Was ist schlecht daran?

Nur, dass die GKV-Patienten unter die Nase gerieben bekommen, das irgendwie ihre Kranke Kasse sie nicht toll versorgt... und das entspricht doch der Realität oder?


Gruss nach Angeln!


PS:

Es wird hiermit dementiert, ich hätte Mitarbeiter einer großen Ortskrankenkasse auf der Demo in Berlin gesehen, die ein Transparent mit der Aufschrift "Weniger Bürokratie" trugen.

Fluppen und HDTV

"Und diese Patienten versuchen immer noch, das Maximum aus der Solidargemeinschaft herauszuholen. Diese Patienten sind in Billigheimer-Kassen versichert und wollen bloß nix zusätzlich beim Arzt ausgeben müssen (aber für die Fluppen und HDTV reicht es immer)." zitiert Lauterbach in seinem Buch eine Forumsautorin - auch hier das Zitat im Kontext.

Vollständiger Text:

Ist doch ganz einfach

Mögliches Szenario: 20 Stunden in der Woche muß ich minimal für Kassenpatienten da sein. Bedeutet max. 17 Stunden Sprechzeit, denn den Bürokram muß ich ja auch irgendwann erledigen. In der Zeit dann von mir aus nur Kassenpatienten, keine Termine mehr (sonst kommt noch einer auf die Idee, er müsse für 1,50 Euro zum Termin dran kommen). Jeder darf wie früher kommen, wann er meint. Zum Sprechstundenende ist Schluss, der Rest muß halt nochmal kommen. Ich kann ja auch nicht mehr als arbeiten. Beim Einwohnermeldeamt läuft es doch auch so. Qualität wird von den Kassen doch eh nicht gewünscht, Geiz ist geil und billig ist eben billig. Kann ich was dafür, wenn zu viele Patienten zu mir wollen ? Voll ist voll, ein Privater wird auch nicht vorgezogen, denn der würde sowieso nie in eine offene Geiz ist geil-Sprechstunde kommen, wenn er schlau ist.

Ansonsten habe ich geschlossen und meine Privatpraxis hat geöffnet. Geöffnet für alle, die eine GOÄ-Rechnung akzeptieren.

Natürlich wünsche ich mir ein solches Szenario nicht wirklich und tief in mir regt sich auch ein menschlicher Zug und denkt: Mist, die arme Mutter mit den 3 Kindern, die halt nun mal nur Kasse ist und dann 3 oder 4 Stunden warten muß. Oder nochmal kommen.

Das ist auch okay, aber diese Mutter und alle anderen Patienten haben diese Regierung mit gewählt. Und diese Patienten versuchen immer noch, das Maximum aus der Solidargemeinschaft herauszuholen. Diese Patienten sind in Billigheimer-Kassen versichert und wollen bloß nix zusätzlich beim Arzt ausgeben müssen (aber für die Fluppen und HDTV reicht es immer).

Und der fehlende Aufstand seitens der Patienten ist Beweis genug dafür, daß hier seitens der Barmer wieder einmal eine dicke fette Lüge verbreitet wird.

Unser aller Ziel sollte sein, daß aus dieser Lüge Wahrheit wird. Soll doch der MDK behandeln. Vielleicht sind die Wartezeiten dann kürzer, weil ein Teil seinen Termin gar nicht mehr erlebt (siehe O-Ton Niederlande).

Wir behalten die Kassenzulassungen und behandeln die Kassenpatienten nur solange und soweit "Kapazitäten vorhanden"

Dieses Zitat in Lauterbachs Buch ...

Wir behalten die Kassenzulassungen und behandeln die Kassenpatienten nur solange und soweit "Kapazitäten vorhanden" sind: Der Kassenpatient z. B. bekommt einen Termin zur Hämorrhoiden Operation nach zwei Jahren und sogar ein Rezept für eine gute Salbe, sein Nachbar, der Selbstzahler, wird sofort operiert!

... stammt aus einem Diskurs darüber, welche Arbeitskampfmaßnahmen Ärzte gegen die Rationierung im Gesundheitswesen haben. Der Autor zählt diverse Möglichkeiten auf und stellt sie zur Diskussion (das von Lauterbach verwendete Zitat ist gefettet). In dem Text ihm findet sich resümierend auch der Satz: "Wir dürfen nicht streiken! Das wissen wir alle". In Lauterbachs Buch findet sich dieser Satz nicht.

Vollständiger Text:


Zulassungsrückgabe? Nein Danke, Ich kenne was Besseres!

Wenn ich alles das lese, was Herr Dr. Müller an Argumenten für die Zulassungsrückgabe uns immer wieder vorträgt, denke ich, dass er natürlich in vielen Dingen Recht hat.

Es gibt jedoch Kollegen, die, im Vertrauen in das Gesundheitssystem Deutschlands, sehr viel Geld investiert haben und dieses Geld auch am "Tropf" der Kasseneinnahmen hängt, auch wenn letztere nicht mehr gewinnträchtig sind.

Es ist zweifelsfrei zur Zeit unmöglich geworden, nur von den Einnahmen der gesetzlichen Kassen zu leben, ohne diese jedoch ist es unmöglich, die Infrastruktur der Praxis allein für die Selbstzahler und die anderen Kostenträger aufrecht zu erhalten.

Die Zulassungsrückgabe für einen Kollegen, der fachgebietsbedingt wenige oder gar keine Schulden am Hals hat, bedeutet diese im schlimmsten Fall den Verlust des Arbeitsplatzes.

Für den Kollegen, der noch einige Millionen Schulden mit sich trägt und z. B. die fünfzig überschritten hat, ist die Zulassungsrückgabe der schnellere und spektakulärere Selbstmord, die Schaustellung seiner Selbstvernichtung.

Der Wille Solidarität mit den anderen zu zeigen steht natürlich dem Kampfgeist entgegen, wenn ich diese Realität betrachte. Das Solidaritätsprinzip sehe ich als bedient, wenn allen Kämpfenden klar wird, dass die Last und die Opfer einer solchen kollektiven Kampfmaßnahme von jedem in gleichem Maße getragen werden muss.

Alternativen? Es gibt sehr viele davon:

- Wir behalten die Kassenzulassungen und behandeln die Kassenpatienten nur solange und soweit "Kapazitäten vorhanden" sind: Der Kassenpatient z. B. bekommt einen Termin zur Hämorrhoiden Operation nach zwei Jahren und sogar ein Rezept für eine gute Salbe, sein Nachbar, der Selbstzahler, wird sofort operiert!

- Wir behalten die Kassenzulassungen und schikanieren die Politik, die uns als Fachärzte loswerden will. Dabei leisten wir soviel, bis das Geld erschöpft ist. Und nebenbei läuft die Privatpraxis unbeeinträchtigt von der Überforderung durch die Masse an Kassenpatienten.

- Wir behalten die Kassenzulassungen und lassen die Kassenpatienten richtig spüren, wie gut es für sie wäre, wenn auch sie den Arzt ordentlich bezahlen würden. Dies können sie ja nur erfahren, wenn sie z.B.im Wartezimmer warten, während der Selbstzahler sofort von der Anmeldung in die Behandlung kommt.

- Wir behalten die Kassenzulassungen und schikanieren die Krankenkassen,wenn diese ihre Anfragen erst nach Monaten mit einer dummen,kaum lesbaren und provozierenden Antwort zurückerhalten.

- Wir behalten die Kassenzulassungen, bis wir den ersten ärztlichen Streik, gut organisiert, vorangemeldet, bundesweit, konsequent und ohne jegliche Rücksicht auf Konsequenzen, gemeinsam, stationär und ambulant, durchführen!

"Streiken dürfen wir nicht" würde sicherlich Herr Müller sagen und Erklärungen bzw.Paragraphen suchen, um dies zu belegen.

Sie haben Recht Herr Müller. Wir dürfen nicht streiken! Das wissen wir alle. Aber als oberstes Gebot, als istinktgeführte Reaktion der Selbstrettung, spricht und entscheidet nicht mehr die Vernunft und die Intelligenz, sondern die Selbstverteidigung:

Ein solcher Streik ist ein Aufstand.

Ein Streik dieser Art muss keine lauwarme Demonstration mit "Notdienstversorgung" und "Gewährleistung der Versorgung der Notfallpatienten und Blabla.." sein.

Es muss eine Aktion sein, die mit Entschiedenheit und Schlagkraft geführt wird, so dass der Gegner den Kopf für Jahrzehnte nicht mehr erheben kann.

Die Schlagkraft, die die Ärzteschaft hat ist riesig.

Die Gesellschaft hat unsere Schlagkraft mit Gesetzen und Verknebelungen soweit unschädlich gemacht, dass die Ärzte die Sklaven des Bürgers geworden sind.

Sklaven bleibt nichts anderes übrig, als der befreiende Schlag, die Revolte, der Aufstand.

Das dumme dabei: Wir sind sehr mächtige Sklaven, wir haben aber scheinbar keinen A...h, um unsere Macht wirken zu lassen,

- mit der intelligenten Logistik der höchst bewerteten Akademiker, gegen nicht medizinisch qualifizierte Politiker (Juristen, Lehrer, Beamte usw.), die uns vor der Nase führen, - mit dem Respekt und Vertrauen unserer Patienten, die uns in die Augen gucken, - mit der Ethik und Loyalität, die unsere Beweggründe waren, diesen Beruf zu wählen, - mit der Überzeugung, dass wir keinen ausnutzen oder abzocken wollen, sondern dass wir etwas fordern, was uns kein gesunder Verstand absprechen kann.

Der Schlag unserer Macht könnte einmalig in die Geschichte eingehen, wir können damit die nachweislich gegen uns gerichtete Politik bedingungslos kapitulieren und das oberste Gut der Menschen, die Gesundheit, selbst in die Hand nehmen. Diese gehört nur in unsere Hände. Es ist zu schade, so etwas weiterhin in den Händen der Politiker und Krankenkassen, der nicht dafür Qualifizierten, zu belassen.

Die Gesundheitspolitik des deutschen Volkes gehört in die Hände der Fachleute, in die Hände der Ärzteschaft, weil nur wir die Menschen gesund machen können, nicht die Lehrer, Anwälte, Ökonomen und selbstgelernten Politiker.

Ein Streik der Ärzteschaft kann nicht gesetzlich geregelt werden, durch den Streik aber können die Ärzte die Macht wieder erobern und selbst die Gesetze für die Gesundheit bestimmen. Die Gesetze die wirklich der Gesundheit des Volkes dienen und nicht den parteipolitischen Interessen unterliegen.

Unsere Gegner sind die Patienten

Zitat im Lauterbach-Buch:

Unsere Gegner sind die Patienten, die unsere Leistungen so Preiswert wie möglich, am liebsten umsonst bekommen wollen und hinten den Politikern mit dem Stimmzettel stehen. Die Patienten wollen den "Arzt umsonst", damit Geld für Urlaubsreisen, saufen, Fußballarenen, Freizeitspaß, Frührente, Blaumacherei usw. übrig bleibt.

Es fehlt in diesem Beitrag von 2005 nicht nur der Kontext, sondern auch ein Hinweis darauf, dass der Autor für diesen Beitrag eine Menge Widerspruch von anderen Autoren geerntet hat.


Der vollständige Text:

Schmidt und Lauterbach führen Ihren Aufgaben perfekt durch!


Bewußt oder unbewußt ignorieren wir Ärzte, daß die Politiker vom Wähler für bestimmte Aufgaben gewählt wurden.

Der Auftrag des Politikers ist es, die Interessen seines Mandanten, des Wählers, in einer demokratischen Geselschaft, mit der Macht des Gesetzes, so gut wie möglich zu vertreten, durchzusetzen und zu verteidigen!

Ulla Schmidt und Karl Lauterbach sind nicht unsere Feinde, sie sind die Verteidiger unserer Gegner.

Unsere Gegner sind die Patienten, die unsere Leistungen so Preiswert wie möglich, am liebsten umsonst bekommen wollen und hinten den Politikern mit dem Stimmzettel stehen. Die Patienten wollen den "Arzt umsonst", damit Geld für Urlaubsreisen, saufen, Fußballarenen, Freizeitspaß, Frührente, Blaumacherei usw. übrig bleibt.

Sie zeigen sogar unverschämt mit dem Finger auf die Politiker und benutzen diese als Alibi und tun unschuldig, wenn wir uns in unsinnigen Aufklärungen über die Wertlosigkeit des Systems aufregen und naiv glauben, daß die Patienten "unsere" Unterstützer seien!

Die Patienten sind unsere Gegner, nicht die Politiker. Die Politiker leisten hervorragende Arbeit, wenn sie es schaffen, uns im medizinischen Versorgungs-Arbeitslager zu Gunsten Ihrer Wähler einzusperren und uns dort umsonst arbeiten zu lassen.

Es bleibt uns nur eine Möglichkeit: Dem Pat. einmal kollektiv die Leistung zu verweigern, ob durch Streik oder totale Ablehnung, ohne Rücksicht auf seine Not, Notfall, Schwere der Erkrankung usw. Seine Krankheit ist sein Problem, nicht unseres. Er muß sehr hart spüren, wie schlimm es ist, wenn er z.B. blutet und keiner geht hin! Er muß leiden. Es muß sehr weh tun, bis er über seine Plolitiker total auf unsere Bedingungen eingeht und diesen bis auf Punkt und Komma, ohne wenn und aber zustimmt. Er hat ja sehr gute Verteidiger, die seine bedingungslose Kapitulation besiegeln können: Ulla, Lauterbach, Seehofer & Co. Die sind alle aus dem gleichen Stoff geschnitten und haben die gleiche Interessen.



An einem angekündigten Tag legen wir Chirurgen, alle gemeinsam, ohne Notversorgung und Notdienste die Skalpelle zur Seite

Hier ein Zitat aus einem sehr langen Text, wieder einem Diskurs um mögliche Arbeitskampfmaßnahmen aus dem Jahr 2005 übernommen. In diesem von den Teilnehmern sehr kontrovers geführten Diskurs ging es darum, ob und wie Ärzte streiken dürfen.



(TEIL 2) Zulassungsrückgabe? Nein Danke, Ich kenne was Besseres! Als Antwort auf: Streik vs. kollektive Zulassungsrückgabe – eine Gegenüberstellung

Sehr geehrter Herr Müller,

danke für die Gelegenheit, die Sie mir durch Ihre "Gegenüberstellung" bieten, Ihnen und gleichzeitig vielen Kollegen, die meinen Beitrag kommentiert haben, eine Präzisierung meiner Ideen für den "Streik" vorzustellen und ggf. falsche Interpretationen auszuräumen.

Grundsätzlich empfehle ich Ihnen meinen Beitrag, frei von Ihren eigenen Interessen, frei von den Versuchen diesen an Ihre Konzepte anzupassen und zu Ihren Vorstellungen kompatibel zu machen, frei von Paragraphen und Gesetzen, einfach mit dem Verstand des normaldenkenden Menschen, oder Arztes, zu betrachten.

Ich werde versuchen Ihnen zu erklären, was wir Ärzte in dieser Problematik empfinden.

- Standortbestimmung -

Wir haben diesen Beruf gewählt, um Menschen zu heilen und um uns, durch Verkauf unserer Heilkunst, den verdienten Gewinn zu besorgen.

Die medizinische Ausbildung setzt höhere Intelligenz, viel mehr Leistung und sehr viel mehr Zeit als jegliche andere akademische Beruf voraus.

Die Facharzt-Weiterbildung ist je nach Fachgebiet ein weiteres Studium, ebenfalls schwierig und die zusätzlichen Spezialitäten nehmen Zeit und Arbeit in Anspruch, wie in kaum einem anderen geläufigen akademischen Sektor.

Diese Voraussetzungen ergeben automatisch die Realität weltweit, dass ein Arzt viel besser bezahlt werden muss, als andere Akademiker und, dass ein hoch qualifizierter Spezialist sehr hohe Preise verlangen darf, je nach Wichtigkeit seiner Leistung, um einfach gerecht belohnt zu werden.

An sich ist die leistungsgerechte Vergütung keine Ausnahme in unsere Gesellschaft, wenn es um andere Berufe geht (z. B. Manager, Fußballer, Fußballtrainer, Musiker, Showmaster, Journalisten, Juristen, Architekten, usw.).

Das Phänomen mit der Ärzteschaft in Deutschland ist leider einmalig: Das deutsche Volk will den Arzt schlicht und einfach als "Umsonst-Arbeiter" für sich haben.

Es hat, in einem perfekten "demokratischen Staat", wo eigentlich auch Rechte von Minderheiten von der Mehrheit akzeptiert werden müssen , dafür gesorgt, dass eine einzige Minderheit maßlos unter Druck gesetzt wird, in einem unakzeptablen Beschäftigung mit Hungerlöhnen abgespeist wird und durch harte, verwirrende Gesetze jeglicher Möglichkeit beraubt wird sich zu wehren: Die Ärzteschaft!

Das deutsche Volk hat über seine Volksvertreter entschieden, dass:

-die Ärzte den Preis ihrer Leistungen nicht, wie in anderen Berufen üblich, beliebig gestalten dürfen, sondern gezwungen werden diese nur zu bestimmten Preisen zu verkaufen (Vgl. GOÄ),

-die Ärzte, wenn sie sich einmal dazu entschieden haben im Dienste der Kassenpatienten mit gewissen Konditionen zu arbeiten, nicht mehr ohne weiteres aus dieser Verpflichtung aussteigen können, völlig ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass sich auch die Arbeitsbedingungen für das Volk massiv geändert bzw. verschlechtert haben und den Arzt mit Ausstiegsbestraffungen knebelt, die in keinem anderen Beruf, in ähnlicher Weise, in einer freien Welt zu finden sind (Zulassungsrückgabe-Konsequenzen wie einfache GOÄ, Nichtwiedererteilung der Zulassung usw.),

-das ärztliche Handeln völlig reguliert wird, so dass der Arzt nur das zu machen hat, was der Patient will, auch wenn es zu Lasten der eigenen Interessen des Arztes geht,

-die ärztliche Arbeit mit Auflagen belastet wird, deren Nichteinhaltung mit finanziellen Bestrafungen geahndet wird (ICD 10, Kassengebühr, Kassenanfragen, Regresse, Medikamentenbudgets, Hygienebegehungen, Röntgenprüfungen, DMP-Bürokratie, DRGS usw.),

-die Ärzte gedemütigt werden, indem es diese als höchst studierte Intelligenz "an der Leine" der ungebildetsten Politikern gebunden hat, deren Minderwertigkeitskomplexe, Neid und Hass auf die Ärzte wahrscheinlich die führenden Beweggründe des Handelns zur Bestrafung der Ärzteschaft sind,

-im Laufe der Zeit die ärztliche Arbeit als die wertloseste Arbeitsleistung in diesem Land gekauft wird, damit das Volk billige, "Umsonstmedizin" hat und dafür Liquidität für andere Späße übrigbleibt: Weltenbummeln und Tourismus, Fußball-Arenen, WM, Lifestyle, Medien, Luxus, Autos, Sport, Saufen, lieber "Stempeln gehen" als für weniger Geld zu arbeiten, Frührenten, Blaumacherei, Sozialschmarotzen, Faulheit ohne Strafe, Wohlstand ohne Arbeit,

-die Ärzte gedemütigt und diskriminiert werden, wie kein anderer Beruf, obwohl dieser bei den Umfragen das höchste Ansehen genießt,

-die Ärzte den "Arztvernichtungsmanien" der Juristen überlassen werden und mit Haftungsbesonderheiten kapituliert werden und wie die schlimmsten Kriminellen straffrechtlich behandelt werden (Umkehrbeweislast, Pflichten bis zum geht nicht mehr, Rechte der Patienten ohne Ende),

-die Ärzte als Angestellte mit erniedrigenden Arbeitsbedingungen in den Kliniken verpflichtet und als die Großverdiener unter den Krankenhausangestellten hingestellt hat, um die sich jahrelang keine Gewerkschaft kümmerte, bis man in der Bildzeitung erfahren musste, dass der Berliner Busfahrer viel mehr verdient, als der Arzt der Charité.

Alle diese Freiheitsberaubungen der Ärzteschaft haben inzwischen Schritt für Schritt einen Punkt erreicht, wo es kaum noch schlimmer werden kann. Und die Ärzte wurden wach.

Unterstützt wurde das wach werden durch Ereignisse wie z. B. die Abrechnung II/2005, die Streiks wegen der Klinikärzteausnutzung, die Budgets, die Medikamentenregresse, die Macht der "kranken Kassen" usw.

Als Folge kommt jetzt die Weigerung aller Ärzte, so nicht weiter mit sich umspringen zu lassen!

Der Ärzteaufstand ist jetzt Tatsache!

- Logistik -

Jeder der Demokratie verpflichtete und an die Demokratie glaubende Arzt würde zunächst Wege in der vorhandenen Gesetzesgebung suchen, um einen Ausweg aus der Ärzteunterdrückung zu finden.

Bei einer solche Suche wird sehr schnell herausfinden, dass es für den Arzt den Weg in die berufliche Unabhängigkeit unter Berücksichtigung der vorhandene Gesetze nicht gibt!

Deswegen müssen neue Gesetze geschaffen werden, die das Problem in der Zukunft so regeln, wie es z.B. in den meisten zivilisierten Länder geregelt ist.

Dafür müssen diese Gesetze eine total veränderte Einstellung bedienen. Sie müssen die Planwirtschaft durch Marktwirtschaft in der Gesundheitspolitik ersetzen!

Man kann nicht mit totalitären planwirtschaftlichen Prinzipien eine Marktwirtschaft rechtlich gestalten. Und das Manko des Gesundheitssystems Deutschlands ist, dass es den einzigen planwirtschaftlichen Bereich im Gesellschaftsleben darstellt, einer Gesellschaft, die weltweit Vorbild für Freiheit und Kapitalismus sein will!!

Es stellt sich die Frage, ob es gut für die "Menschen" ist, die Medizin mit kapitalistischen Prinzipien zu gestalten.

Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Medizin und anderen Gesellschaftsbereichen. Wenn die Vorteile des freien Wettbewerbs für andere Bereiche den Erfolg bringen, dann bitte, warum nicht auch im Gesundheitswesen?

Diese Vorteile sind nicht nur für unsere Interessen relevant, sie sind mit Sicherheit auch für die Patienten insgesamt sehr interessant.

Die so radikale Veränderung eines Systems von Planwirtschaft zur Marktwirtschaft, ist nicht sehr einfach, da jeder sich damit abgefunden hat, jeder damit seine Kalkulation gemacht hat und jeder damit, mehr oder weniger, seine Bequemlichkeit gefunden hat. Das betrifft Ärzte und Patienten. Aber die Realität überrollt alle, die daran geglaubt haben.

Inzwischen ist die Entwicklung aus den bekannten Gründen nicht mehr beherrschbar, ein Tsunami von Ereignissen überrollt uns jeden Tag und verlangt nach Kursänderung. Da sind wir alle einig.

- Lösung -

Ein Kurswechsel ist unumgänglich: Die Planwirtschaft muss weg, die Marktwirtschaft muss her!

Ein so radikaler Kurswechsel lässt sich nicht unter den geltenden gesetzlichen Rahmen durchführen!

Der Palast der Republik lässt sich nicht mehr reparieren, er ist verseucht, er muss abgerissen werden! Ich meine den Palast der regulierten, der totalitären Medizin, bestimmt durch die "kranken Kassen" und "kranken Versicherungen, der populistischen Großparteien-Wahlversprechen, der sozialistischen halbgelernten Ökonomen, ewig neidischen Juristen und Lehrern usw. muss im übertragenen Sinn, mit einer großen Menge Dynamit gesprengt werden! Und aus dem Knall und Staub seiner Ruine wird der Platz geschaffen, für eine neue marktwirtschaftliche Ordnung im Gesundheitswesen, mit den modernen Aspekten des Wettbewerbs und der freien Gestaltung in der Medizin, durch die dafür geeigneten Leistungserbringer.

- Methodik -

Ein solche radikale Veränderung bedarf Macht!

Natürlich hat in einer Demokratie das Volk die Macht. Nicht die Macht selbst zu regieren, das wäre die "Laokratie" (auf deutsch bzw. verdeutschtem griechisch: "Anarchie") . Demokratie heißt in meiner Heimatsprache, "die Macht des besten, weisen, stärksten gewählten Volksherrschers". Im Sinne des Erfinders der Demokratie war gemeint, dass das Volk das wählt, was es als Bestes für seine Interessen empfindet. Also das Volk muss entscheiden, was das Beste ist. Dafür muss das Volk zuerst wissen, muss belehrt werden, was gut ist, was gut tut, was das Beste ist und was gewählt werden muss, um dieses auch zu erreichen.

Wir Ärzte sind jetzt gefordert, das Volk aufzuklären, dem Volk zu zeigen, wie oder ob es es gut mit uns hat oder nicht.

Das geht am besten praktisch, da das Volk genug gehört hat und höchst wahrscheinlich nichts mehr darüber hören will, nichts mehr darüber sehen will und nichts mehr darüber wissen will...: An einem angekündigten Tag legen wir Chirurgen, alle gemeinsam, ohne Notversorgung und Notdienste die Skalpelle zur Seite, in ganzen Deutschland. Wir lassen das Volk lernen, wie es sein kann, wenn kein Chirurg mehr seine Arbeit unter den jetzigen Bedingungen leisten will. Am nächsten Tag hat das Volk mit Sicherheit gelernt, dass es zwar ohne Ulla, Karl usw. geht, aber nicht ohne Chirurgen!

An einem anderen Tag sind die Frauenärzte dran. Die Wehen kommen, die Geburt geht nicht klar, die Hebamme kommt nicht weiter und der Frauenarzt...keiner da! Schaaade!

Dann die Anästhesisten. Die Milz ist zerrissen, der Verletzte verblutet, der Narkosearzt ist nicht da! Schaaade! Usw.

So ungefähr könnte es aussehen, wenn das Volk mit seinen verehrten Vertretern auch weiterhin nicht wissen will, wie wichtig es ist, einen Arzt zu haben!

Es wird begreifen, dass der Arzt Geld kostet und zwar soviel wie dieser möchte, um seinen Dienst zu verkaufen, wie jeder andere auch, der seine Dienste in Deutschland verkauft.

Es bleibt dem Kunden, dem Patienten, die freie Wall, zu entscheiden, ob er einen billigen oder einen teueren Arzt sucht, genau wie er entscheiden darf, ob er ein teueres oder billiges Auto kauft. Oder gar kein Auto braucht.

- Folgen -

Es steht außer Frage, dass die Politik jeglichen Widerstand gegen so etwas leisten wird, weil sie weiß, was für Veränderungen eine solcher Systemwechsel im Gesundheitssektor bewirken wird.

Es steht aber fest, dass die Macht der Ärzteschaft riesig ist, wenn sie intelligent, mit Entschiedenheit und Solidarität eingesetzt wird.

Es wird und muss eine bedingungslose Kapitulation der jetzigen Mächtigen geben, die z. Zt. das System regulieren.

Die Politik muss gezwungen werden, völlig neue Gesetze zu erlassen, um die Bereinigung und den Neuaufbau des Gesundheitssystem den Fachkompetenten zu übergeben. Die sind diejenige, die auch die Kranken gesund machen. Selbstverständlich stellt sich, wenn so etwas perfekt läuft, nicht mehr die Frage der Bestrafung der Streikenden, des "Zulassungsentzuges", der Disziplinarmaßnahmen, sondern die Frage der Belohnung der Helden, die die Revolution zur Besserung verursacht haben!

- "Streik" vs. "Kollektive Zulassungsrückgabe" -

Obwohl mir die Gegenüberstellung der Parameter, die sie, Herr Dr. Müller, sehr sorgfältig aufgelistet haben, sehr unsinnig erscheint, stellt sich die Lage nach meinen Vorstellungen so dar:

Zur A:"Grundgesamtheit (wie viele Ärzte gehören zur Grundgesamtheit, für die die Aktion gilt?)"

- Je kleiner die Gruppe, desto besser und effektiver das Ergebnis. Beispiel Chirurgen: Man überzeugt z.B. den Kollegen Rüggeberg, dass sein Erfolgskonzept EBM 2000 nicht das gelbe vom Ei war und bittet ihn, seine äußerst mächtige Schlüsselpositionen, die er in den Fachärzteorganisationen hat, auszunutzen, um alle Chirurgen Deutschlands, im Krankenhaus und in der Praxis zusammenzuführen und eine Arbeitsverweigerung, wie oben beschrieben, mit allen Konsequenzen zu organisieren. Was glauben Sie, wie schnell und wie massiv die Wirkung einer solchen Arbeitsniederlegung, einer sonst kleinen Fachgruppe sein wird?

Zur B:" Region (wie groß muss die Region mindestens sein, damit es funktioniert?)"

- Z. B. Ganz Deutschland

Zur C:"Teilnahmequote (wie viel Prozent der betroffenen Region müssen mitmachen, damit es zur Aktion kommt?)"

- Schauen Sie bitte bei den Urabstimmungsergebnissen der Klinikärzte nach. Glauben Sie, dass die Niedergelassenen anders votieren werden? Gerade z. B. die Chirurgen! (Vgl. Amb. Operieren)

Zur D: " Arztzahl (wie viele Ärzte wären für die Aktion nötig?)"

- Nur eine kleine, aber fachgebietsspezifisch vor allem für die Akutversorgung sehr wichtige Fachgruppe

Zur E: "Rechtsfolgen (welche juristischen Konsequenzen hat die Aktion für die Teilnehmer?)"

- Sehr abhängig von der Wirksamkeit des "Streiks"! Wenn der Gegner "den Kopf nicht mehr heben kann, wird er reanimiert und ihm die Verordnung rezeptiert!"

Zur F: "Ergebnis (welches konkrete Ergebnis hat die Aktion beim Honorar für die Teilnehmer?" )

- Befreiung von jeglicher Regulierung, Marktwirtschaft pur, jeder verlangt, was er will. Konkurrenz und Wettbewerb regelt die Preise, wie im richtigen Leben.

Zur G: "Organisation (wie hoch ist der Administrationsaufwand, um die Aktion umzusetzen?)"

- Nicht groß, wenn es sich um eine kleinere Gruppe handelt: Z. B. setzt Herr Rüggeberg den Einfluss seiner Position beim BDC und BNC ein, anstatt sich mit der Entwicklung seines Lebenswerkes EBM 2000 zu beschäftigen und überredet die stationär und ambulant tätigen Chirurgenverbände, dann ist die Sache gelaufen!

Zur H: "Ansprechpartner (wie leicht/schnell geht es, allseits akzeptierte Sprecher für die Gruppe zu finden?) "

- Das ist das kleinste Problem.

Zur I: "Verbindlichkeit (kann man die Sprecher mit einem verbindlichen Verhandlungsmandat ausstatten?) "

- Ja, es wird aber wahrscheinlich keine Verhandlungen geben, es wird ein Streikpapier mit Bedingungen geben. Und diese werden durchgesetzt, von A bis Z.

Zur J: "Vorbereitungszeit (welchen zeitlichen Vorlauf benötigt eine solche Aktion?)"

- Unter Berücksichtigung von D, G kann in kürzester Zeit organisiert werden. Zur K: "Organisation (kann die Aktion ohne Unterstützung einer bestehenden Organisation gestartet werden? Falls nein, wie groß müsste eine solche Organisation sein?)"

- Sie wird mit Sicherheit von allen bestehenden Organisationen unterstützt, egal welche taktisch den Streik ausführt.

Zur L: "Aufwand (wie viel muss investiert werden, um alle Beteiligten "auf einen Kurs" einzuschwören?)"

- Das weiß ich nicht, evtl. überhaupt nichts, da vorhandene Kapazitäten genutzt werden können, z.B. MB, BDC, BNC, geschweige denn von der Ersparnis der Kosten der "Zulassungsrückgabe"

Zur M:" Rechtsgrundlage (welche einschlägigen Paragrafen sind betroffen?)"

- Was soll der Quatsch mit den Paragraphen! Im Krieg fragt man den Gegner auch nicht "wie oder wohin willst du lieber geschossen werden, damit es nicht so weh tut?"! Dafür wird es nachträglich neue einschlägige Paragraphen geben!


- Warum ein "Streik" in Erwägung gezogen wurde? -

- Weil dadurch Ziele erreicht werden, die mit der Zulassungsrückgabe nie denkbar wären. "Streik" ist Aktion, keine Rückgabe (= Rückzug), sondern Vormarsch in eine völlig neue Richtung, wonach das System eine neue Zielsetzung erhält. Keine GOÄ 1,0 sondern freie Preise, die jeder selbst gestalten kann, wenn er meint sie bekommen zu können.

- Weil dadurch die völlige Befreiung von Regelungen der Bürokratie, die völlige Befreiung von "forensischen Konsequenzen" erreicht werden kann, kein Abrechnungsbetrug mehr vorgeworfen werden kann, da der Kunde gleich das bezahlt, was er nach Hause mitnehmen möchte und Transparenz herrscht, so wie sie uns alle Politiker predigen und sie wünschen.

- Weil dadurch der Akademiker Arzt alle Krebsgeschwüre seiner "Nebenpflichten" abwerfen kann, die mit seinem Beruf nichts zu tun haben (Gesundheitskarte, ICD, DMP, OPS, Formulare, Auflagen, Leitlinien, Richtlinien, Vorschriften usw.)

- Weil dadurch keine "Rechtsfolge generiert wird" sondern eine neue Rechtslage geschaffen wird.

- Weil dadurch eine neue Ordnung zwischen den Ärzten geschaffen wird: Die Rangordnung durch Wettbewerb. Der Bessere wird eine bessere Position und natürlich auch Vergütung erhalten und der Schlechtere wird dies wohl akzeptieren müssen, wie in anderen Berufen auch. Dadurch wird auch die Solidarität bedient, da für alle die Leistung den Lohn bestimmt. Man hat dann keine Töpfe mehr zu verteilen und deswegen nichts, wofür man sich gegenseitig bekämpfen muss.

Differenzen wird es geben, weil im freien Wettbewerb, unterschiedliche Stärken und Schwächen, unterschiedliche Qualitäten und Fähigkeiten auch automatisch unterschiedliche Honorierungen erhalten.

Auch Bewertungen und Benotungen wird es geben. Die Beratung durch den einen Arzt wird z. B. 10 Euro kosten und diese wird vielleicht keiner haben wollen. Der andere wird 100 Euro verlangen und er wird sich vor Nachfrage nicht retten können. Der Ferrari wird auch bei den Ärzten erst nach 5 Jahre Wartezeit und nur an bestimmte Kunden ausgeliefert, das Fahrrad wird in jedem Supermarkt mit Rabatten sofort erhältlich sein!

Ich rede mir ein, dass ich am 14.12.2005 einen Vorgeschmack des Aufstandes bei der Stuttgarter Versammlung der Ärzteschaft bekommen habe. Sie auch?



Viel Spaß beim Verrecken

Dieses Zitat ist einer kontroversen Diskussion um Leistungsausdünnung von Kassen entnommen. Im Kontext der Diskussion ist erkennbar, dass der Autor damit die Rationierung kritisiert - und dies eben genau kein Wunsch an bzw. für seine Patienten ist.


Originaltext (die verwendete Textpassage ist wieder gefettet):


Basistarif: Fakten

... SGB V neu

legt fest:

1. Der Sicherstellungsauftrag für im Basistarif versicherte Personen geht an die KV über.

d.h. Dein Vertragspartner ist die KV (nicht der Patient)

2. Dass die KBV mit dem Verband der Privatversicherer einen Gebührenordnung für den Basistarif festzulegen hat.

d.h. bei dem cerebralen Fassungsvermögen der KBV wird einfach nach EBM-2000pfusch abgerechnet. Auch folgende Fakten lassen keine andere Gebührenordnung zu...

3. Der Leistungskatalog entspricht dem der GKV ( = SGB V = WANZ)

also: passt doch nur der EBM. Schlechter Trost: neue IGEL-Patienten

4. Die Vergütung ärztlicher Leistungen darf nicht gleich oder unter derer der ERSATZKASSEN liegen.

Also: Schau Dir Deinen Punktwert für die Ersatzkassen an und addiere 0,01 Euro - da weiste, wasde hast! Und? Haste 0,7xGOÄ? Also: Dann kann nach GOÄ sowieso nicht - weil unter 1xGOÄ ist nach Präambel-GOÄ nicht zulässig

Basistarif = ordinärer Kassenpatient - BASTA


Viel Spass bei Verrecken!



90 % der Gesellschaft in der Armenkasse eingenistet

Was wir dagegen unternehmen können, dass die Krankenkassen unsere Patienten nicht zu "Armenkässlern" machen? - das schreibt ein Autor im Leserforum in einem Beitrag in einer Diskussion um die Höhe von Beitragssätzen der gesetzlichen Kassen. Zitiert wird in Lauterbachs Buch eine andere Passage: Es geht nicht an, dass sich ca. 90 % der Gesellschaft in der Armenkasse eingenistet hat, und dort ihren Hintern nicht mehr hochkriegt, weil wir es ihr so bequem gemacht haben.

Auch hier wieder der Beitrag im Volltext, die von Lauterbach im Buch benutzte Passage ist gefettet:


Gebe Ihre Frage zuständigkeitshalber weiter

in Ihrem Südkreis Mettmann fand vor wenigen Tagen eine KE-Session mit Herrn Buschulte statt. Herr Meuser hat mir geschrieben, es sei eine großartige Veranstaltung gewesen. Waren Sie nicht da oder was?

Ich stütze mich auf die Auskunft von Herrn Meuser. Ich selbst war nicht anwesend. Meine persönliche Erfahrung folgt am 7.2. in Oberhausen.

Was wir dagegen unternehmen können, dass die Krankenkassen unsere Patienten nicht zu "Armenkässlern" machen? Wir sind nur Ärzte und keine Beitrags-Entscheidungsbefugte. Wohl aber könnten wir dafür sorgen, dass unseren Patienten noch eine akzeptable Medizinqualität erhalten bleibt, indem wir sie anhalten, die Korrektur der sozialen Schieflage voranzubringen. Es geht nicht an, dass sich ca. 90 % der Gesellschaft in der Armenkasse eingenistet hat, und dort ihren Hintern nicht mehr hochkriegt, weil wir es ihr so bequem gemacht haben. Seien wir realistisch: es ist nicht so, als ob die alle gefährdet wären, durch steigende Kassenbeiträge zu Armen zu werden.



"Neurodermitis-Diät-Gourmet-Staatszuschüsse" und ähnlicher Blödsinn

Zitat im Lauterbach-Buch: Aber wer beendet dieses endlose Anspruchsdenken dieser oft gar nicht wirklich kranken,unendlich jammernden, unbefriedigten gesetzlich krankenversicherten Gesellschaft,wenn nicht wir es tun?


Vollständiger Text:

Neurodermitis-Diät-Gourmet-Staatszuschüsse" und ähnlicher Blödsinn


Sehr geehrter Herr Kollege,

sie sprechen mir so dermassen aus der Seele. Ich denke schon dass es wahrscheinlich zumindest allen hier schreibenden ähnlich geht.(leider zu wenig) Mindestens 35 von 100 aller Patienten,die täglich in meine Praxis kommen,bräuchten nicht unbedingt einen Arzt,wenn sie nicht ihre Selbständigkeit im Umgang mit Unpässlichkeiten ihres Körpers verlernt hätten,und versuchen würden,Ihre sonstigen Wünsche auch mal von jemand anderem befriedigen zu lassen. Aber wer beendet dieses endlose Anspruchsdenken dieser oft gar nicht wirklich kranken,unendlich jammernden, unbefriedigten gesetzlich krankenversicherten Gesellschaft,wenn nicht wir es tun? Ein Privatpatient würde niemals solche unverschämten distanzlosen Wünsche an einen Arzt äussern.Der würde sich in Grund und Boden schämen. Aber als gesetzlich Krankenversicherter einem Arzt gegenübersitzend verliert man in Deutschland wohl oft jegliches Schamgefühl. Zu mir sagte mal ein Kassenpatient auf der Liege sitzend mit durchgestrecktem Bein allen ernstes: "ich komme nicht an meine Zehen,wie soll ich die selbst verbinden.......?" So sind sie,die gesetzlich versicherten,die können oft noch nicht mal ihr Bein selber anwinkeln,um mit der Hand an ihre Zehen zu kommen,selbst das müssen wir noch für sie tun. (sicherlich gibt es zum Glück auch noch ein paar nette,bescheidene unter ihnen,aber viele sind es nicht.) Nur indem wir alle so konsequent denken und handeln wie Sie und ich,kann sich an dieser Haltung der Patienten uns Ärzten in Deutschland gegenüber langsam was ändern. Und wirklich auch mal den ein oder anderen aus der Praxis verweisen,auch wenn mir dabei immer noch der Blutdruck steigt. (nicht wegen des Verlustes des Patienten,sondern einfach ,weil ich mich missbraucht,ausgenützt und furchtbar genervt fühle,durch dieses furchtbar kranke Anspruchsdenken der deutschen Bevölkerung uns Ärzten gegenüber.) Übrigens: Bescheinigungen für Gourmet-neurodermitikermenü-zuschüsse vom Staat und ähnlichen Blödsinn gibts bei mir nur gegen Bar-Vorrauszahlung nach GÖÄ.Seitdem halten sie sich in Grenzen.


Ist in Arbeit, wird fortgesetzt!

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